Musica Sacra International Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland Arbeitskreis Musik in der Jugend e.V. Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V. Pueri Cantores Verband Deutscher KonzertChöre e.V. Musica International
Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.

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Musik im Kontext von Migration und Integration

„Musica Sacra International“ als bundesweites Vorreiterprojekt für kulturelle und religiöse Vielfalt in der Amateurmusik – Gelebte Integration durch gemeinsames Musizieren

14 Millionen Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen machen hierzulande nach den neuesten Zahlen des Musikinformationszentrums (MIZ) in ihrer Freizeit Musik. Gleichzeitig spielt die musikalische Betätigung in allen Kulturen und Religionen der Welt eine herausragende Rolle. So stellt das freizeitliche wie professionelle Musizieren geradezu offensichtlich einen wichtigen sozialen Faktor der kulturellen und religiösen Vielfaltsgesellschaft in Deutschland dar. Im Dezember 2014 wurde das Chorsingen in deutschen Amateurchören in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Seit 1992 bringt das Projekt „Musica Sacra International“ Musiker aus den fünf großen Weltreligionen zusammen, um gemeinsam für Verständnis, Toleranz und Respekt zu werben. Nun hat die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) als Projektträger eine umfassende Neukonzeption beschlossen, die „Musica Sacra International“ zu einem Vorreiterprojekt für die kulturelle und religiöse Vielfalt in der Amateurmusik in Deutschland machen soll. Eine dezidiert bundesweite Ausrichtung bezieht hierbei die differenzierten gesellschaftlichen Voraussetzungen in der Bundesrepublik möglichst umfassend mit ein.

Im Kern der Neuausrichtung steht die aktive Beteiligung der AmateurmusikerInnen in Deutschland an allen Projektinhalten. Die BDC folgt damit ihrer Überzeugung, dass sich durch ein gemeinsames Musizieren mit Künstlern verschiedener Kulturen und Religionen das Wissen vermitteln lässt, welches nötig ist, um Berührungsängste und Barrieren abzubauen und wirkliches Verständnis füreinander zu schaffen. Durch gelebte Integration soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass ein friedliches Neben- und Miteinander der Religionen und Kulturen funktionieren kann.

Die BDC vertritt als Dachverband der vokalen Amateurmusik eine wichtige und weitreichende Bewegung des Bürgerschaftlichen Engagements. Die in der BDC vereinigten Verbände repräsentieren die Vielfalt der Amateurmusik in Deutschland im kirchlichen wie weltlichen Bereich und sind gleichermaßen ein Querschnitt durch die Bevölkerung. Zuhören, Verständnis, Respekt, Anerkennung des Andersartigen sowie  voneinander zu lernen sind die Voraussetzungen sowohl des erfolgreichen gemeinsamen Musizierens als auch des Zusammenlebens in der Gesellschaft. Daher erachten es die Verbände der BDC als eine zentrale Aufgabe der Amateurmusik, die für ein friedliches Miteinander nötigen sozialen Kompetenzen im musikalischen Bereich nach Kräften zu fördern und damit einen Beitrag für Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders zu leisten.

Die neugeschaffenen Bestandteile des Gesamtprojekts „Musica Sacra International“ sind so vielfältig, wie die Gesellschaft und umfassen mehrere Säulen:

  1. Das Kernprojekt in Marktoberdorf im Allgäu wird rund um die Pfingsttage 2016 AmateurmusikerInnen aus ganz Deutschland die Möglichkeit bieten, sich in zahlreichen hochkarätig besetzten Workshops sowie einem Projektchor mit international renommierten Chorleitern intensiv mit verschiedenen Aspekten des Musizierens sowie der Literatur verschiedener Kulturen und Religionen auseinanderzusetzen und die Ergebnisse öffentlich zu präsentieren. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit wissenschaftlichen Vorträgen, Konzerten eingeladener Künstler sowie Education-Projekten runden das Angebot ab.
  2. In Kooperationsprojekten mit Partnern in verschiedenen Regionen Deutschlands werden die Inhalte des Kernprojekts auf die speziellen örtlichen Gegebenheiten in den jeweiligen Partnerregionen übertragen und durch eigene Angebote ergänzt. Die Amateurmusikszene vor Ort wird dabei im Zentrum des Geschehens stehen und aktiv an der Gestaltung mitwirken.
  3. Ein großangelegtes Forschungsprojekt wird sich mit den wissenschaftlichen Aspekten der Amateurmusik in der Migrationsgesellschaft beschäftigen und die theoretischen Grundlagen dafür liefern, inwieweit der gesellschaftliche Wandel die Voraussetzungen und Ausübung der Amateurmusik in Deutschland, als „Mutterland der Chormusik“ beeinflusst. Aus den Ergebnissen können fundierte Handlungsempfehlungen für Politiker, Verbände und andere am Amateurmusikleben beteiligte Gruppen gegeben werden.

Koordiniert wird das neue Gesamtprojekt von einem dreiköpfigen Leitungsteam: Thomas Rabbow, Pfarrerin Dr. Verena Grüter sowie Prof. KMD Jürgen Budday werden in den kommenden Jahren ihre individuellen Stärken und Erfahrungen einbringen und das ambitionierte Konzept mit lebendigen Inhalten füllen. Durch die Einbeziehung eines Kompetenzbeirats sowie politischer, kultureller und wissenschaftlicher Institutionen auf Bundesebene in die Gestaltung des Projekts soll eine höchstmögliche Reichweite sowie Akzeptanz geschaffen werden, damit „Musica Sacra International“ ein umfassendes Projekt für die Gesellschaft werden kann.


Die deutschen Amateurchöre sind Kulturerbe!

Würdigung der tiefen gesellschaftlichen Verwurzelung der Chormusik im Rahmen der UNESCO-Konvention

Der deutschen Amateurchorlandschaft mit ihren ca. 60.000 Ensembles und über zwei Millionen Sängerinnen und Sängern wurde eine besondere Ehrung zuteil: Im Rahmen der entsprechenden UNESCO-Konvention wurde die „Chormusik in deutschen Amateurchören“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit ist diese traditionsreiche Bewegung des Bürgerschaftlichen Engagements eine von 27 kulturellen Ausdrucksformen, die aus insgesamt 83 Vorschlägen nach einem langen Auswahlverfahren gleich in der ersten Runde die Aufnahmehürde genommen haben.

Dass die Amateurchormusik diese hohe ideelle Würdigung erfahren kann, ist der Antragsstellung des Verbandes Deutscher KonzertChöre (VDKC) zu verdanken. Die im Dachverband der Amateurchorverbände, der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC),vereinigten Verbände und die BDC selbst haben den VDKC-Antrag in allen Phasen unterstützt und können sich nun gemeinsam mit allen Sängerinnen und Sängern über das Ergebnis freuen. Zu danken ist der Erfolg auch der prominenten Unterstützung durch die Gutachter Prof. Dr. H.c. Hartmut Haenchen, Prof. Dr. Martin Petzoldt sowie einer extern eingebrachten Unterstützung durch Prof. Dr. h.c. Kurt Masur.“

Der Präsident des VDKC, Prof. Ekkehard Klemm, zeigt sich erfreut über die Aufnahme: "Das ist ein guter Tag für die Musik und ihre Tradition und tägliche schöpferische Weiterentwicklung in Deutschland. Es ist auch ein wichtiges Signal gegen die vielen Tendenzen kulturellen Abbaus, künstlerischer Ausdünnung der Regionen und damit auch musikalischer Verarmung der so wichtigen Amateurszene gerade in diesem Bereich."

Die zuständige Expertenkommission würdigt die Chortradition als Kulturform, die „tief in der Mitte der Gesellschaft verwurzelt [ist]. Die kreative Aneignung von Text und Musik sowie die künstlerische Vitalität der Menschen werden durch die Aktivität der Chöre mobilisiert. Gleichzeitig richtet sich die Praxis des Singens auf identitätsstiftende Gemeinsamkeiten und öffentliches Wirken. Kulturelle Tradition, gesellschaftlicher Aufbruch und lebendiges Engagement durchdringen sich bei der Pflege der Chormusik in den deutschen Amateurchören. Sie stellen einen Kern der Musiktradition, des Musiklebens und der Musikpflege in Deutschland dar.“

Kulturelle Verödung im Land des musikalischen Kulturerbes stoppen!

Neben der Amateurchormusik wurden von der Kommission auch die „Sächsischen Knabenchöre“, das „Singen der Lieder der deutschen Arbeiterbewegung“ sowie die „Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft“ in das nationale Verzeichnis aufgenommen. Dies zeigt, welches immense kulturelle Erbe die die musikalischen Traditionen in der Bundesrepublik darstellen. Dies ist als dringender Appell an die Politik zu verstehen, eine weitere Verödung der Kulturlandschaft nicht zuzulassen, sondern diese wertvollen Schätze nicht nur zu bewahren, sondern auch zukünftig nach Kräften zu fördern.

Wenngleich die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO nicht mit direkten finanziellen Vorteilen verbunden ist, so kann diese nun auch offiziell anerkannte nationale Bedeutung als Argumentationshilfe gegenüber allen Partnern in der alltäglichen Arbeit genutzt werden.

Alle Informationen zur UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes sowie eine vollständige Liste aller aufgenommenen Ausdrucksformen sind unter http://www.unesco.de/immaterielles-kulturerbe.html zu finden.


Exklusives Weihnachtskonzert in Stötten wird Benefizkonzert

Spendeneinnahmen kommen Förderverein und Kirchengemeinde zugute

Das Weihnachtskonzert der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) und ihrer Marktoberdorfer Festivals am 14. Dezember (16 Uhr, St. Peter und Paul, Stötten am Auerberg) wird nun als Benefizkonzert stattfinden können. Das Ensemble Mixtur hat sich dankenswerterweise dazu bereit erklärt, die Spendeneinnahmen aus dem Konzert zu gleichen Teilen dem Förderverein Internationaler Chorbegegnungen im Allgäu e.V. sowie der Kirchengemeinde Stötten am Auerberg zur Verfügung zu stellen.

Simon Pickel, Generalsekretär der BDC freut sich, „dass unser wunderbares Weihnachtskonzert nun auch ein kleines Dankeschön für den Förderverein der Pfingstfestivals werden kann. Der Förderverein hat uns in den vergangenen Jahren großartig unterstützt und wir wollen durch das Benefizkonzert einerseits ein kleines Bisschen von dieser Unterstützung zurückgeben und zum anderen darauf aufmerksam machen, dass unsere beiden Aushängeschilder im Allgäu noch viele weitere Förderer nötig haben, um ihnen eine gesicherte Zukunft zu ermöglichen. Ebenso möchten wir uns auf diesem Wege bei der Kirchengemeinde Stötten am Auerberg als Gastgeber unserer Weihnachtskonzerte im vergangenen und in diesem Jahr bedanken und ich bin sicher, dass wir mit unserer kleinen Spende dort viel Gutes bewirken können. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an das Ensemble Mixtur, das meiner Initiative so unkompliziert und großzügig zugestimmt hat.“

Der Förderverein Internationaler Chorbegegnungen im Allgäu e.V. unterstützt die internationalen Begegnungsfestivals Musica Sacra International und Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf. Er fördert die Kontaktpflege und die Begegnung von Kulturschaffenden aus aller Welt sowie die Zusammenarbeit bei Projekten im Rahmen der Musikpflege. 1. Vorstand des Fördervereines ist Europa-Parlamentarier Markus Ferber.

Weitere Infos zum Förderverein unter www.chorverbaende.de/de/modfestivals/foerderverein.html


14 Millionen Laienmusizierende in Deutschland

MIZ veröffentlicht Daten zu Musizierenden im Amateurbereich

Mindestens 14 Millionen Menschen in Deutschland musizieren in ihrer Freizeit oder singen in einem Chor. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), ein Projekt des Deutschen Musikrats, das im Rahmen eines neuen Schwerpunktangebots zum Laienmusizieren Studien und Bevölkerungsumfragen unterschiedlicher Forschungsinstitute sowie eigene Erhebungen ausgewertet hat. 

Danach lässt sich für den Bereich des instrumentalen Laienmusizierens ein Anteil von rund 13 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren nachweisen, das entspricht rund 9 Millionen Menschen, die ein Musikinstrument spielen. Etwa 4 Millionen singen in einem Chor oder einem anderen Ensemble. Naturgemäß kommt es jedoch zu Überschneidungen in den beiden Gruppen. 32 Prozent der Sängerinnen und Sänger geben an, ebenfalls ein Musikinstrument zu spielen, so dass sich die Summe der Musizierenden ab 14 Jahren insgesamt auf rund 12 Millionen beläuft. Hinzu kommen hochgerechnet mindestens 2 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 2 und 13 Jahren, die regelmäßig singen, ein Instrument spielen oder sich anderweitig musikalisch betätigen. 

Verbände organisieren 3,7 Millionen Laienmusizierende

Über ein Fünftel der deutschen Amateurmusikerinnen und -musiker, das sind rund 3 Millionen, ist in den Verbänden des instrumentalen und vokalen Laienmusizierens aktiv. Hinzu kommen etwa 700.000 Musikbegeisterte, die als fördernde Mitglieder die Entwicklung der Verbandstätigkeiten unterstützen und begleiten. Insgesamt verzeichnen die Laienverbände damit rund 3,7 Millionen Mitglieder. Mit 2,2 Millionen gehört ein großer Teil den Chorverbänden an, die insgesamt 60 Prozent der Verbandsmitglieder organisieren. Zwei von Dreien zieht es dabei in weltliche Chöre, während sich im kirchlichen Bereich jedes dritte Mitglied engagiert. Die Bandbreite der mittlerweile stark ausdifferenzierten Chorlandschaft reicht vom klassischen Männergesangverein über Gospel- und Barbershop-Chöre bis hin zu so genannten Showchoirs, die Popmusik, Elemente des Musicals und andere Vokalmusik kombinieren und mit Tanz und Bühnenchoreografie aufführen. 

Die Vielfalt und Ausdifferenzierung der Ensembles, die bei den Chören zunehmend zu beobachten ist, war schon immer auch ein Kennzeichen des instrumentalen Laienmusizierens. Die rund 1,5 Millionen Verbandsmitglieder des instrumentalen Laienmusizierens spielen in Akkordeonorchestern, Sinfonie- und Streichorchestern, Zupforchestern und Zithermusikgruppen sowie in verschiedenen kirchlichen Instrumentalgruppen. Die meisten jedoch sind in Blasorchestern und Spielmannszügen engagiert, die mit fast 80 Prozent den höchsten Mitgliederanteil unter den Verbänden des instrumentalen Laienmusizierens aufweisen.

Die Gewinnung von musikalischem Nachwuchs nimmt in den Laienverbänden mittlerweile einen hohen Stellenwert ein. Insgesamt 800.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene musizieren zurzeit in den Verbänden. Die Anzahl derjenigen, die in verbandlich organisierten Chören singen, liegt aktuell bei 380.000 oder 17 Prozent der aktiven Sängerinnen und Sänger. Etwas höher zeichnet sich dagegen die Zahl der jungen Leute ab, die in einem Verein ein Musikinstrument spielen. Über die Hälfte der aktiven Mitglieder der instrumentalen Laienmusikverbände, rund 420.000, sind im Kindes-, Jugend- oder jungen Erwachsenenalter. 

Über die Mitglieder der Verbände des instrumentalen und vokalen Laienmusizierens hinaus sind weitere Gruppen von Amateurmusikerinnen und -musikern statistisch erfassbar. Dazu zählen vor allem die Musikschüler an Musikschulen des VdM mit über einer Million Schülerinnen und Schülern sowie die jährlich rund 95.000 Teilnehmer an musikpraktischen Kursen der Volkshochschulen. Des Weiteren erhalten nach einer Hochrechnung des Deutschen Jugendinstituts 340.000 bis 450.000 der 9- bis 12-Jährigen und 500.000 bis 630.000 der 13- bis 17-Jährigen Unterricht bei Privatmusiklehrerinnen und -lehrern; hinzu kommen Schülerinnen und Schüler an privaten Musikschulen sowie Privatschüler in den Altersgruppen außerhalb der 9- bis 17-Jährigen, über die derzeit jedoch keine Daten vorliegen. Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die in Schulorchestern und chören, Bands und anderen Ensembles der allgemein bildenden Schulen musizieren, beläuft sich nach Hochrechnungen des MIZ auf insgesamt ca. 820.000.

Neues Informationsangebot zum Laienmusizieren im Internet

Die aufgeführten Daten sind Teil eines neuen Schwerpunktangebots des MIZ, das über die vielfältigen Facetten und Ausdifferenzierungen der Chor- und Ensemblelandschaft, über gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen sowie über Fördermaßnahmen und Fortbildungsangebote im Bereich des Laienmusizierens informiert. Im Zentrum des Angebots steht ein neuer Fachbeitrag, ergänzt durch zahlreiche Grafiken und statistische Zeitreihen, die eine zusätzliche Ausdifferenzierung beispielsweise nach Altersgruppen oder demografischen Merkmalen ermöglichen. Darüber hinaus werden Detailinformationen u.a. zu Fragestellungen oder Stichprobengrößen der einzelnen Untersuchungen vermittelt. Informationen zur Infrastruktur des Laienmusizierens runden das neue Angebot ab. In diesem Zusammenhang hat das MIZ ein Verzeichnis von Wettbewerben, Preisen und Stipendien im Amateurbereich erstellt, in dem allein über 200 bundesweite Fördermaßnahmen erfasst wurden. 

Erreichbar ist das neue Schwerpunktangebot zum Laienmusizieren in Deutschland unter:
http://www.miz.org/fokus_laienmusizieren.html.

(Quelle: Pressemitteilung des MIZ, 13. November 2014, www.miz.org)


25 Chöre für die Zelter-Plakette vorgeschlagen

Großes Interesse bei den Kirchenchören

Der Empfehlungsausschuss für die Verleihung der Zelter-Plakette hat für das Jahr 2015 insgesamt 25 Chöre für diese höchste Ehrung im vokalen Amateurmusikbereich vorgeschlagen. Das Gremium mit Vertretern der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC), des Deutschen Chorverbands (DCV), der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BMK) sowie der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) konnte dabei alle eingereichten Anträge mit einem positiven Votum an die zuständigen Landesministerien und schließlich an das Bundespräsidialamt weiterleiten. Sollte Bundespräsident Joachim Gauck den Empfehlungen folgen, können die vorgeschlagenen Chöre im kommenden Jahr die Ehrung entgegen nehmen. Der zentrale Festakt ist dabei traditionell Bestandteil der Tage der Chor- und Orchestermusik, die in 2015 vom 13.-15. März in der niedersächsischen Residenzstadt Celle stattfinden werden. Die für den Festakt notwendigen kostenfreien Karten können ab sofort beim Veranstalter reserviert werden (www.tagedermusik.de). 
 
Bemerkenswert war im diesjährigen Antragsverfahren der hohe Anteil der kirchlichen Chöre, die sich um eine Verleihung der Zelter-Plakette beworben haben. Mit insgesamt 19 Chören stellen der Allgemeine Cäcilienverband (ACV) sowie der Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK) das Gros der Anträge und fangen Teile des Rückgangs auf, der aufgrund des vor 100 Jahren tobenden Ersten Weltkriegs zu erwarten war. Die Zelter-Plakette ist dabei das weltliche Pendant zur Palestrina-Medaille, die im katholischen Bereich für 100-jährige kirchenmusikalische Tätigkeit verliehen wird. Die Regularien und Voraussetzungen beider Ehrungen sind weitestgehend identisch, so dass eine Auszeichnung mit der Zelter-Plakette für Trägerchöre der Palestrina-Medaille ohne einen nennenswerten zusätzlichen Aufwand zu erreichen ist. 
 
Hierzu der Generalsekretär der BDC, Simon Pickel: „Dass es aus den Jahren des Ersten Weltkriegs keine Antragsflut geben würde, war uns bewusst. Umso mehr freuen wir uns über den regen Zuspruch aus den kirchlichen Verbänden. Sowohl im katholischen als auch im evangelischen Bereich gibt es noch eine Vielzahl von Chören, die durch die Auszeichnung mit der Zelter-Plakette für ihre in unserer Gesellschaft immens wichtige Arbeit geehrt werden könnten. Ich kann diese Chöre, die zumeist viel älter sind, als die geforderten 100 Jahre, nur ermutigen, im kommenden Jahr einen Antrag zu stellen."
 
Alle Informationen zu den Voraussetzungen und zum Verfahren zur Verleihung der Zelter-Plakette sowie Antragsformulare finden sich hier.

Einladung zum Weihnachtskonzert der BDC in Stötten am Auerberg

Das ensemble mixtur stimmt mit einem heiteren bis besinnlichen Programm auf Weihnachten ein

Nach dem überwältigenden Erfolg und Zuspruch im vergangenen Jahr laden die BDC und ihre Marktoberdorfer Festivals auch im Dezember 2014 zu einem exklusiven Weihnachtskonzert ins Allgäu ein. Am 14. Dezember wird um 16 Uhr erneut das Ensemble Mixtur in der Stadtkirche in Stötten am Auerberg zu Gast sein. Das Programm kombiniert außergewöhnliche Weihnachtslieder mit nachdenklichen und humorvollen Texten sowie besinnlicher Orgelmusik. Die BDC freut sich, dass das diesjährige Weihnachtskonzert wieder von der Raiffeisenbank Südliches Ostallgäu und der Kirchengemeinde Stötten am Auerberg tatkräftig unterstützt wird. Übernachtungsmöglichkeiten in Stötten bzw. Marktoberdorf können über das CHORbüro vermittelt werden.


Reservierungen für den Festakt zur Verleihung der Zelter-Plakette möglich

Die Tage der Chor- und Orchestermusik 2015 rücken näher!

Vom 13.- 15. März 2015 finden die Tage der Chor- und Orchestermusik in der niedersächsischen Residenzstadt Celle statt. Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss dieses musikalischen Großereignisses ist wie jedes Jahr der Festakt zur Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plakette. Mit diesen höchsten Auszeichnungen ehr der Bundespräsident Chöre und Orchester, die seit mindestens 100 Jahren dafür sorgen, dass die einzigartige Tradition der Amateurmusik hierzulande stets mit Leben erfüllt wird. Umrahmt wird diese Übergabe durch den Bundespräsidenten persönlich (bei Verhinderung durch eine Stellvertretung) mit einer abwechslungsreichen und eindrucksvollen Auswahl der besten Ensembles, die Niedersachsen in diesem Bereich zu bieten hat. Für den Festakt ist eine kostenfreie Reservierung notwendig. Diese werden ab sofort entgegengenommen. Alle Informationen finden Sie hier.

 


17. Eurotreff in Wolfenbüttel

Bewerbung für junge Chöre bis 31. Januar 2015 möglich

Vom 09. bis 13. September 2015 werden sich im Rahmen des EUROTREFF bereits zum 17. Mal über 700 junge Sängerinnen und Sänger aus ganz Europa zusammen finden, um gemeinsam in Ateliers ein neues Repertoire einzustudieren und dieses in zahlreichen Konzerten zu präsentieren. Auch dieses Mal finden die Kinder,- Jugend- und Mädchenchor-Ateliers wieder unter der Leitung von international renommierten Chorleiter-Profis wie Hans de Gilde (Niederlande) und Cécile Methevet Bouchet (Frankreich) statt. Bewerbungen für Chöre mit Mitgliedern von 10 bis 26 Jahren sind noch bis 31.01.2015 möglich.

Nähere Infos zum Ablauf des internationalen Festivals und den Bewerbungs- und Anmeldemodalitäten finden Sie hier. 


Chormusikkultur und Migrationsgesellschaft

Der AMJ startet neues Untersuchungs- und Diskursprojekt

Der Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ) startete im Oktober eine Untersuchung zum Thema Chor in der Migrationsgesellschaft, in der die Auswirkungen des migrationsdemographischen Wandels insbesondere auf die Kinder- und Jugendchorszene unter die Lupe genommen werden sollen. Dabei wird nicht nur die Frage zu beantworten sein, ob Menschen mit Migrationshintergrund in der deutschen Chorlandschaft unterrepräsentiert sind und mit welchen Faktoren dies zusammenhängen könnte, sondern auch, wie sich deutsche Chöre verstärkt für ausländische Mitbürger öffnen können, um sie an der reichen Chormusiktradition in Deutschland aktiv teilhaben zu lassen. Das Untersuchungs- und Diskursprojekt "Chormusikkultur und Migationsgesellschaft" wird von Niklas Büdenbender wissenschaftlich betreut; der AMJ widmet sich innerhalb des Projekts dem Bereich Kinder- und Jugendchöre. 


Aktuelle Stellenangebote 

Hier finden Sie aktuelle Stellenanzeigen aus der Chorlandschaft

1. Der Chor Levantate Ulm sucht zum 1. März 2015 eine/n neue/n musikalischen Leiter/in. Weitere Infos finden Sie hier

2. Die W. A. Mozart Musikschule Horn und das Benediktinerstift Altenburg vergeben einen Posten als Chorleiter der Altenburger Sängerknaben und Stiftsorganist am Benediktinerstift Altenburg in Personalunion ab September 2015. Infos zu beiden Institutionen und der Ausschreibung finden Sie nachstehend: 

Musikschule HornAltenburger Sängerknaben 

Download: Stellenausschreibung Chorleitung Musikschule Horn