Musica Sacra International Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland Arbeitskreis Musik in der Jugend e.V. Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V. Pueri Cantores Verband Deutscher KonzertChöre e.V. Musica International
Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.

Umfangreiche CD-Edition mit Werken von Rudolf Mauersberger

Ehemaliger Kreuzkantor feiert 125. Geburtstag

Rudolf Mauersberger gehört sicher zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der Chorwelt des 20. Jahrhunderts. Der Chorleiter führte den Kreuzchor durch die Zeit des Dritten Reiches, ließ sich hierbei nicht vom NS-Regime vereinnahmen und war schließlich verantwortlich für die Neubelebung der Kruzianer nach Kriegsende. In der Tradition großer Knabenchor-Kantoren schuf auch Mauersberger ein umfangreiches Oevre für seinen Chor, welches Dank seiner eindringlichen musikalischen Sprache bis heute von vielen Chören aufgeführt wird. Insbesondere der "Zyklus Dresden" mit der Motette "Wie liegt die Stadt so wüst", geschrieben kurz nach dem verheerenden Bombenangriff auf Dresden, zählt ebenso wie das "Dresdner Requiem" zu den beeindruckendsten musikalischen Zeugnissen dieser Zeit.

Aus Anlass des 125. Geburtstages von Rudolf Mauersberger initiierte Gerhardt Uhle die Edition einer CD-Box mit Werken des Komponisten. Herausgegeben wurden die CDs vom Förderverein Dresdner Kreuzchor. Beteiligt sind auch eine Reihe von VDKC-Mitgliedschören.

Im Rahmen eines Festkonzertes in der Kreuzkirche Dresden zu Ehren des Komponisten und ehemaligen Kreuzkantors wurde die CD-Box am 29. Januar 2014 der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Edition ist eine interessante Anregung zur Programmgestaltung von Chören, zum Kennenlernen oder vertiefenden Beschäftigung mit dem Komponisten - nicht nur im Jubiläumsjahr.

Weitere Informationen zu Rudolf Mauersberger und zur CD-Edition mit allen Texten zu den eingespielten Werken finden Sie hier.

Das vollständige Interview mit Gerhardt Uhle aus dem CD-Booklet kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Download: Interview aus CD-Booklet

Mitsingen beim Chor-Workshop des Festivals junger Künstler Bayreuth

Zweite Auflage von Harmony International vom 3.-16. August

Nach der erfolgreichen Premiere des Chorworkshops Harmony International im vergangenen Sommer, kooperiert die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände auch im August 2014 wieder mit dem Festival junger Künstler in Bayreuth. Chöre aus Island, China und Namibia werden mit Chorsängern aus ganz Deutschland unter der bewährten Leitung des international gefragten Chorexperten Fred Sjöberg ein hochkarätiges Programm mit Werken von u.a. Eric Whitacre, Arvo Pärt und Veljo Tormis sowie Gospoels und weiteren Songs der populären Chormusik einstudieren und in drei Abschlusskonzerten zur Aufführung bringen. Darüber hinaus sind die Chöre aus aller Welt auch in eigenen Konzerten zu erleben. Die BDC freut sich, dass die Kooperation mit einem der international renommiertesten Jugendmusikfestivals fortgesetzt werden kann.

Mitsingen erwünscht - Jetzt bewerben!

Das Chorprojekt Harmony International steht im Sommer 2014 jungen Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland offen. Wer gleichzeitig mit den Wagner-Festspielen im einzigartigen Umfeld des Festivals junger Künstler gemeinsam mit den internationalen Chören an anspruchsvoller Chormusik arbeiten und in den Abschlusskonzerten auf der Bühne stehen möchte, kann sich nun bewerben. 

Neben der musikalischen Arbeit steht die Begegnung mit musikbegeisterten Jugendlichen aus aller Welt im Mittelpunkt des Festivals. Für ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm ist gesorgt, ebenso können andere Veranstaltungen des Festivals junger Künstler besucht werden.

Die Eckdaten

  • Anreise nach Bayreuth: 2. August
  • Probenphase inkl. der Abschlusskonzerte: vom 3. bis 16. August
  • Workshop-Kosten: 250 € (inkl. Unterbringung, Verpflegung, Versicherung, Rahmenprogramm)
  • Alter: bis einschließlich 27 Jahre

Weitere Information und Kontaktdaten finden Sie hier.

Nachstehend kann ein Informationsflyer zum Chorworkshop Harmony International heruntergeladen werden:

Download: Informationsflyer

BR-Klassik bald nur noch im Digitalradio?

Online-Petition zum Erhalt der UKW-Frequenz des Klassiksenders

Der Bayerische Rundfunk plant, seinen Klassiksender BR-Klassik bereits zum Jahr 2016 als reinen Digitalkanal weiterzuführen und die UKW-Frequenzen abzuschalten. Obwohl langfristig sicher das Internetradio die herkömmliche Ausstrahlung ersetzen wird, isteckt die Verbreitung des Digitalradios noch in den Kinderschuhen. Lediglich knapp 10% der Bevölkerung verfügt über eine entsprechende Technik, kurzfristig ist mit keinem signifikanten Anstieg zu rechnen. Mit der Abschaltung der UKW-Frequenzen würde der Bayerische Rundfunk es dem Großteil der Bevölkerung deutlich erschweren, einen der führenden Klassiksender in Deutschland zu empfangen.

Der Bayerische Musikrat hat nun eine Online-Petition gestartet, um die Intendanz des Bayerischen Rundfunks zu einem Umdenken zu bewegen und die Abschalt-Pläne zu beerdigen. Die Ausführliche Begründung der Petition mit allen Zahlen und Fakten sowie die Möglichkeit, die Petition zu unterzeichnen finden Sie hier:

Online-Petition: BR-Klassik muss bleiben!


Deutscher Musikrat veröffentlicht Grünbuch

Öffentliche Diskussion über den Wert der Musik

"Die Rahmenbedingungen für das Musikleben in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren verändert und in vielen Bereichen erheblich verschlechtert. Ob der überdurchschnittlich hohe Ausfall von Musikunterricht insbesondere in der Grundschule, die langen Wartelisten an öffentlichen Musikschulen durch deren unzureichende Finanzierung, der Raubbau an der kulturellen Infrastruktur zum Beispiel durch Orchesterschließungen oder Fusionen, der unzureichende Schutz des Urhebers, das wachsende Prekariat vor allem in den musikvermittelnden Berufen, die immer noch zu großen Hürden für das Bürgerschaftliche Engagement, die verpassten Chancen des digitalen Wandels oder die Handelshemmnisse für die Musikwirtschaft – die gesellschaftliche Wertzumessung für kreatives Schaffen erodiert. Diese Erosion wird noch verstärkt durch die zunehmende Ökonomisierung nahezu aller Lebensbereiche."(Quelle: Grünbuch "Was ist uns die Musik wert?")

Der Deutsche Musikrat hat nun ein Grünbuch herausgegeben, welches unter dem Titel "Was ist uns die Musik wert?" die Diskussion über eine zeitgemäße Kulturförderung unter Berücksichtigung kulturgesellschaftlicher Faktoren anregen und begleiten soll. Ausgehend von den sich verändernden Rahmenbedingungen wird der Ist-Zustand der öffentlichen Kulturförderung beleuchtet und abschließend ein Fragenkatalog entworfen, mit dem sich die Akteure in den verschiedenen Bereichen des Musiklebens in Deutschland zukünftig auseinandersetzen müssen.

Das Grünbuch "Was ist uns die Musik wert?" kann hier heruntergeladen werden:

Download: Grünbuch

Tage der Chor- und Orchestermusik 2014 erfolgreich abgeschlossen

Bundespräsident Gauck: Musik ist zuerst eine Sache der Laien und Amateure

Die Tage der Chor- und Orchestermusik 2014 fanden ihren Höhepunkt in einem Festakt, in dem Bundespräsident Joachim Gauck die ZELTER- und die PRO MUSICA-Plakette verlieh. Gleichzeitig endeten damit erfolgreich die Tage der Chor- und Orchestermusik 2014. Von Freitag an brachten rund 900 Laienmusiker die Robert-Schumann-Stadt Zwickau zum Klingen und bezauberten rund 8.000 Besucher. Das bundeszentrale Wochenende wurde von der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände (BDCO) veranstaltet.

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte in seiner Ansprache das Engagement der Laienensembles als Träger und Überlieferer der kulturellen Identität. „Musik als Sache des Volkes und der Liebhaber, das ist die Musik, wie sie in den Chören und Orchestern gemacht wird, die der Bundespräsident auszeichnet - und das ist ein sehr großer Schatz, über den wir uns alle zusammen nicht genug freuen können“. Der Bundespräsident verlieh im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ dem Domchor St. Marien Zwickau die Zelter- und dem Bandonion Orchester Dresden e.V. die Pro Musica-Plakette in Anerkennung der Verdienste und mindestens hundertjährigen Tradition.

Ernst Burgbacher, Präsident der ausrichtenden Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO), zeigte sich sehr zufrieden mit dem musikalischen Wochenende: „Die Musik und das Ehrenamt sind bedeutende Stützen unserer Gesellschaft.  Die hierfür nötige Leistung kann durch niemand anderen als den Musikvereinen in dieser Form erbracht werden und prägt Deutschland seit über hundert Jahren.“ Oberbürgermeisterin Dr. Pia Findeiß war im Zusammenhang mit der Veranstaltung vor allem davon beeindruckt, welche musikalische Vielfalt zu erleben war – und auf welch hohem künstlerischen Niveau. Sie dankte allen Beteiligten, dass Zwickau Gastgeber für die Chor- und Orchestertage sein durfte.

Die Tage der Chor- und Orchestermusik hatten am Freitagabend mit dem Auftaktkonzert in der Moritzkirche begonnen. Die rund 100 Musiker des Westsächsischen Gospelprojekts zogen die etwa 400 Besucher in ihren Bann. Auf die Podiumsdiskussion am Samstagnachmittag zum Themenkomplex „Musizieren im Alter“ folgte der ökumenische Gottesdienst im Dom, der von vier Ensembles musikalisch gestaltet wurde. Der Bürgersaal des Rathauses, in dem zunächst der Knabenchor Dresden auftrat, war bereits zum Auftakt der „Nacht der Musik“ voll besetzt. 25 Ensembles gestalteten anschließend an 12 Spielorten einen abwechslungsreichen Abend. Die Vorführung von Markneukirchener Instrumentenbauern im Robert-Schumann-Haus, Live-Musik in der historischen Straßenbahn oder eine Notenausstellung sächsischer Komponisten im Rathaus ergänzten das Angebot, welches von den Bürgerinnnen und Bürgern aus der Stadt und der Region sowie von Musikliebhabern aus der ganzen Bundesrepublik sehr gut angenommen wurde (insgesamt ca. 8.000 Besucher).

Unterstützt wurde das musikalische Großereignis von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus, sowie von der Stadt und von der Sparkasse Zwickau. Die nächsten Tage der Chor- und Orchestermusik finden vom 13. - 15. März 2015 in Celle statt.

(Quelle: www.orchesterverbaende.de)


Heribert Allen verstorben

Soeben erreichte uns die traurige Nachricht, dass das langjährige Präsidiumsmitglied der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. Heribert allen am vergangenen Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

Heribert Allen war Ehrenpräsident des VDKC und bis zuletzt ein unermüdlicher Streiter für die Interessen und die Bewahrung der Geschichte des Amateurchorwesens in Deutschland. Zahlreiche Veröffentlichungen dokumentieren sein Engagement.

Folgender Nachruf ist der Seite des BDC-Mitgliedsverbands VDKC entnommen:

Verband Deutscher KonzertChöre trauert um seinen Ehrenpräsidenten 

Heribert Allen, langjähriger Generalsekretär und Ehrenpräsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre (VDKC), ist am 20.03.2014 nach langer Krankheit und wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag verstorben.

Der Verband Deutscher KonzertChöre war sein Lebenswerk, für das er sich unermüdlich mit hohem persönlichem Engagement und unterstützt von seiner Familie eingesetzt hat. Er war die „Seele“ des VDKC.

Heribert Allen hat wesentliche Voraussetzungen geschaffen, dass sich der VDKC und die vom Verband veranstalteten Chorkonzerttage (Deutsches Chorfestival) so positiv entwickelt haben. Die problemlose Einbeziehung der Chöre aus den neuen Bundesländern wurde durch ihn wesentlich befördert. Besonders hervorzuheben ist der maßgebliche persönliche Anteil an der Schriftenreihe des VDKC – hier z. B. die „Chorsinfonik Werkkunde“. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Tagesgeschäft im VDKC trug er mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten zur Profilierung des Verbandes bei.

Die Zusammenarbeit mit Heribert Allen war durch ein hervorragendes persönliches Verhältnis zu allen Mitstreitern im VDKC und eine bei aller Professionalität sehr familiären Atmosphäre gekennzeichnet. Heribert Allen verstand es immer, auch in kritischen Situationen ausgleichend zu wirken.

Heribert Allen war Ehrenpräsident des VDKC und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Der VDKC und viele seiner langjährigen Mitstreiter verlieren einen hochgeachteten Berater und die meisten einen guten Freund.

(Quelle: www.vdkc.de)


Zwickau ist im März Bundeshauptstadt der Chor- und Orchestermusik

Bundespräsident Gauck zeichnet Dresdner und Zwickauer Amateurensembles aus

Vom 28. bis zum 30. März 2014 ist Zwickau die Bundeshauptstadt der nichtprofessionellen Musikszene Deutschlands. An diesem Wochenende finden die Tage der Chor- und Orchestermusik mit rund 800 aktiv Mitwirkenden statt. Einer der Höhepunkte ist die Verleihung der ZELTER- und der PRO MUSICA-Plakette durch Bundespräsident Joachim Gauck. Stellvertretend für alle Musikgemeinschaften, welche diese Auszeichnung in diesem Jahr auf Landesebene oder im Rahmen regionaler Veranstaltungen erhalten, werden dem Domchor St. Marien Zwickau und dem Bandonion Orchester Dresden e.V. diese höchsten Auszeichnungen auf Bundesebene verliehen.

Das Wochenende beginnt am Freitag um 20.00 Uhr mit einem Auftaktkonzert in der Moritzkirche. Das westsächsische Gospelprojekt mit seinen rund 100 Musikern im Alter von 13 bis 70 Jahren führt an diesem Abend das „Maria - Jazzoratorium“ und das „Magnificat – The groovy version of OX“ auf. Am Samstag werden die verschiedenen Facetten des Amateurmusizierens durch einen ökumenischen Gottesdienst um 16 Uhr im Dom St. Marien und die um 19.15 Uhr am Rathaus Zwickau beginnende und sich an 12 Spielorten fortsetzende "Nacht der Musik" präsentiert.

Die Robert-Schumann-Stadt Zwickau wird im Rahmen der Veranstaltung von ca. 800 Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Teilen Deutschlands zum Klingen gebracht. Neben Kammer- und Kinderchören sowie pfiffigen Damen-Ensembles werden ebenso begeisternde Akkordeon-, Blas-, Streich- und Zupforchester und viele weitere Formationen zu hören sein! Auch ein Glockenspiel aus Meißner Porzellan und die größte Geige der Welt werden die Veranstaltung bereichern. Das Programm wird den Reichtum und die Qualität der Amateurmusik in Deutschland repräsentieren und die Zuhörer auf vielfältige Art und Weise unterhalten und verzaubern.

Die Tage der Chor- und Orchestermusik finden bereits seit 1971 statt, zuletzt in Koblenz (2011), Elmshorn (2012) sowie Ulm und Neu-Ulm (2013). Ausrichter ist in diesem Jahr die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände, die das Musikwochenende gemeinsam mit der Stadt Zwickau vorbereitet. Unterstützt werden die Partner von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und der Sparkasse Zwickau.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, Karten werden nicht benötigt. Für den Festakt im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ am 30. März 2014 um 11.00 Uhr werden nummerierte Platzkarten benötigt. Diese können ab dem 15. Februar kostenfrei bei der Geschäftsstelle der Bundesvereinigung deutscher Orchesterverbände reserviert werden.

Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie unter www.tage-der-musik.de, bei der BDO-Geschäftsstelle oder unter www.zwickau.de.


Dolf Rabus verstorben

Die BDC trauert um ihren ehemaligen Vizepräsidenten

Dolf Rabus (*4. April 1946), Direktor der Marktoberdorfer Pfingsfestivals,Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf und Musica Sacra International, ist nicht mehr da, wo er immer war, mitten im Leben - genauer gesagt - im CHORleben.

Nach schwerer Krankheit ist er am 18. Dezember 2013 in Memmingen verstorben und hinterlässt eine Lücke, die niemand zu schließen vermag. Dolf Rabus war seit seiner Kindheit der Musik sehr eng verbunden. Er hat sich sein Leben lang haupt- und ehrenamtlich auf unterschiedlichen Ebenen um das musikalische Leben verdient gemacht und sich insbesondere für die Vermittlung und die leidenschaftliche Freude an der Vokal- wie auch der Instrumentalmusik aktiv eingesetzt. Als Musiker und Manager haben ihn zwei große Ziele stets bewegt: die Vermittlung der Freude, die das aktive Musizieren wie auch die Rezeption der Musik, mit sich bringt und das Zusammenbringen von Menschen durch die Musik.

Dolf Rabus war bereits als Bildungsreferent des Landesmusikrates Niedersachsen für die Entwicklung der Chorarbeit auf Landesebene verantwortlich. Nach seinem Wechsel zum Deutschen Musikrat wurde er zuständig für die Konzeption des 1. Deutschen Chorwettbewerbs. Zudem umfasste sein Aufgabenfeld Angelegenheiten des gesamten Bereichs des Laienmuszierens in Deutschland. 1984 übernahm er die Leitung der in Gründung befindlichen Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf. In der Folge setzte er all seine Kraft in den inhaltlichen und strukturellen Aufbau dieser Einrichtung und die Positionierung der Akademie im Netz der landes- und bundesweit agierenden musikalischen Ausbildungsstätten.Frühzeitig erkannte er auch die Notwendigkeit international Kontakte zu knüpfen und weltweit zu kooperieren. Aufgrund der intensiven Mitarbeit in internationalen Verbänden der Vokalmusik wie der „Internationalen Föderation für Chormusik“ (IFCM) und „Europa Cantat“ (EC) erhielt er mehr und mehr Einblick in die Chorarbeit anderer Länder und die weltweiten Strukturen. Da es in Deutschland bis dahin keine namhaften internationalen Chorwettbewerbe gab, initiierte er 1989 den Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf. Seitdem hat sich der renommierte Wettbewerb zu einer der weltweit wichtigsten Veranstaltungen seiner Art entwickelt und bringt alle zwei Jahre Chorvertreter aus der ganzen Welt im Allgäu zusammen. Grund dafür sind die zwei zentralen Anliegen des Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf: Der Wettbewerb soll einerseits die besten Chöre der Welt zusammenführen und gleichzeitig ein Fest der Begegnung, der Freude und des Austausches sein. Chöre, Chorleiter und -experten schätzen diese besondere Atmosphäre und die Möglichkeiten zur Begegnung in Marktoberdorf, wie sie bei kaum einem anderen Chorwettbewerb erlebbar sind.

1992 rief Dolf Rabus jeweils im Wechsel mit dem Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf ein weiteres Begegnungsfestival ins Leben: Musica Sacra International. Die musikalische Begegnung der Weltreligionen bringt Musiker aus den fünf großen Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus zusammen. Alle Beteiligten leben, musizieren und feiern dabei gemeinsam und oftmals entstehen dabei Freundschaften fürs Leben. Seit 2006 ist das Schulprojekt „Toleranz macht Schule“ fester Bestandteil von Musica Sacra International. Kernanliegen des Projektes ist es, Jugendlichen Wissen über die fünf Weltreligionen zu vermitteln und in ihnen dadurch einen Funken zu entzünden, der es ihnen ermöglicht, ein Gespür für und den Respekt vor anderen Kulturen zu entwickeln. „Menschen durch die Kraft der Musik zusammenbringen“ war dabei das dringendste Anliegen von Dolf Rabus. Seit Mitte der 1980er Jahre war er auf unterschiedlichen Ebenen lokal bis international in zahlreichen Organisationen und Gremien ehrenamtlich tätig, teils als berufene oder gewählte Person, teils aus eigener Initiative. In dieser Zeit gehen eine Vielzahl von Aktivitäten und strukturellen Entwicklungen der regionalen Kulturarbeit aber auch von Bedeutung für die weltweite Chorszene auf seine Initiative zurück. Wie wenige andere hat er sich um die deutsche und internationale Chorwelt, aber auch um die Kulturarbeit für das Allgäu verdient gemacht.

Als musikalischer Direktor des Internationalen Kammerchor-Wettbewerbs Marktoberdorf und des Festivals Musica Sacra International, als Leiter des Marktoberdorfer CHORbüros modfestivals, als weltweit anerkannte CHOR-Koryphäe und versierter Musikwissenschaftler, als Kulturschaffender, Künstler, Fotograf und Filmer, als CHOR-Visionär, vor allem aber, als Mensch, der niemals aufgehört hat, an das Gute zu glauben und dafür mit allen Mitteln zu kämpfen, wird er allen, die ihn kannten unvergesslich bleiben.

Die Trauerfeier für Dolf Rabus findet am 27.12.2013 um 14 Uhr in St. Martin/Memmingen statt.


Weihnachtskonzert der Extraklasse - Eintritt frei

Ehemalige Mitglieder des Windsbacher Knabenchores am 21. Dezember zu Gast in Stötten am Auerberg

Es braucht schon etwas Besonderes, um aus der Fülle an Veranstaltungen im Advent herauszustechen. Doch in diesem Jahr kann sich das Ostallgäu drei Tage vor Heilig Abend auf ein einmaliges musikalisches Erlebnis freuen:

Mit dem Ensemble miXtur kommen am 21. Dezember (17 Uhr) acht ehemalige Mitglieder des weltberühmten Windsbacher Knabenchores für ein Weihnachtskonzert nach Stötten im Auerberg in die dortige Pfarrkirche St. Peter und Paul. miXtur entführt die Konzertbesucher auf eine weihnachtliche Reise um die Welt, neben traditionellen Liedern im neuen Gewand lassen sich hierzulande eher unbekannte Kostbarkeiten aus England, Skandinavien und Amerika entdecken. Einfühlsam, aber manchmal auch mit dem nötigen Augenzwinkern präsentieren miXtur besinnliche Weihnachtslieder und kreative Arrangements moderner Christmas-Songs und bringen dabei ihre unvergleichlich schönen Stimmen und ergreifenden Interpretationen der „Windsbacher“ Schule zum Klingen.

Clemens Nicol (Bayerischer Rundfunk) und Heike Heinemann werden die musikalischen Glanzlichter von miXtur durch ausgewählte Texte unter anderem von Theodor Fontane, Erich Kästner, James Krüss sowie dem gerade verstorbenen Dieter Hildebrandt ergänzen und kontrastieren. Der Frankfurter Kantor Michael Riedel, ebenfalls ehemaliger „Windsbacher“, rundet das Programm mit virtuosen Improvisationen an der Orgel ab.

Der Eintritt zum Konzert von miXtur ist frei. Um Spenden wird gebeten, diese kommen neben den Künstlern auch der Arbeit der Gemeinde St. Peter und Paul in Stötten am Auerberg zu Gute.

Veranstalter des Konzertes ist die seit 2011 in Marktoberdorf ansässige Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC). Der bundesweite Dachverband ist Bindeglied zwischen sechs nationalen Chorverbänden und zugleich Schnittstelle zur Politik. Die BDC ist weiterhin Trägerin der Marktoberdorfer Festivals „Internationaler Kammerchor-Wettbewerb“ und „Musica Sacra International“ und macht die kleine Stadt im Allgäu damit zur Chorhauptstadt Deutschlands.

Weitere Informationen zum Ensemble miXtur unter www.ensemble-mixtur.de

Konzertflyer zum Downloaden und Weiterversenden

VDKC will deutsche Amateurchöre als immaterielles Kulturerbe bei der UNESCO schützen lassen

BDC unterstützt Antrag 

Der Verband Deutscher KonzertChöre (VDKC) hat auf seiner Jahresvorstandstagung beschlossen, die "Pflege der Chormusik in deutschen Amateurchören" als Antrag zum Schutz des immateriellen Kulturerbes einzubringen. Das entsprechende UNESCO-Abkommen ist 2003 beschlossen worden und seit 2006 in Kraft. 2013 trat auch Deutschland bei; gegenwärtig läuft die erste Bewerbungsrunde. Der von Präsident Prof. Ekkehard Klemm und Generalsekretär Ralf Schöne vorbereitete Antrag wird von der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) ausdrücklich unterstützt. In der BDC sind z. Zt. ca. 784.000 aktive Mitglieder registriert, im Deutschen Chorverband (DCV) weitere 630.000. Mit Prof. Dr. Martin Petzoldt, dem Präsidenten der Neuen Bachgesellschaft und Prof. Dr. h.c. Hartmut Haenchen, dem international renommierten Dirigenten stehen zwei prominente Fürsprecher als Gutachter zur Verfügung. Beide haben durch ihre Tätigkeit einschlägige Erfahrungen und betonen in ihren Stellungnahmen, dass das vitale und weltweit bewunderte deutsche Musikleben ohne die reiche Chorszene gerade im Amateurbereich, in den Kirchenchören, Kantoreien, Kinder- und Jugendchören undenkbar wäre. Ekkehard Klemm, Dirigent, Rektor der Dresdner Musikhochschule und Künstlerischer Leiter der Singakademie Dresden sieht die deutsche Chortradition als eines der lebendigsten Beispiele dessen, was die UNESCO durch die neue Konvention schützen will. Sie sei eine seit Generationen bestehende Tradition, die Gemeinschaft und Identität stiftet, durch ständige kreative Aneignung weitergegeben wird und integrativ im besten Sinne wirkt. Die beeindruckende Zahl von geschätzten ca. 60.000 in Verbänden organisierten Chören vom Kind bis zum Senior, von der Liebhaberin des Volkslieds bis hin zum Fan ambitionierter A-cappella-Literatur oder der Chorsinfonik, vom Gospelsänger bis zur Migrantin erfülle in hohem Maße die Anforderungen der UNESCO-Vereinbarung. Als Verband leistungsstarker Konzertchöre sieht sich der VDKC deshalb in der Pflicht, die Initiative zu ergreifen.

In den UNESCO-Statuten wird gefordert, dass die ausübenden Mitglieder der jeweiligen kulturellen Tradition über den Antrag informiert sind. Dies ist bei über 2 Millionen Sängerinnen und Sängern nicht anders möglich als über eine Offensive in den öffentlichen Medien.

Weitere Informationan auch unter www.vdkc.de


10 Forderungen an eine neue Bundesregierung

Kulturrat fordert zur Festlegung von kulturpolitischen Zielen im Koalitionsvertrag auf

Der Deutsche Kulturrat hat in seiner Mitgliederversammlung am 26. Oktober in Berlin einen vom Sprecherrat ausgearbeiteten Katalog mit kulturpolitischen Forderungen an eine neue Bundesregierung verabschiedet. Die wohl wichtigste Aspekt hierbei ist die schon seit langen Jahren vorgebrachte und bisher nie umgesetzte Forderung nach der Schaffung eines Bundeskulturministeriums, welches der Kulturpolitik in Deutschland eine dringend nötige Aufwertung zu Teil werden ließe. Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände, Mitglied der Sektion Musik des Deutschen Kulturrats, unterstützt die zukunftsorientierte Resolution des Deutschen Kulturrats, welche die zukünftige Regierung auffordert, im Koalitionsvertrag verbindlich festzulegen...

  1. dass sie die "UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" als Richtschnur der nationalen, europäischen und internationalen Kulturpolitik festlegen.
      
  2. dass sie die kulturelle Infrastruktur sichern. Die kulturelle Bildung, einschließlich der Medienbildung, muss als eigenständiges Aufgabenfeld im Koalitionsvertrag verankert und durch adäquate Maßnahmen gefördert werden.
      
  3. dass sie einen kooperativen Kultur- und Bildungsföderalismus etablieren und ein Kooperationsgebot von Bund und Ländern im Bildungs- und Kulturbereich grundgesetzlich absichern.
      
  4. dass sie den Eigenwert Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik festschreiben und einer Instrumentalisierung dieses Politikfeldes entgegentreten.
      
  5. dass bei den laufenden Verhandlungen zum Freihandelsabkommen EU-USA die "UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" konsequente Anwendung findet. 
      
  6. dass sie sich darin eindeutig und unmissverständlich zur Stärkung des Künstlersozialversicherungsgesetzes und seiner Durchsetzung verpflichten.  
      
  7. dass kreative Leistungen als geistiges Eigentum geachtet, geschützt und bei Nutzung eines Werks vergütet werden müssen.
      
  8. dass sie sich im europäischen und internationalen Kontext für einen starken Datenschutz einsetzen. 
      
  9. dass sie eine grundlegenden Finanzreform umsetzen, die sowohl die Länder als auch die Kommunen in die Lage versetzen, ihren Aufgaben in der Kulturfinanzierung nachkommen zu können, die kulturelle Infrastruktur zu sichern und auszubauen.
       
  10. dass sie ein Bundeskulturministerium einrichten, in dem die Bundeskulturpolitik, die Kulturpolitik im europäischen Kontext, die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, die Kulturwirtschaftspolitik sowie die Politik für digitale Medien gebündelt werden.    

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagt: "Wir erwarten von den Parteien, die die neue Bundesregierung bilden wollen, ein deutliches Votum zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Künstler, Kultureinrichtungen und Kulturwirtschaft im Koalitionsvertrag. Das gerade in Ausarbeitung begriffene Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA bedroht die kulturelle Vielfalt in Europa fundamental. Wir erwarten, dass sich die neue Bundesregierung bei diesen Verhandlungen für einen umfassenden Schutz der europäischen Kultur einsetzt und nicht weiterhin nur die Interessen der Automobilindustrie vertritt. Wir erwarten, dass die neue Bundesregierung die Künstlersozialversicherung durch eine sofortige Erhöhung des Bundeszuschusses stabilisiert, damit die Künstler nicht weiterhin um ihre soziale Absicherung bangen müssen. Und wir erwarten, dass die Menschen in Deutschland nicht länger durch die hemmungslose Datenweitergabe und -speicherung in ihren Grundrechten verletzt werden."