Musica Sacra International Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf Chor- und Musikverband Achordas Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland Arbeitskreis Musik in der Jugend e.V. Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V. Pueri Cantores Verband Deutscher KonzertChöre e.V. Musica International
Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.

Jetzt: Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V.

BDC und BDO sind jetzt des Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. – aus den beiden Dachverbänden des vokalen und des instrumentalen Amateurmusizierens ist ein gemeinsamer Dachverband der Amateurmusik geworden. Er vertritt rund drei Millionen Aktive in 100.000 Ensembles. Ein Logo sowie die Website des neuen Verbands werden derzeit noch erarbeitet. Bis dahin sind die entscheidenden Informationen auf den beiden bisherigen Webseiten von BDC und BDO zu finden. 

Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orcherster e.V. ist Benjamin Strasser MdB, Vizepräsidenten sind KMD Christian Finke und Heiko Schulze. Und das sind die insgesamt 20 Mitgliedsverbände in alphabetischer Reihenfolge:

Im Fachbereich Chor

Im Fachbereich Orchester:


Festivalbüro in neue Räume umgezogen

Gleich nach Wettbewerbsschluss stand das nächste Projekt in Marktoberdorf an. Wenn auch ein vergleichsweise kleines: Das Büro ist umgezogen. Nur 250 Meter weiter Richtung Rathaus, zwischen Martinsapotheke und Heimatmuseum gelegen, beherbergen nun frisch renovierte Räume das vierköpfige Team. Das hat übrigens den Umzug ganz allein abgewickelt, ausgerechnet in der heißesten Woche des Jahres bei um die 30° Celsius. Die neue Anschrift lautet: MODfestivals e.V., Kemptener Straße 4a, 87616 Marktoberdorf. Telefon- und Mail-Kontakte sind unverändert.


Erstklassiges Niveau beim Internationalen Kammerchor-Wettbewerb in Marktoberdorf

Philippinische Chöre auf den vordersten Plätzen

Beim diesjährigen Pfingstfestival im Allgäu trafen sich 14 Chöre aus zehn Ländern und drei Kontintenten und sangen nach einhelliger Meinung von Jury und Beobachtern auf außerordentlich hohem Niveau. Den ersten Preis erhielt der Universitätschor aus Los Baños, 70km südlich von Manila (Foto). Im Ranking folgen auf Platz 2 Imusicapella (Imus, ebenfalls Philippinen) sowie New Dublin Voices (Dublin, Irland) auf Platz 3. Die vollständige Ergebnisliste und Sonderpreise hier.

Neben dem herausragenden Abschneiden der philippinischen Chöre fiel auf, dass alle Teilnehmer sich in der zweiten Wettbewerbsrunde noch weiter steigern konnten. Nachdem Pflichtwerk (Johann Hermann Schein: Die mit Tränen säen) und Epochenvorgaben erledigt waren, kam in der "Kür" fast ausschließlich Literatur des 21. Jahrhunderts zu Gehör – eindeutig Trend in der weltweiten Chorszene! Bemerkenswert auch, dass des Öfteren Jazzharmonien im ansonsten ja klar "klassisch" geprägten Programm zu vernehmen waren sowie Lautimitationen des Waldes (der dann in Asien auch eindeutig anders klingt als in Europa). Durchaus kritisch hinterfragte der Juryvorsitzende Georg Grün, ob die Globalisierung zeitgenössische Chorkompositionen nicht irgendwie "alle gleich" macht. Immerhin stellte er zufrieden fest, dass im Wettbewerb weniger aus früher choreografiert und getanzt wird; das Singen steht ohne Zweifel im Mittelpunkt. Zum Trends-Hören, zum Musik-Genießen, zum Kontakte-Knüpfen und -Pflegen, zum fröhlichen Feiern waren die Pfingsttage in Marktoberdorf einmal mehr ein Gewinn. Man darf sich schon aufs nächste Mal freuen: vom 21. bis 26. Mai 2021.


Startschuss TCOM 2020: Dessau-Roßlau freut sich auf die Tage der Chor- und Orchestermusik im kommenden Frühjahr

Mit der Enthüllung der Hinweistafel am Dessauer Rathaus gab Oberbürgermeister Peter Kuras das Startsignal für die Vorbereitung des dreitägigen Festes der Amateurmusik in 2020. Vom 20. bis 22. März erwartet die Welterbe-Stadt in Sachsen-Anhalt rund 1.000 Mitwirkende. Bis zum 9. September 2019 können sich interessierte Chöre und Orchester jeglicher Couleur melden, die dabei sein und die Veranstaltung z.B. mit einem 30-Minuten-Konzert bei der  "Nacht der Musik" bereichern möchten. Alle Infos zum Mitmachen stehen unter www.tcom2020.de bereit. 


Deutschland bekommt einen Bundesjugendchor

Im Jahr 2020 entsteht ein Bundesjugendchor. Damit wird eine Idee und Initiative der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (jetzt: Bundesmusikverband Chor & Orchester) aus dem Jahr 2011 nach mehrjähriger Denkpause schlussendlich realisiert. Das Ensemble ist der nationale Auswahlchor jugendlicher Sängerinnen und Sänger und wird, grundfinanziert aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums, in Trägerschaft des Deutschen Musikrates gegründet. Das teilte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey persönlich am 27. April 2019 mit (Foto: Jens Gerber, mit DMR-Präsident Prof. Martin Maria Krüger). Alle deutschen Chorverbände unterstützen das Projekt.

Der Bundesjugendchor versteht sich als Exzellenzensemble mit höchstem Qualitätsanspruch. Er steht rund 50 interessierten Sängerinnen und Sängern im Alter von 16 bis 26 Jahren aus allen Landesteilen offen, die ein bundesweites Vorsingen erfolgreich absolvieren. Der Bundesjugendchor kommt mehrmals im Jahr zu Arbeitsphasen zusammen. Ein Beirat mit Chorexperten sowie Vertretern aller Chorverbände begleitet seine Arbeit und bestellt auch die künstlerische Leitung des Ensembles.


Bundespräsident verleiht 111 Zelter-Plaketten

In diesem Jahr hat der Bundespräsident 111 Chöre, die seit 100 Jahren ununterbrochen singen, mit der Zelter-Plakette ausgezeichnet. Die erste davon wurde am 31. März 2019 in einem Festakt an den MGV Queienfeld-Wolfmannshausen überreicht. In Vertretung des Bundespräsidenten nahm die Zeremonie der Ministerpräsident des Freistaats Thüringen vor.

Das Ranking der Bundesländer führt Baden-Württemberg an, dorthin gehen Zelter-Plaketten an 36 Chöre. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 23, Bayern mit 15 und Hessen mit zwölf entsprechend ausgezeichneten Chören. Sieben Plaketten gehen nach Rheinland-Pfalz, fünf nach Niedersachsen, vier nach Sachsen-Anhalt, drei nach Schleswig-Holstein, zwei nach Hamburg und je eine nach Brandenburg, ins Saarland und noch einmal nach Thüringen. Berlin, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern gehen in diesem Jahr leer aus. Die Liste aller Empfänger steht hier zum Download bereit (pdf, 3 Seiten, 86kB).

Sortiert man nach den Verbänden, in denen die Chöre organisiert sind, ergeben sich 65 Auszeichnungen an Chöre im Deutschen Chorverband (DCV), sieben an Landeschorverbände ohne bundesweites Dach, sechs an die Arbeitsgemeinschaft Freier Chorverbände (AGFC) in Bayern und Schleswig-Holstein sowie zwei an den Verband Deutscher KonzertChöre (VDKC). Außerdem erhalten 24 Chöre des katholischen Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV) die Zelter-Plakette und fünf aus dem Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK). Zwei weitere ausgezeichnete Chöre haben keine Verbandsbindung.

Im Jahr 2019 ist die Zahl der Zelter-Plaketten im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren wieder deutlich angestiegen. Neben der Würdigung des musikalischen Schaffens sind die Verleihungen auch ein Spiegel der deutschen Gesellschaft – immer um 100 Jahre versetzt. Die Statistik zeigt den lang anhaltenden Boom des Chorsingens und der Vereinsgründungen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein leichtes Abebben nach der Jahrtausendwende. Sie macht zugleich auch deutlich, wo Kriegs- und Krisenzeiten deutlich weniger Raum ließen für das Singen und die Gründung neuer Chöre: Die Delle zwischen 1966 und 1971 dürfte Wirkung der deutschen Einigungskriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich 100 Jahre zuvor sein. Und das Tal der Jahre 2014 bis 2018 spiegelt entsprechend leicht erkennbar den Ersten Weltkrieg wider. 

Die 111 Plaketten des Jahres 2019 summieren die Gesamtzahl der seit dem Beginn 1957 durch den jeweiligen Bundespräsidenten verliehenen Zelter-Plaketten auf genau 11.550. (Foto oben: Bernd Seydel)


Freudestrahlendes Musikfest in Gotha 

Drei Tage voller Musik und fröhlicher Gesichter: Die Tage der Chor- und Orchestermusik am letzten März-Wochenende haben dem Publikum, den beteiligten Ensembles und den Organisatoren viel Spaß gemacht.

Der thüringische Ministerpräsident fasst das für sich sehr treffend zusammen: "Es war mir eine große Freude, dabei sein zu dürfen. Soviel engagierte Musiker und eine Stadt voller Klang und Musik!", postete er bei Facebook. Hier gibt es einen kurzen Rückblick auf die einzelnen Veranstaltungen und Links zu den Bildergalerien, die das bunte Geschehen und die schöne Atmosphäre wiedergeben. (Foto oben: Rebecca Kraemer)


Neuer Dachverband Amateurmusik gegründet

BDC und BDO haben sich zusammengeschlossen und bilden nun einen großen Dachverband der Amateurmusik in Deutschland. In dem neuen "Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V." haben Politik und Kulturinstitutionen einen zentralen Ansprechpartner für die Themen des Amateurmusizierens.

Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) und die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) haben sich nach einer mehrjährigen Phase enger Kooperation nun zu einem großen Dachverband der Amateurmusik zusammengeschlossen. Seine Mitglieder sind insgesamt 20 sehr unterschiedliche Bundesfachverbände des vokalen und instrumentalen Musizierens, darunter so große Verbände wie der Deutsche Chorverband (DCV) oder die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV). Insgesamt vertritt der neue Bundesmusikverband Chor & Orchester gut 3 Mio. Aktive in 100.000 Ensembles in Deutschland.

Mit Benjamin Strasser MdB (Foto Mitte) wurde in der Gründungsversammlung am 29. März 2019 in Gotha ein Vertreter der jungen Generation zum Präsidenten gewählt. Der 32-jährige Jurist und Innenpolitiker singt selbst im Kirchenchor seiner Heimatgemeinde Berg (Kreis Ravensburg) mit und spielt Violine. Strasser stellt das Gemeinsame von „Chor“ und „Orchester“ in den Vordergrund: „Ich möchte die vielen Millionen Menschen in Deutschland, die in ihrer Freizeit Musik machen, im Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit sichtbar machen und stärken. Die Amateurmusikerinnen und Amateurmusiker sind in kultureller ebenso wie in sozialer Hinsicht ein unverzichtbarer Baustein unserer Gesellschaft. Das gilt für Chöre, Orchester und Musikvereine gleichermaßen.“ 

Vizepräsidenten des neuen Verbandes sind KMD Christian Finke (Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland, CEK, Foto links) und Heiko Schulze (BDMV, rechts). Die vormaligen Geschäftsstellen von BDO und BDC in Trossingen und Berlin führt der Bundesmusikverband weiter. An beiden Standorten sind insgesamt neun hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Interessenvertretung der Amateurmusik nach außen und der Vernetzung der Mitgliedsverbände untereinander beschäftigt. Außerdem steht der Bundesmusikverband hinter Veranstaltungen wie den Tagen der Chor- und Orchestermusik, dem Deutschen Musiktreffen 60plus, dem Bundeswettbewerb Auswahlorchester oder dem Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf, er führt das Antragsverfahren der Zelter-Plaketten und der Pro-Musica-Plaketten durch und ist Programmpartner bei „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. (Fotos: Lutz Ebhardt)


Neuer Zusammenschluss weltlicher Chorverbände auf Bundesebene

„Arbeitsgemeinschaft Freier Chorverbände“ in die Bundesvereinigung aufgenommen

Mit dem Ziel, ihre gemeinsamen Interessen zu bündeln und gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu vertreten, sich im öffentlichen Musikleben zu vernetzen und mit Rahmenverträgen Sonderkonditionen bei Dienstleistern wie GEMA oder Versicherungen zu erwirken, haben sich Ende November vier regionale Chorverbände zusammengeschlossen, die keiner bundesweiten Organisation angehören. Der Bayerische Sängerbund e.V., der Chorverband Bayerisch-Schwaben e.V., der Chorverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. und der SSH Sängerbund Schleswig-Holstein e.V. bilden nun die Arbeitsgemeinschaft Freier Chorverbände (AG-FC) und laden weitere Verbände ohne Bundespräsenz zum Mitmachen ein. Erster und zweiter Vorsitzender sind Jürgen Schwarz, Marktoberdorf, und Bernd Küpperbusch, Neuendorf bei Elmshorn. 

Eine der ersten Maßnahmen der AG-FC war der Beitritt zur BDC, in der sich die bundesdeutsche Chorszene abbildet und in der Vernetzung und Vertretung der Chorverbände stattfinden. „Wir verstehen uns als übergreifendes, bundesweites Forum der Chormusik in Deutschland. Die Verbände der neuen Arbeitsgemeinschaft gehören selbstverständlich dazu,“ begründet BDC-Präsident Christian Finke das einstimmige Votum der bisher sieben BDC-Mitgliedsverbände für die Aufnahme. Zusammen mit ihrem neuen Mitglied repräsentiert die BDC nun direkt 42.000 Chöre mit gut 900.000 aktiven Sängerinnen und Sängern.


Fördergelder für Musikprojekte mit Kindern

Drei weitere Antragstermine für Bundesmittel im Jahr 2019

Im Rahmen des Förderprogramms Musik für alle! von BDC und BDO stehen im Jahr 2019 wiederum rund eine Million Euro für musikalische Projekte mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Die Mittel werden in drei Runden bewilligt; Antragstermine dafür sind

  • 14. Januar 2019 (für Projekte ab 1. März 2019)
  • 13. Mai 2019 (für Projekte ab 1. Juli 2019)
  • 9. September 2019 (für Projekte ab 1. November 2019)

Jeweils im Anschluss sichtet und bewertet eine Fachjury die Projektideen. Deren Vorsitzender Matthias Balzer, Präsident des Deutschen Chorverbands Pueri Cantores und Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände, verdeutlicht: „Nicht wenige Kinder und Jugendliche kommen durch ‚Musik für alle!‘ erstmals mit Musikinstrumenten in Berührung oder lernen, sich beim Singen selbst musikalisch auszudrücken. Und weil zu den meisten Projekten auch eine Aufführung gehört, nehmen das dann auch Familie, Freunde und Öffentlichkeit wahr.“ Eine besondere Chance liegt in der nachhaltigen Wirkung. Balzer ermuntert Musikvereine und Chöre, die Projekte durchführen, die daraus entstandenen Kontakte zu nutzen und auch danach weiter mit den neu gewonnenen Kindern und Jugendlichen zu musizieren. „So profitieren alle auch langfristig von ‚Musik für alle!‘.“

Alle Infos zum Förderprogramm finden sich hier. Das Projektbüro berät und begleitet Interessierte von der ersten Ideenskizze bis zur Beantragung.


Im Kino: Doku zur menschlichen Stimme

Der Film "Der Klang der Stimme" erzählt von vier Menschen, die mit Leidenschaft die Grenzen der menschlichen Stimme neu ausloten. Andreas Schaerer experimentiert mit seiner Stimme, um Klänge zu finden, die ihn bei seinen Live-Auftritten verwandeln. Die Sopranistin Regula Mühlemann sucht den perfekten 360-Grad-Rundum-Klang, der frei im ganzen Raum schwebt. Matthias Echternach forscht mit ausgeklügelten wissenschaftlichen Methoden nach dem physiologischen Geheimnis der menschlichen Stimme. Und Miriam Helle begleitet mit unkonventionellen Klängen Menschen auf dem Weg zu sich selbst. – Vier ebenso unterschiedliche wie ungewöhnliche Annäherungen an das "Basisinstrument", das jedem von Geburt an mitgegeben ist. Der Film aus der Schweiz ist nicht nur unterhaltend, sondern fokussiert das Singen und Mit-der-Stimme-Arbeiten in einzigartiger Weise. Die BDC ist Kooperationspartner des Streifens in Deutschland.

Kinostart war am 1. November 2018. Wer den Film gemeinsam mit anderen ansehen möchte, erhält im Kino Sonderkonditionen: Zwölf Tickets zum Preis von zehn, was einem Nachlass von 17% entspricht. Und für noch größere Gruppen, etwa den ganzen Chor, kann sogar eine eigene Vorstellung organisiert werden.


Parlamentarischer Abend mit Staatsministerin Grütters in Berlin

„Die Amateurmusik ist mir wirklich ein Herzensanliegen“, bekannte Prof. Monika Grütters beim parlamentarischen Abend am 9. Oktober in der Bundeshauptstadt, „... nicht zuletzt deshalb, weil sie es schafft, Menschen zusammenzubringen.“ Die Dachverbände BDMV (Blas- und Spielleutemusik), BDO (Orchester) und BDC (Chöre) hatten gemeinsam Bundestagsabgeordnete und Verbandsvertreter zum Gedankenaustausch in die bayrische Landesvertretung eingeladen. Bei musikalischen Kostproben und kulinarischen Kleinigkeiten gab es jede Menge gute Laune, Begegnungen und Gespräche zwischen Politik und Musik. Auch hier brachte sie also erkennbar erfolgreich Menschen zusammen. (Fotos 1, 3, 4: Frank Ossenbrink, Foto 2: ND, komplette Bildergalerie)

In ihrem Redebeitrag bezeichnete die Staatsministerin für Kultur und Medien die vielen tausend Amateurorchester, -chöre und -ensembles als wichtiges Bindeglied unserer Gesellschaft, die zugleich die „kulturelle Grundversorgung“ in Deutschland sicherstellten. Trotz der Kulturhoheit der Länder hat der Bund, so Grütters, doch die Verantwortung für die Rahmenbedingungen dieses Musizierens und dafür, die Amateurmusik und ihre rund 14 Millionen Aktiven ins öffentliche und politische Bewusstsein zu bringen. Darum finanziert er einzelne herausgehobene Projekte wie beispielsweise die Tage der Chor- und Orchestermusik. Grütters verwies auch auf die Kulturstiftung des Bundes als (Ko-) Finanzierer für ausgewählte Kulturarbeit insbesondere in ländlichen Räumen.

Kunst und Musik verändern sich, führte Monika Grütters weiter aus, und mit ihr die Bedürfnisse der Menschen. Sie ermunterte die Verbände der Amateurmusik, noch stärker zusammenzuarbeiten. Daran knüpfte Ernst Burgbacher, amtierender Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände, nahtlos an und kündigte an, dass die gute Kooperation von BDC und BDO demnächst in die Gründung eines neuen, gemeinsamen Dachverbands der Amateurmusik münden werde, der gerne Ansprechpartner für Politik und Öffentlichkeit in Sachen Chor- und Orchestermusik ist.


Förderprogramm für Chöre und Orchester gestartet

5 Mio. Euro aus "Kultur macht stark" für vokale und instrumentale Musikprojekte

Für das millionenschwere Förderprogramm „Musik für alle!“ von BDO und BDC ist der Startschuss gefallen. Die Online-Datenbank, in der die Förderanträge gestellt werden, wurde soeben live geschaltet. Die Frist für die erste von drei Antragsrunden dieses Jahres endet bereits am 15. März, so dass die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Programms zum 1. Mai 2018 mit dem Musikmachen beginnen können.

Unter dem Namen „Musik für alle!“ realisieren die beiden großen Dachverbände des Amateurmusizierens in Deutschland das Programm gemeinsam. Die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände e.V. (BDO) und die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) wollen damit Kindern und Jugendlichen den Zugang zu kultureller Bildung ermöglichen, indem diese mit dem Erlernen eines Instrumentes oder durch das gemeinschaftliche Singen die Freude am Musizieren entdecken. Dafür stehen bis 2022 fünf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. „Musik für alle!“ ist Teil des umfassenden Programms „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ des Bundesbildungsministeriums.

Informationsbroschüre erschienen

Ein neu entwickeltes Booklet macht mit anschaulichen Grafiken deutlich, welche Aktivitäten im Einzelnen gefördert werden können, was im Vorfeld zu beachten ist und welche Hilfestellungen es gibt. Das 24-seitige Heft ist in den Geschäftsstellen von BDC und BDO erhältlich und steht auch online zum Download bereit.