Musica Sacra International Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf Chor- und Musikverband Achordas Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland Arbeitskreis Musik in der Jugend e.V. Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V. Pueri Cantores Verband Deutscher KonzertChöre e.V. Musica International
Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.

Richtlinien


§ 1 Zweck

1.   Der Titel „Chordirektor BDC“ (bis September 2012: „Chordirektor ADC“) wird als Auszeichnung für hervorragende künstlerische Leistungen im Bereich der Chorleitung von der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) verliehen.

Wird der Titel von einer Frau erworben und werden Funktionen von Frauen ausgeübt, so gelten der Titel und die jeweilige Funktionsbezeich­nung in weiblicher Form.

2.   Der Titel kann nur Chorleitern verliehen werden, die persönlich oder deren Chor einer der folgenden Mitgliedsorganisationen der BDC sowie dem Deutschen Chorverband (DCV) angehören:

  • Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV)
  • Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ)
  • Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK)
  • Internationaler Arbeitskreis für Musik (IAM)
  • Verband Deutscher KonzertChöre (VDKC)

§ 2 Bedingungen für die Verleihung

1.   Der Titel „Chordirektor BDC“ wird an Chorleiter verliehen, die in der Regel eine zehnjährige erfolgreiche Tätigkeit nachweisen und innerhalb dieses Zeitraums durch regelmäßige öffentliche Aufführungen hinsichtlich Programmgestaltung, Einstudierung und Interpretation überdurchschnitt­liche Leistungen erzielt haben.

2.   Als überdurchschnittliche Leistungen sind anzusehen:

a)   Programme, die der Spezifik der Chorbesetzung entsprechen (vgl. Kategorien des Deutschen Chorwettbewerbs) und anspruchsvolle a cap­pella-Werke und/oder instrumental begleitete Kompositionen enthalten. Dabei sollte das zeitgenössische Musikschaffen einen angemessenen Anteil haben.

b)   Einstudierungen, welche die besondere Qualität des Bewerbers als Chorerzieher nachweisen, und profilierte Interpretationen, die der Stilistik der Werke gerecht werden.

3.   Die entsprechenden Leistungen sind in der Regel in einem öffentlichen Konzert nachzuweisen, das ein von der Prüfungskommission benannter Gut­achter besucht.

4.   Ist das öffentliche Konzert ein Gemeinschaftskonzert, dann muss die Leistung des Chores des Bewerbers deutlich erkennbar und bewertbar sein. Der überwiegende Anteil des Programms muss vom Chor des Bewerbers ge­staltet werden.

§ 3 Antrag auf Verleihung

1.   Den Antrag auf Verleihung des Titels „Chordirektor BDC“ stellt der Bewerber selbst oder ein Dritter für ihn schriftlich über eine der Mitglieds­organisationen, bzw. den Deutschen Chorverband an die BDC. Im Falle der Bewerbung durch einen Dritten muss die Einverständniserklärung des Bewerbers vorliegen.

2.   Dem Antrag sind beizufügen:

a)   Lebenslauf;

b)   Angaben über die musikalische Ausbildung und die Chorleitertätigkeit des Bewerbers; ggf. Zeugnisse und Referenzen in Form von beglaubigten Foto­kopien;

c)   Nachweise über den Zeitraum der Chorleitertätigkeit und Programme von öffentlichen Aufführungen;

d)  Programm und Termin der nächsten Aufführung von Chorwerken.

3.   Zur Vorbereitung der öffentlichen Aufführung nach § 2 Abs. 3 und 4 steht maximal ein Jahr zur Verfügung.

§ 4 Prüfungskommission

1.   Über die Zuerkennung des Titels „Chordirektor BDC“ entscheidet eine Prüfungskommission, die aus sieben Chorfachleuten besteht, von denen min­destens fünf den Mitgliedsorganisationen der BDC angehören müssen.

2.   Der Vorsitzende und die Mitglieder der Prüfungskommission werden vom Präsidium der BDC berufen.

§ 5 Prüfungsverfahren

1.   Das Prüfungsverfahren ist wie folgt festgelegt:

a)   Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände stellt fest, ob die unter § 3 geforderten Unterlagen vollständig vorliegen und für die Durchführung des Verfahrens ausreichen und leitet die Unterlagen an den Vorsitzenden der Prüfungskommission weiter.

b)   Der Vorsitzende der Prüfungskommission beurteilt, ob der Bewerber die unter § 2 genannten Bedingungen erfüllen kann und ob die Bewerbung angenommen wird.

c)   Der Vorsitzende der Prüfungskommission beauftragt in der Regel einen Sachverständigen, der die vom Bewerber vorgeschlagene öffentliche Aufführung anonym besucht und für die Prü­fungskommission ein Gutachten erstellt, das nur der Prüfungskommission schriftlich vorgelegt wird.

d)  Die Prüfungskommission berät und entscheidet darüber, ob der Titel „Chordirektor BDC“ zuer­kannt wird.

e) Der Bewerber wird über die Geschäftsstelle der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. über das Ergebnis des Prüfungsverfahrens informiert.

§ 6 Ergebnis des Prüfungsverfahrens

1.  

a) Wird der Titel „Chordirektor BDC“ dem Bewerber zuerkannt, erhält er eine Urkunde, die vom Präsidenten der BDC und dem Vorsitzenden der Prüfungskommission unterzeichnet ist.

b) Der Bewerber  bemüht sich um einen würdevollen Rahmen, bei dem Urkunde überreicht wird. Die Geschäftsstelle wird vom Bewerber über diesen Rahmen informiert und entsprechende Pressemitteilungen und Bildmaterial werden ihr zur kostenfrei und mit allen Rechten zur Weiterverwertung zur Verfügung gestellt.

2.   Findet die Bewerbung um den Titel keine Zustimmung, werden die Gründe dem Bewerber mitgeteilt. Eine zweite Bewerbung kann frühes­tens nach zwei Jahren eingereicht werden.

3.   Das Ergebnis des Prüfungsverfahrens wird den Mitgliedsverbänden der BDC mitgeteilt. Es ist nicht anfechtbar.

§ 7 Kosten

Für das Prüfungsverfahren wird eine Verwaltungsgebühr von € 200,- erho­ben. € 50,- davon sind bei der Antragstellung fällig;  € 150,- werden bei Annahme der Bewerbung in Rechnung gestellt. Die Kosten sind nicht erstattungsfähig.

§ 8 Inkrafttreten

Diese Richtlinien treten mit Wirkung vom 26.09.2012 in Kraft. Sie ersetzen die Bestimmungen vom 01.04.1999.


Bei Fragen zu dem in den festgelegten Richtlinien Verfahren wenden Sie sich bitte an das CHORbüro.