Musica Sacra International Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf Chor- und Musikverband Achordas Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland Arbeitskreis Musik in der Jugend e.V. Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V. Pueri Cantores Verband Deutscher KonzertChöre e.V. Musica International
Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.

Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.

Satzung

(Stand: 09/2012)

§ 1 Name, Gründung, Geschäftsjahr

  1. Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) ist der Zusammenschluss von Chorverbänden und Verbänden verwandter Bereiche in der Bundesrepublik Deutschland. Die BDC versteht sich als übergreifende Interessenvertretung der Belange des Chorwesens in der Bundesrepublik Deutschland.

  2. Die BDC wurde am 21. Mai 1952 in Bielefeld als Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände gegründet. Am 12. November 1994 wurde sie in Wolfenbüttel als eingetragener Verein konstituiert. Am 26. September 2012 erfolgte die Umbenennung in Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände.

  3. Der Verein hat seinen Sitz in Marktoberdorf und ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Kempten eingetragen.

  4. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zielsetzung und Aufgabe

  1. Die BDC hat u. a. folgende Aufgaben:

    ...Pflege und Förderung des vokalen Laienmusizierens als kulturelle Gemeinschaftsaufgabe sowie die Koordination dafür erforderlicher Maßnahmen.
    Dies umfasst insbesondere:
    • Initiierung von Maßnahmen zur Bestandsaufnahme des deutschen Chorwesens,
    • Initiativen und Maßnahmen zur Förderung der zeitgenössischen Chormusik,
    • Förderung der musikalischen Bildung von Kinder- und Jugendlichen als ergänzende Maßnahme zur musikalischen Erziehung in den Schulen und zur Pflege des Volksliedes,
    • Mitwirkung bei der Förderung von Maßnahmen zur Ausbildung und Fortbildung von Chorleitern,

    ...Schnittstelle zwischen Politik und Chorwesen und Vertretung des deutschen Chorwesens national und international:
    • Information und Beratung der Politik in kultur-, musik- und insbesondere chorpolitischen Angelegenheiten,
    • Information und Öffentlichkeitsarbeit über gemeinsam zu vertretende kulturpolitische Ziele und ökonomische Fragestellungen des Chorwesens,
    • Vertretung des deutschen Chorwesens in den entsprechenden Gremien des Deutschen Musikrates und anderen nationalen Kulturorganisationen,
    • Vertretung des deutschen Chorwesens gegenüber dem Ausland, u.a. durch Mitgliedschaft in der European Choral Association – Europa Cantat und in der Internationalen Föderation für Chormusik (IFCM),

    ...Vernetzung der Mitgliedsverbände untereinander:
    • Schaffung von Plattformen zur Information und zum Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsverbänden,
    • Information und Öffentlichkeitsarbeit über gemeinsam zu vertretende kulturpolitische Ziele und ökonomische Fragestellungen des Chorwesens,
    • Information der Mitgliedsverbände und gemeinsame Initiativen im Bereich des privaten und öffentlichen Rechtes und dazu erforderliche Maßnahmen und Verfahren, z. B. auf dem Gebiet des Steuerrechtes, des Jugendarbeitsschutzes, der GEMA, des Urheberrechtes, des Verlags- und Vereinsrechtes, soweit dies von den einzelnen Mitgliedsverbänden nicht geleistet wird,

    ...Mitwirkung bei Projekten zur Würdigung und Förderung der Chormusik von nationaler Bedeutung:

    • Durchführung der Prüfungsverfahren für die Verleihung der vom Bundespräsidenten gestifteten Zelter-Plakette,
    • Mitwirkung bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen anlässlich der gemeinsamen Verleihung der Zelter-Plakette und der Pro-Musica-Plakette,

    ... Initiierung und Durchführung von eigenen Projekten zur Förderung des Chorwesens in der Bundesrepublik Deutschland, dies betrifft insbesondere:

    • den Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf,
    • die Tage der Begegnung „Musica Sacra International“,
    • die Verleihung des Titels "Chordirektor BDC",
  2. Für die Erfüllung ihrer Aufgaben arbeitet die BDC zusammen:

    2.1 mit dem Deutschen Musikrat (DMR) und seinen Mitgliedsorganisationen, insbesondere mit den Verbänden in den Bereichen des instrumentalen Laienmusizierens und der Musikpädagogik,

    2.2 mit Ausbildungsstätten für Musikberufe, Bundes- und Landesakademien,

    2.3 mit dem Bund, den Ländern und kommunalen Körperschaften,

    2.4 mit weiteren nationalen und internationalen Organisationen.

  3. Die eigenständige Tätigkeit der Mitgliedsverbände wird durch ihre Mitgliedschaft in der BDC nicht berührt.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Die BDC ist selbstlos tätig. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder der BDC können sein

    • auf Bundesebene tätige Chorverbände in der Bundesrepublik Deutschland,

    • auf regionaler Ebene tätige Chorverbände in der Bundesrepublik Deutschland mit überregionaler oder bundesweiter Bedeutung,

    • Verbände, die in verwandten Bereichen überregional oder bundesweit tätig sind, z.B. in der Schulmusik oder in den Musikschulen.

  2. Über den schriftlich vorgelegten Antrag auf Aufnahme eines neuen Mitgliedes entscheidet das Präsidium.

  3. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, der schriftlich mit Dreimonatsfrist zum Jahresende erklärt werden kann, oder durch Auflösung.

  4. Mitglieder, die den Zielen der BDC oder Ihrer Satzung zuwiderhandeln, können vom Präsidium aus der BDC ausgeschlossen werden. Zuvor ist dem Mitglied Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Ausschluss erfordert einen einstimmigen Beschluss des Präsidiums. Die Vertreter des betreffenden Mitglieds nehmen an der Abstimmung nicht teil.

§ 5 Präsidium

  1. Die BDC wird durch ein Präsidium geleitet, das aus je zwei bevollmächtigten Vertretern der Mitgliedsverbände besteht. Je einer dieser Vertreter sollte ein Musikexperte seines Mitgliedsverbandes sein.

  2. Das Präsidium ist die Delegiertenversammlung der BDC, in der sich die Willensbildung der Mitglieder vollzieht.

  3. Das Präsidium nimmt gesamtverantwortlich alle Aufgaben wahr, die sich aus der Verwirklichung der Aufgabenstellung der BDC gemäß § 2 dieser Satzung ergeben, legt hierfür Prioritäten zum Arbeitsprogramm fest, entscheidet über die Aufnahme weiterer Mitglieder und über den Ausschluss von Mitgliedern, legt die Höhe des Mitgliedsbeitrages fest, beschließt die Haushaltsplanung und verabschiedet die Verwendungsnachweise. Das Präsidium kann beschließen, dass an den Präsidenten, den Vize-Präsidenten sowie an den Geschäftsführer, soweit er seine Aufgaben ehrenamtlich wahrnimmt, angemessene Aufwandsentschädigungen bzw. angemessene Vergütungen gezahlt werden.

  4. Bei Beschlussfassungen im Präsidium hat jeder Mitgliedsverband je eine Stimme.

  5. Das Präsidium wählt einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter als Präsident bzw. Vizepräsident der BDC. Die vorgeschlagenen Personen sollen aus unterschiedlichen Mitgliedsverbänden stammen. Die Amtszeit beträgt drei Jahre. Sie kann auf Beschluss des Präsidiums um jeweils drei Jahre verlängert werden. Scheidet der Präsident oder der Vizepräsident vorzeitig aus, wählt das Präsidium aus seinen Reihen eine Nachfolgerin/einen Nachfolger für die Dauer der Wahlperiode.

§ 6 Präsident und Vizepräsident

  1. Der Vorsitzende des Präsidiums führt die Bezeichnung "Präsident der BDC" und der stellvertretende Vorsitzende die Bezeichnung "Vizepräsident der BDC".

  2. Der Präsident und der Vizepräsident der BDC sind Vorstand im Sinne des § 26 BGB und vertreten die BDC im Rahmen der ihnen übertragenen Obliegenheiten nach innen und außen.

  3. Jeder von ihnen besitzt Einzelvertretungsbefugnis.

§ 7 Sitzungen des Präsidiums

  1. Das Präsidium tritt nach Bedarf, mindestens jedoch einmal im Jahr zu einer Sitzung zusammen. Der Präsident lädt zu den Sitzungen in der Regel wenigstens acht Wochen vorher schriftlich ein.

  2. Anträge zur Tagesordnung müssen in der Regel bis sechs Wochen vor der Sitzung beim Präsidenten eingereicht werden. Die Tagesordnung soll den Präsidiumsmitgliedern und den Geschäftsstellen der Mitgliedsverbände nicht später als vier Wochen vor der Sitzung zur Kenntnis gebracht werden. Über Gegenstände, die nicht vor der Sitzung den Mitgliedsverbänden mitgeteilt worden sind, findet eine Beschlussfassung nicht statt, falls ein Mitgliedsverband widerspricht oder in der Sitzung nicht vertreten ist.

  3. Der Präsident muss zu einer Sitzung einladen, wenn dieses von mindestens drei der stimmberechtigten Präsidiumsmitglieder beantragt wird.

  4. Das Präsidium ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitgliedsverbände bevollmächtigt vertreten ist.

  5. Die Präsidiumssitzungen werden vom Präsidenten, im Verhinderungsfall vom Vizepräsidenten oder einem anderen Präsidiumsmitglied geleitet.

  6. Stimmberechtigt sind der Präsident und je ein bevollmächtigter Vertreter der Mitgliedsverbände.

  7. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten gefasst; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten bzw. des Sitzungsleiters nach Ziffer 5. Zweidrittelmehrheit ist erforderlich bei Beschlüssen über
    • den Vorsitz der BDC,
    • Beginn und Beendigung von Mitgliedschaften,
    • finanzielle Verpflichtungen der Mitgliedsverbände gegenüber der BDC,
    • Änderung der Satzung,
    • Auflösung der BDC (gemäß § 11).

  8. Vertreter des Bundes, der Länder, weiterer Behörden und Institutionen, deren Arbeitsbereich auch das Aufgabengebiet der BDC betreffen, können zu den Sitzungen des Präsidiums eingeladen werden. Vertreter von Behörden und Institutionen haben jeweils beratende Funktion.

  9. In Eilfällen können Beschlüsse des Präsidiums auf schriftlichem Wege sowie per Fax und E-Mail oder (Video-)Telefonkonferenz mit anschließendem schriftlichen Protokoll herbeigeführt werden.

  10. Über die Sitzungen des Präsidiums wird ein Beschlussprotokoll gefertigt, das vom Präsidenten und vom Vizepräsidenten zu unterzeichnen ist.

§ 8 Geschäftsführung

  1. Der Geschäftsführer der BDC wird vom Präsidium gewählt und vom Präsidenten bestellt. Der Geschäftsführer führt die Beschlüsse des Präsidiums durch und nimmt die laufenden Angelegenheiten der BDC wahr. Er ist besonderer Vertreter im Sinne des § 30 BGB. Er ist dem Präsidium für die Ausführung der Aufgaben verantwortlich. Er kann im Auftrage des  Präsidenten die BDC bei Verhandlungen mit Regierungsstellen und Organisationen vertreten.

  2. Der Geschäftsführer der BDC stellt für jedes Haushaltsjahr den Entwurf des Haushaltsplans auf und legt ihn dem Präsidium zur Genehmigung vor.

  3. Der Geschäftsführer der BDC führt den Haushaltsplan aus. Er ist berechtigt, im Rahmen des Haushalts Verpflichtungen für die BDC einzugehen, soweit nicht das Präsidium anderes bestimmt. Er stellt die Jahresrechnung auf und legt sie mit dem Verwendungsnachweis dem Präsidium vor.

§ 9 Ausschüsse

Das Präsidium kann Ausschüsse mit inhaltlich begrenzten Aufträgen bilden. Der verantwortliche Sprecher des Ausschusses hat dem Präsidium über die Arbeitsergebnisse zu berichten.

§ 10 Finanzierung

Die Tätigkeit der BDC wird finanziert durch:

  • Beiträge der Mitgliedsverbände,
  • Zuwendungen des Bundes,
  • Beihilfen, Spenden, Schenkungen.

§ 11 Auflösung

  1. Für den Beschluss über die Auflösung der BDC ist eine Zweidrittelmehrheit aller Stimmberechtigten des Präsidiums erforderlich. Ist das Präsidium für eine Auflösung nicht beschlussfähig, kann eine weitere Präsidiumssitzung einberufen werden, die in jedem Falle beschlussfähig ist.

  2. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die jeweiligen Mitgliedsverbände je nach Höhe der eingezahlten Beiträge zurück. Die Mitgliedsverbände verpflichten sich diese Mittel unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden. Die Verwendung bedarf der Zustimmung des Finanzamtes.

§ 12 Inkrafttreten

Diese Satzung der BDC tritt mit Wirkung vom 26.09.2012 in Kraft. Sie tritt an die Stelle der Satzung der ADC in der Fassung vom 26.März 2006.

Ergänzende Bemerkung:

Werden in der Satzung genannte Funktionen von Frauen ausgeübt, so gelten die jeweiligen Funktionsbezeichnungen in weiblicher Form.

Berlin, 26. September 2012

 

Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV)

Arbeitskreis Musik in der Jugend e.V. (AMJ)

Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK)

Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V. (IAM)

Verband Deutscher KonzertChöre e.V. (VDKC)