Musica Sacra International Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf Chor- und Musikverband Achordas Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland Arbeitskreis Musik in der Jugend e.V. Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland Internationaler Arbeitskreis für Musik e.V. Pueri Cantores Verband Deutscher KonzertChöre e.V. Musica International
Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.

Musik im Kontext von Migration und Integration

„Musica Sacra International“ als bundesweites Vorreiterprojekt für kulturelle und religiöse Vielfalt in der Amateurmusik – Gelebte Integration durch gemeinsames Musizieren

14 Millionen Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen machen hierzulande nach den neuesten Zahlen des Musikinformationszentrums (MIZ) in ihrer Freizeit Musik. Gleichzeitig spielt die musikalische Betätigung in allen Kulturen und Religionen der Welt eine herausragende Rolle. So stellt das freizeitliche wie professionelle Musizieren geradezu offensichtlich einen wichtigen sozialen Faktor der kulturellen und religiösen Vielfaltsgesellschaft in Deutschland dar. Im Dezember 2014 wurde das Chorsingen in deutschen Amateurchören in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Seit 1992 bringt das Projekt „Musica Sacra International“ Musiker aus den fünf großen Weltreligionen zusammen, um gemeinsam für Verständnis, Toleranz und Respekt zu werben. Nun hat die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) als Projektträger eine umfassende Neukonzeption beschlossen, die „Musica Sacra International“ zu einem Vorreiterprojekt für die kulturelle und religiöse Vielfalt in der Amateurmusik in Deutschland machen soll. Eine dezidiert bundesweite Ausrichtung bezieht hierbei die differenzierten gesellschaftlichen Voraussetzungen in der Bundesrepublik möglichst umfassend mit ein.

Im Kern der Neuausrichtung steht die aktive Beteiligung der AmateurmusikerInnen in Deutschland an allen Projektinhalten. Die BDC folgt damit ihrer Überzeugung, dass sich durch ein gemeinsames Musizieren mit Künstlern verschiedener Kulturen und Religionen das Wissen vermitteln lässt, welches nötig ist, um Berührungsängste und Barrieren abzubauen und wirkliches Verständnis füreinander zu schaffen. Durch gelebte Integration soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass ein friedliches Neben- und Miteinander der Religionen und Kulturen funktionieren kann.

Die BDC vertritt als Dachverband der vokalen Amateurmusik eine wichtige und weitreichende Bewegung des Bürgerschaftlichen Engagements. Die in der BDC vereinigten Verbände repräsentieren die Vielfalt der Amateurmusik in Deutschland im kirchlichen wie weltlichen Bereich und sind gleichermaßen ein Querschnitt durch die Bevölkerung. Zuhören, Verständnis, Respekt, Anerkennung des Andersartigen sowie  voneinander zu lernen sind die Voraussetzungen sowohl des erfolgreichen gemeinsamen Musizierens als auch des Zusammenlebens in der Gesellschaft. Daher erachten es die Verbände der BDC als eine zentrale Aufgabe der Amateurmusik, die für ein friedliches Miteinander nötigen sozialen Kompetenzen im musikalischen Bereich nach Kräften zu fördern und damit einen Beitrag für Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders zu leisten.

Die neugeschaffenen Bestandteile des Gesamtprojekts „Musica Sacra International“ sind so vielfältig, wie die Gesellschaft und umfassen mehrere Säulen:

  1. Das Kernprojekt in Marktoberdorf im Allgäu wird rund um die Pfingsttage 2016 AmateurmusikerInnen aus ganz Deutschland die Möglichkeit bieten, sich in zahlreichen hochkarätig besetzten Workshops sowie einem Projektchor mit international renommierten Chorleitern intensiv mit verschiedenen Aspekten des Musizierens sowie der Literatur verschiedener Kulturen und Religionen auseinanderzusetzen und die Ergebnisse öffentlich zu präsentieren. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit wissenschaftlichen Vorträgen, Konzerten eingeladener Künstler sowie Education-Projekten runden das Angebot ab.
  2. In Kooperationsprojekten mit Partnern in verschiedenen Regionen Deutschlands werden die Inhalte des Kernprojekts auf die speziellen örtlichen Gegebenheiten in den jeweiligen Partnerregionen übertragen und durch eigene Angebote ergänzt. Die Amateurmusikszene vor Ort wird dabei im Zentrum des Geschehens stehen und aktiv an der Gestaltung mitwirken.
  3. Ein großangelegtes Forschungsprojekt wird sich mit den wissenschaftlichen Aspekten der Amateurmusik in der Migrationsgesellschaft beschäftigen und die theoretischen Grundlagen dafür liefern, inwieweit der gesellschaftliche Wandel die Voraussetzungen und Ausübung der Amateurmusik in Deutschland, als „Mutterland der Chormusik“ beeinflusst. Aus den Ergebnissen können fundierte Handlungsempfehlungen für Politiker, Verbände und andere am Amateurmusikleben beteiligte Gruppen gegeben werden.

Koordiniert wird das neue Gesamtprojekt von einem dreiköpfigen Leitungsteam: Thomas Rabbow, Pfarrerin Dr. Verena Grüter sowie Prof. KMD Jürgen Budday werden in den kommenden Jahren ihre individuellen Stärken und Erfahrungen einbringen und das ambitionierte Konzept mit lebendigen Inhalten füllen. Durch die Einbeziehung eines Kompetenzbeirats sowie politischer, kultureller und wissenschaftlicher Institutionen auf Bundesebene in die Gestaltung des Projekts soll eine höchstmögliche Reichweite sowie Akzeptanz geschaffen werden, damit „Musica Sacra International“ ein umfassendes Projekt für die Gesellschaft werden kann.


Celle ist Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik 2015

Bundespräsident ehrt verdiente Chöre und Orchester

Celle wird im kommenden Jahr zum Treffpunkt für Amateurmusiker und Musikliebhaber aus dem gesamten Bundesgebiet. Das bedeutendste Fest der nicht-professionellen Musiklandschaft, die Tage der Chor- und Orchestermusik, vereint vom 13. bis 15. März 2015 den Reichtum des vokalen und instrumentalen Musizierens in der niedersächsischen Residenzstadt.

In Celle ist man glücklich, Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik sein zu dürfen. Bei Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende stieß das Kulturereignis von Anfang auf offene Ohren. Entsprechend blickt er den Tagen mit Spannung entgegen: „Ich freue mich, dass sich dieses hervorragende Musik- und Klangerlebnis in Celle ein Stelldichein gibt. Alle Menschen dieser Stadt, ob groß, ob klein, ob jung, ob alt sind zum Mitmachen und Mithören aufgerufen. So können wir gemeinsam ein breites Publikum davon überzeugen: Musik gehört zum Leben! Ich hoffe und wünsche, dass alle unsere Musikliebhaberinnen und -liebhaber das Ihre zum Gelingen des Festivals beitragen und Celle sich damit in die Reihe der erfolgreichen Ausrichterstädte einreiht!“. 

Der Geschäftsführer des für die Organisation verantwortlichen Dachverbandes der deutschen Amateurchorverbände (Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.), Simon Pickel, freut sich, dass mit Celle eine Ausrichterstadt gewonnen werden konnte, „deren Charme sich Musiker wie Besucher nicht entziehen können. Die kurzen Wege und die hervorragenden Konzertorte bieten ideale Rahmenbedingungen für ein solches Ereignis, das von den Verantwortlichen vor Ort großartig unterstützt wird. Dank der vielfältigen und hochkarätigen Musiklandschaft in der Umgebung und ganz Niedersachsen können wir für das Programm aus dem Vollen schöpfen.“

Die Tage der Chor- und Orchestermusik sind eine Veranstaltung des Zusammenschlusses der nationalen Dachverbände der vokalen und instrumentalen Amateurmusik, der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände. Organisiert wird die Veranstaltung im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit der Kulturverwaltung und dem Oberbürgermeisteramt der Stadt Celle. Kooperationspartner ist der Niedersächsische Chorverband

Die vollständige Mitteilung finden Sie in unserem Pressebereich.


Umfangreiche CD-Edition mit Werken von Rudolf Mauersberger

Ehemaliger Kreuzkantor feiert 125. Geburtstag

Rudolf Mauersberger gehört sicher zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der Chorwelt des 20. Jahrhunderts. Der Chorleiter führte den Kreuzchor durch die Zeit des Dritten Reiches, ließ sich hierbei nicht vom NS-Regime vereinnahmen und war schließlich verantwortlich für die Neubelebung der Kruzianer nach Kriegsende. In der Tradition großer Knabenchor-Kantoren schuf auch Mauersberger ein umfangreiches Oevre für seinen Chor, welches Dank seiner eindringlichen musikalischen Sprache bis heute von vielen Chören aufgeführt wird. Insbesondere der "Zyklus Dresden" mit der Motette "Wie liegt die Stadt so wüst", geschrieben kurz nach dem verheerenden Bombenangriff auf Dresden, zählt ebenso wie das "Dresdner Requiem" zu den beeindruckendsten musikalischen Zeugnissen dieser Zeit.

Aus Anlass des 125. Geburtstages von Rudolf Mauersberger initiierte Gerhardt Uhle die Edition einer CD-Box mit Werken des Komponisten. Herausgegeben wurden die CDs vom Förderverein Dresdner Kreuzchor. Beteiligt sind auch eine Reihe von VDKC-Mitgliedschören.

Im Rahmen eines Festkonzertes in der Kreuzkirche Dresden zu Ehren des Komponisten und ehemaligen Kreuzkantors wurde die CD-Box am 29. Januar 2014 der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Edition ist eine interessante Anregung zur Programmgestaltung von Chören, zum Kennenlernen oder vertiefenden Beschäftigung mit dem Komponisten - nicht nur im Jubiläumsjahr.

Weitere Informationen zu Rudolf Mauersberger und zur CD-Edition mit allen Texten zu den eingespielten Werken finden Sie hier.

Das vollständige Interview mit Gerhardt Uhle aus dem CD-Booklet kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Download: Interview aus CD-Booklet

Heribert Allen verstorben

Soeben erreichte uns die traurige Nachricht, dass das langjährige Präsidiumsmitglied der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. Heribert allen am vergangenen Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben ist.

Heribert Allen war Ehrenpräsident des VDKC und bis zuletzt ein unermüdlicher Streiter für die Interessen und die Bewahrung der Geschichte des Amateurchorwesens in Deutschland. Zahlreiche Veröffentlichungen dokumentieren sein Engagement.

Folgender Nachruf ist der Seite des BDC-Mitgliedsverbands VDKC entnommen:

Verband Deutscher KonzertChöre trauert um seinen Ehrenpräsidenten 

Heribert Allen, langjähriger Generalsekretär und Ehrenpräsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre (VDKC), ist am 20.03.2014 nach langer Krankheit und wenige Wochen vor seinem 75. Geburtstag verstorben.

Der Verband Deutscher KonzertChöre war sein Lebenswerk, für das er sich unermüdlich mit hohem persönlichem Engagement und unterstützt von seiner Familie eingesetzt hat. Er war die „Seele“ des VDKC.

Heribert Allen hat wesentliche Voraussetzungen geschaffen, dass sich der VDKC und die vom Verband veranstalteten Chorkonzerttage (Deutsches Chorfestival) so positiv entwickelt haben. Die problemlose Einbeziehung der Chöre aus den neuen Bundesländern wurde durch ihn wesentlich befördert. Besonders hervorzuheben ist der maßgebliche persönliche Anteil an der Schriftenreihe des VDKC – hier z. B. die „Chorsinfonik Werkkunde“. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Tagesgeschäft im VDKC trug er mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten zur Profilierung des Verbandes bei.

Die Zusammenarbeit mit Heribert Allen war durch ein hervorragendes persönliches Verhältnis zu allen Mitstreitern im VDKC und eine bei aller Professionalität sehr familiären Atmosphäre gekennzeichnet. Heribert Allen verstand es immer, auch in kritischen Situationen ausgleichend zu wirken.

Heribert Allen war Ehrenpräsident des VDKC und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Der VDKC und viele seiner langjährigen Mitstreiter verlieren einen hochgeachteten Berater und die meisten einen guten Freund.

(Quelle: www.vdkc.de)


Dolf Rabus verstorben

Die BDC trauert um ihren ehemaligen Vizepräsidenten

Dolf Rabus (*4. April 1946), Direktor der Marktoberdorfer Pfingsfestivals,Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf und Musica Sacra International, ist nicht mehr da, wo er immer war, mitten im Leben - genauer gesagt - im CHORleben.

Nach schwerer Krankheit ist er am 18. Dezember 2013 in Memmingen verstorben und hinterlässt eine Lücke, die niemand zu schließen vermag. Dolf Rabus war seit seiner Kindheit der Musik sehr eng verbunden. Er hat sich sein Leben lang haupt- und ehrenamtlich auf unterschiedlichen Ebenen um das musikalische Leben verdient gemacht und sich insbesondere für die Vermittlung und die leidenschaftliche Freude an der Vokal- wie auch der Instrumentalmusik aktiv eingesetzt. Als Musiker und Manager haben ihn zwei große Ziele stets bewegt: die Vermittlung der Freude, die das aktive Musizieren wie auch die Rezeption der Musik, mit sich bringt und das Zusammenbringen von Menschen durch die Musik.

Dolf Rabus war bereits als Bildungsreferent des Landesmusikrates Niedersachsen für die Entwicklung der Chorarbeit auf Landesebene verantwortlich. Nach seinem Wechsel zum Deutschen Musikrat wurde er zuständig für die Konzeption des 1. Deutschen Chorwettbewerbs. Zudem umfasste sein Aufgabenfeld Angelegenheiten des gesamten Bereichs des Laienmuszierens in Deutschland. 1984 übernahm er die Leitung der in Gründung befindlichen Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf. In der Folge setzte er all seine Kraft in den inhaltlichen und strukturellen Aufbau dieser Einrichtung und die Positionierung der Akademie im Netz der landes- und bundesweit agierenden musikalischen Ausbildungsstätten.Frühzeitig erkannte er auch die Notwendigkeit international Kontakte zu knüpfen und weltweit zu kooperieren. Aufgrund der intensiven Mitarbeit in internationalen Verbänden der Vokalmusik wie der „Internationalen Föderation für Chormusik“ (IFCM) und „Europa Cantat“ (EC) erhielt er mehr und mehr Einblick in die Chorarbeit anderer Länder und die weltweiten Strukturen. Da es in Deutschland bis dahin keine namhaften internationalen Chorwettbewerbe gab, initiierte er 1989 den Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf. Seitdem hat sich der renommierte Wettbewerb zu einer der weltweit wichtigsten Veranstaltungen seiner Art entwickelt und bringt alle zwei Jahre Chorvertreter aus der ganzen Welt im Allgäu zusammen. Grund dafür sind die zwei zentralen Anliegen des Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf: Der Wettbewerb soll einerseits die besten Chöre der Welt zusammenführen und gleichzeitig ein Fest der Begegnung, der Freude und des Austausches sein. Chöre, Chorleiter und -experten schätzen diese besondere Atmosphäre und die Möglichkeiten zur Begegnung in Marktoberdorf, wie sie bei kaum einem anderen Chorwettbewerb erlebbar sind.

1992 rief Dolf Rabus jeweils im Wechsel mit dem Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf ein weiteres Begegnungsfestival ins Leben: Musica Sacra International. Die musikalische Begegnung der Weltreligionen bringt Musiker aus den fünf großen Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus zusammen. Alle Beteiligten leben, musizieren und feiern dabei gemeinsam und oftmals entstehen dabei Freundschaften fürs Leben. Seit 2006 ist das Schulprojekt „Toleranz macht Schule“ fester Bestandteil von Musica Sacra International. Kernanliegen des Projektes ist es, Jugendlichen Wissen über die fünf Weltreligionen zu vermitteln und in ihnen dadurch einen Funken zu entzünden, der es ihnen ermöglicht, ein Gespür für und den Respekt vor anderen Kulturen zu entwickeln. „Menschen durch die Kraft der Musik zusammenbringen“ war dabei das dringendste Anliegen von Dolf Rabus. Seit Mitte der 1980er Jahre war er auf unterschiedlichen Ebenen lokal bis international in zahlreichen Organisationen und Gremien ehrenamtlich tätig, teils als berufene oder gewählte Person, teils aus eigener Initiative. In dieser Zeit gehen eine Vielzahl von Aktivitäten und strukturellen Entwicklungen der regionalen Kulturarbeit aber auch von Bedeutung für die weltweite Chorszene auf seine Initiative zurück. Wie wenige andere hat er sich um die deutsche und internationale Chorwelt, aber auch um die Kulturarbeit für das Allgäu verdient gemacht.

Als musikalischer Direktor des Internationalen Kammerchor-Wettbewerbs Marktoberdorf und des Festivals Musica Sacra International, als Leiter des Marktoberdorfer CHORbüros modfestivals, als weltweit anerkannte CHOR-Koryphäe und versierter Musikwissenschaftler, als Kulturschaffender, Künstler, Fotograf und Filmer, als CHOR-Visionär, vor allem aber, als Mensch, der niemals aufgehört hat, an das Gute zu glauben und dafür mit allen Mitteln zu kämpfen, wird er allen, die ihn kannten unvergesslich bleiben.

Die Trauerfeier für Dolf Rabus findet am 27.12.2013 um 14 Uhr in St. Martin/Memmingen statt.


Orlando-di-Lasso-Medaille für John Rutter 

Die Cäcilienverbände der deutschsprachigen Länder haben am Samstag, den 12. Oktober 2013, in der Würzburger Augustinerkirche dem englischen Komponisten John Rutter ihre höchste Verbandsauszeichnung zuteilwerden lassen und ihm die Orlando-di-Lasso-Medaille verliehen, die Vizepräsident Reiner Schuhenn in Vertretung des Präsidenten überreichte. In der kurzen Laudatio hob Schuhenn die Verdienste Rutters um die Kirchenmusik in den letzten Jahrzehnten hervor. Er betonte, wie sehr es Rutter gelungen sei, junge und alte Menschen gleichermaßen zu berühren und singend zu verbinden. Seine Werke zeichneten sich durch eine typisch englische Faktur, durch eine „menschfreundliche“ und kantable Stimmführung und durch eine raffinierte und eingängige Harmonik aus.
Rutter habe das Repertoire der Chöre in indispensabler Weise erweitert und damit – ganz im Duktus von Orlando di Lasso – seine Epoche maßgeblich kirchenmusikalisch geprägt. Das Auditorium der übervoll besetzten Würzburger Augustinerkirche, das den ganzen Tag gemeinsam mit John Rutter dessen Werke musiziert hatte, reagierte geradezu euphorisch auf die Ankündigung der Auszeichnung, spendete ihm nicht enden wollenden Beifall und erhob sich dazu von den Plätzen. Rutter zeigte sich sowohl über die Auszeichnung als auch über den frenetischen Beifall sichtlich gerührt und bedankte sich in fast überschwänglichen Worten: Er schreibe eigentlich nur fröhliche Kirchenmusik. Denn die Musik sei „da oben im göttlichen Bereich eigentlich schon da, man müsse sie nur noch auf die Erde herunterholen, das sei seine Aufgabe“ – und dazu sei die Namenspatronin des ACV, die Hl. Cäcilia, eine willkommene Vermittlerin.


VDKC will deutsche Amateurchöre als immaterielles Kulturerbe bei der UNESCO schützen lassen

BDC unterstützt Antrag 

Der Verband Deutscher KonzertChöre (VDKC) hat auf seiner Jahresvorstandstagung beschlossen, die "Pflege der Chormusik in deutschen Amateurchören" als Antrag zum Schutz des immateriellen Kulturerbes einzubringen. Das entsprechende UNESCO-Abkommen ist 2003 beschlossen worden und seit 2006 in Kraft. 2013 trat auch Deutschland bei; gegenwärtig läuft die erste Bewerbungsrunde. Der von Präsident Prof. Ekkehard Klemm und Generalsekretär Ralf Schöne vorbereitete Antrag wird von der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) ausdrücklich unterstützt. In der BDC sind z. Zt. ca. 784.000 aktive Mitglieder registriert, im Deutschen Chorverband (DCV) weitere 630.000. Mit Prof. Dr. Martin Petzoldt, dem Präsidenten der Neuen Bachgesellschaft und Prof. Dr. h.c. Hartmut Haenchen, dem international renommierten Dirigenten stehen zwei prominente Fürsprecher als Gutachter zur Verfügung. Beide haben durch ihre Tätigkeit einschlägige Erfahrungen und betonen in ihren Stellungnahmen, dass das vitale und weltweit bewunderte deutsche Musikleben ohne die reiche Chorszene gerade im Amateurbereich, in den Kirchenchören, Kantoreien, Kinder- und Jugendchören undenkbar wäre. Ekkehard Klemm, Dirigent, Rektor der Dresdner Musikhochschule und Künstlerischer Leiter der Singakademie Dresden sieht die deutsche Chortradition als eines der lebendigsten Beispiele dessen, was die UNESCO durch die neue Konvention schützen will. Sie sei eine seit Generationen bestehende Tradition, die Gemeinschaft und Identität stiftet, durch ständige kreative Aneignung weitergegeben wird und integrativ im besten Sinne wirkt. Die beeindruckende Zahl von geschätzten ca. 60.000 in Verbänden organisierten Chören vom Kind bis zum Senior, von der Liebhaberin des Volkslieds bis hin zum Fan ambitionierter A-cappella-Literatur oder der Chorsinfonik, vom Gospelsänger bis zur Migrantin erfülle in hohem Maße die Anforderungen der UNESCO-Vereinbarung. Als Verband leistungsstarker Konzertchöre sieht sich der VDKC deshalb in der Pflicht, die Initiative zu ergreifen.

In den UNESCO-Statuten wird gefordert, dass die ausübenden Mitglieder der jeweiligen kulturellen Tradition über den Antrag informiert sind. Dies ist bei über 2 Millionen Sängerinnen und Sängern nicht anders möglich als über eine Offensive in den öffentlichen Medien.

Weitere Informationan auch unter www.vdkc.de


Deutsches Evangelisches Chorfest 2014

Anmeldungen jetzt möglich

Mit einer Pressekonferenz am 5. September startete das Anmeldeverfahren für das Deutsche Evangelische Chorfest in Leipzig Ende Juni nächsten Jahres.

Die angebotenen Workshops und Konzerte haben eine begrenzte Teilnehmerkapazität! Wenn Sie z.B. das Forum FrauenSingen / Hildegard von Bingen (W 01) besuchen wollen, sind hierfür nur 300 Plätze vorhanden. Oder wenn sie die Bach-Kantate in der Nikolaikirche hören möchten (K 10), gibt es auch hier nur eine begrenzte Platzzahl. Das komplette Angebot der Workshops und Konzerte finden Sie unter www.leipzig2014.de.

Für die Vermittlung von kostenfreien Quartieren bei Leipziger Chorsängerinnen und -sängern ist ebenfalls eine baldige Anmeldung erforderlich.

Motivieren Sie Ihre Chöre und Sänger/innen, an diesem einmaligen Chorfest teilzunehmen! Neben der Möglicheit, sich chormusikalisch in tollen Workshops weiterzubilden und ausgezeichnete Chöre aus vielen Landeskirchen zu hören, stärkt dieses Gemeinschaftserlebnis den Zusammenhalt Ihrer Chöre und macht sie auch für Außenstehende attraktiv.


Erfolgreicher EUROTREFF in Wolfenbüttel

Kinder- und Jugendchor-Festival begeistert Teilnehmer und Konzertbesucher

In den Tagen vom 4. bis 8. September trafen sich knapp 700 Kinder und Jugendliche aus ganz Europa, um gemeinsam zu singen: Der 16. Eurotreff in Wolfenbüttel stand unter dem Thema: „Klänge der Natur - Sounds of nature“.

Beim Eröffnungskonzert stellte sich zunächst jeder der 18 Chöre mit einem Lied, meist in der Muttersprache, vor. Schon hier war zu spüren, welche Neugier und welche Begeisterung die jungen Sängerinnen und Sänger aus 12 Ländern füreinander mitbrachten. In sechs Ateliers aufgeteilt, hatten die Kinder und Jugendlichen zwei Tage lang Zeit, um sich gegenseitig und die anderen Kulturen besser kennenzulernen, Freundschaften zu schließen und Stücke samt Choreografien für das Abschlusskonzert einzustudieren. David Azurza aus Spanien, Maud Hamon-Loisance aus Frankreich sowie Markus Detterbeck, Stefan Kalmer, Matthias Yoshihisa Kinoshita und Gesa Werhahn aus Deutschland leiteten die Ateliers. Zum ersten Mal wurde eine Partnerschaft mit zwei Schulen vor Ort eingegangen, der Peter-Räuber-Schule sowie der IGS Wallstraße, um inklusive Chorarbeit zu ermöglichen. Die eigens für dieses Atelier und den Eurotreff geschriebene Komposition von Markus Detterbeck mit dem Titel „Steinzeiten“, berücksichtigte die Bedürfnisse und Fähigkeiten aller TeilnehmerInnen dieses Ateliers.

Am Donnerstag- und Freitagabend fanden Konzerte im Lessingtheater, der Landesmusikakademie Niedersachsen wie vor allem in Kirchen in Wolfenbüttel und Umgebung statt. Auftritte in Schulen, gemeinnützigen Einrichtungen und die Teilnahme an Gottesdiensten rundeten das Programm der Chöre ab. Wie die Menschenansammlungen verrieten, waren die Auftritte der Chöre in der Fußgängerzone ein Höhepunkt für die Wolfenbütteler Bevölkerung.

Parallel zum EUROTREFF führte Brigitte Siebenkittel die Study Tour durch die Ateliers. Hierzu konnten sich ChorleiterInnen auch ohne ihren Chor anmelden, um die Arbeit der erfahrenen DirigentenInnen mit den Teilnehmenden kennen zu lernen und sich für ihre eigene Arbeit inspirieren zu lassen.

Von den erfolgreichen Ergebnissen der intensiven Proben konnten sich die zahlreichen BesucherInnen des Abschlusskonzerts überzeugen. Jeroen Schrijner, Geschäftsführer der Zürcher SingAkademie, moderierte das Programm, das die Natur dem Festivalthema folgend klanglich in die Halle holte: Gewitter, Vogelgezwitscher, Nebel und weinende Zwiebeln.

Markus Detterbeck stiftete Publikum und Teilnehmer-Chöre zu einem gemeinsamen improvisierten offenen Singen an, und so gestalteten alle knapp 1200 Menschen in der Halle auf Grundlage des Pink Pather Stücks „Wer hat an der Uhr gedreht“ den krönenden Abschluss des Abends.

Quelle: www.amj-musik.de


18. Deutsches Chorfestival des VDKC in Zwickau

„Der Funke ist übergesprungen“

Vom 9. bis zum 12. Mai hat in Zwickau das 18. Deutsche Chorfestival stattgefunden. Mehr als 1.000 Chorsängerinnen und -sänger sind aus der ganzen Bundesrepublik in die sächsische Stadt gereist und haben sie mit elf fulminanten, mitreißenden Konzerten zum Klingen gebracht. Der Generalsekretär des ausrichtenden Verbandes Deutscher KonzertChöre, Ralf Schöne, zeigt sich von der Resonanz in der Stadt begeistert: „Der Funke ist definitiv übergesprungen, sowohl von den Musizierenden auf die Zwickauer als auch in die andere Richtung. Dieser Funke hatte sich vom Eröffnungskonzert im Konzert- und Ballhaus ‚Neue Welt’ wie ein Lauffeuer durch die Stadt verbreitet. Die beiden dort aufgeführten, eindrucksvollen  Werke ‚Orbe Rotundo’ und ‚Carmina Burana’ waren sicher auch ausschlaggebend dafür, dass das Zwickauer Publikum das Festival von Beginn an mit Spannung und Interesse verfolgt hat. Und die mitwirkenden Chöre sind begeistert gewesen von der großartigen Atmosphäre und der knisternden Stimmung, die an sämtlichen Konzertstätten herrschte.“

Die Konzerte des Festivals waren alle sehr gut besucht und präsentierten in der Programmauswahl und -gestaltung  (vom einfachen Volkslied bis hin zur komplexen modernen Oratorienliteratur) einen Querschnitt durch die große Vielfalt, die Chormusik zu bieten hat. Sowohl in etablierten Konzertsälen, wie dem Robert-Schumann-Haus, dem Dom St. Marien, der Moritzkirche und der ‚Neuen Welt’ waren Chöre etwa aus Stuttgart, Darmstadt oder Berlin zu erleben. Auch an den zunächst ungewöhnlich erscheinenden Stätten wie dem Autohaus Lueg, den Zwickauer Arcaden oder dem Alten Gasometer wurde vor vielen begeisterten Zuhörern gesungen. Und mehrmals folgte das Publikum der Einladung, Mitzusingen, zu Summen, zu Klatschen, sich auf die Musik komplett einzulassen. Besonders gelang dies beispielsweise beim Konzert auf der Rolltreppe und dem generationenübergreifenden Musizieren in der Pestalozzischule.

„Es war eine wirklich sehr gute Entscheidung, das 18. Deutsche Chorfestival in Zwickau zu feiern“, zieht Ralf Schöne Bilanz. Diese war gemeinsam mit dem Theater Plauen-Zwickau ein verlässlicher und engagierter Kooperationspartner bei der Ausrichtung des Chorfestivals und hat den Verband Deutscher KonzertChöre bei der Organisation in zahlreichen Belangen unterstützt.

Quelle: www.vdkc.de


Professor Ekkehard Klemm neuer Präsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre

Verbandstag wählt Vorstand des Verbandes Deutscher KonzertChöre für die nächsten vier Jahre

Im Rahmen des 18. Deutschen Chorfestivals 2013 „Lichter. Schatten. Horizonte.“ veranstaltete der Verband Deutscher KonzertChöre seinen 21. Verbandstag in Zwickau. Eingeladen waren Vertreter aller Mitgliedschöre und Landesverbände des Verbandes Deutscher KonzertChöre. Turnusgemäß wählte die Veranstaltung den neuen ehrenamtlichen Vorstand des Verbandes Deutscher KonzertChöre. Der Dirigent, Hochschulprofessor und Rektor der Dresdner Musikhochschule, Ekkehard Klemm, wurde einstimmig zum Präsidenten des Verbandes Deutscher KonzertChöre gewählt. Zuvor war er dessen Vizepräsident. Ekkehard Klemm löst Hans-Willi Hefekäuser nach dessen 8-jähriger, erfolgreicher Amtszeit als Präsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre ab. Zur VDKC-Vizepräsidentin wurde Konstanze Sander, Generalsekretärin des Landesmusikrates Brandenburg, einstimmig gewählt, die damit neu in den Vorstand eintritt. Der Betriebswirtschaftler Bruno Hohmann wurde als Schatzmeister im Amt bestätigt.

Der neue Präsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre, Ekkehard Klemm, sagte: "Mit dem VDKC besteht eine wichtige Interessensvertretung der leistungsfähigsten Laienchöre Deutschlands. Es wird darauf ankommen, das künstlerische Profil des Verbandes zu schärfen und die Anregungen und Bedürfnisse der Chöre in ein noch effizienteres Dienstleistungsangebot einzubringen. In den Mittelpunkt der Arbeit unserer Chöre muss wieder die Musik rücken. Daher sollte sich der Verband darum verstärkt kümmern, dass zum einen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für aktive Konzertchöre ehrenamtliches Engagement begünstigen und dass zum anderen praktische Hilfestellung hinsichtlich außermusikalischer Erfordernisse etwa Fördermittelbeschaffung, rechtlichen Rat, Öffentlichkeitsarbeit durch den Verband bereitgestellt werden kann. Die Vernetzung vorhandener Kompetenzen der einzelnen Chöre ist für den VDKC dabei eine lohnende Aufgabe“.

Die nachhaltige und kontinuierliche Arbeit der mittlerweile knapp 500 Chöre, darunter maßgebliche Singakademien, Philharmonische Chöre und führende Kammerchöre, ermöglicht es, dass bedeutende Werke wie Brittens War-Requiem, alte und besonders auch neue Chormusik die Breite der Musikszene und eines aufgeschlossenen, neugierigen Publikums erreichen. Das Festival in Zwickau mit seinen ausverkauften Konzerten dafür ein eindrucksvoller Beweis!

Quelle: www.vdkc.de