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Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.

Pressemitteilungen

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10. April 2017 – Höchste Auszeichnungen für Amateure

Die höchsten Auszeichnungen für Amateure

Bewerbung bis 30. Juni 2017 möglich: 100-jährige Chöre können 2018 die Zelter-Plakette erhalten

In jedem Jahr zeichnet der Bundespräsident Chöre aus, die seit mindestens 100 Jahren bestehen und die sich besondere Verdienste um die Chormusik und das kulturelle Leben erworben haben, mit der Zelter-Plakette aus. Es handelt sich um die höchste deutsche Auszeichnung im Bereich der vokalen Amateurmusik. Parallel dazu können Orchester die Pro Musica-Plakette erhalten.

Für die feierliche Verleihung im nächsten Jahr läuft die Bewerbungsfrist noch bis zum 30. Juni 2017. Entsprechende Anträge werden über den jeweiligen Chorverband eingereicht; Infos und Antragsformulare stehen online bereit unter www.chorverbaende.de/de/zelter-plakette.html.

Bundespräsident Steinmeier verleiht in diesem Jahr 32 Zelter- und 15 Pro Musica-Plaketten an traditionsreiche Amateurchöre und -orchester

2017 sind für die höchsten deutschen Auszeichnungen im Bereich der Amateurmusik insgesamt 32 Chöre und 15 Orchester aus der ganzen Bundesrepublik vorgesehen. Die ersten Plaketten dieses Jahres wurden am 26. März in einem Festakt im Rahmen der Tage der Chor- und Orchestermusik in Konstanz überreicht. Zusammen mit entsprechenden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichneten Urkunden erhielten der Gebhardschor und der Bach-Chor Konstanz sowie der CVJM Posaunenchor Neureut das begehrte Edelmetall.

Namensgeber der Zelter-Plakette ist der langjährige Direktor der Singakademie zu Berlin Carl Friedrich Zelter (1758–1832). 1956 stiftete Bundespräsident Theodor Heuss die Zelter-Plakette. Bis einschließlich 2016 ist sie an 11.365 Chöre verliehen worden. Nach diesem Vorbild stiftete Bundespräsident Heinrich Lübke 1968 die Pro Musica-Plakette für Orchestervereinigungen mit mindestens 100-jähriger Tradition. Sie wurde bislang 1.972 Mal verliehen. Beide Plaketten sind aus Bronze gefertigt und haben einen Durchmesser von etwa 16 Zentimetern. Auf der Vorderseite der Zelter-Plakette ist Carl Friedrich Zelter und auf der Pro Musica-Plakette eine Musizierende mit Lyra abgebildet. Die Rückseite zeigt auf beiden Plaketten den Bundesadler.

Foto: Martin Peters und Martin Weber, Vorsitzender und Leiter des Gebhardschors aus Konstanz-Petershausen, freuen sich sichtlich über die Auszeichnung mit der Zelter-Plakette für ihren Chor. (Foto: Wilko Gulden/BDC)

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4. April 2017 – Tage der Chor- und Orchestermusik unterstützen mit über 1.000 Euro musiktherapeutische Projekte

Tage der Chor- und Orchestermusik unterstützen mit über 1.000 Euro musiktherapeutische Projekte

Die Tage der Chor- und Orchestermusik brachten am Wochenende vom 24.-26. März ganz Konstanz zum Klingen. Der Eintritt zu den Konzerten war frei, doch wer wollte, konnte für einen guten Zweck Geld in die an allen Spielorten aufgestellten Sammeldosen geben. Die Auszählung ergab nun 1.046,38 Euro und 30,30 Schweizer Franken, zusammen also 1.074,74 Euro.  Generalsekretär Niklas Dörr von der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Auch hier zeigt sich die überwältigende Resonanz der Konstanzerinnen und Konstanzer auf die Tage der Chor- und Orchestermusik – und eben auch die Strahlkraft über die Landesgrenzen hinweg.“

Das Geld kommt der Nachsorgeklinik Tannheim im Schwarzwald zugute, die auf die Rehabilitation von Familien mit chronisch kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisiert ist. Hier können das erkrankte Kind und seine Familie neue Kraft schöpfen und sich körperlich und seelisch stabilisieren. Außerdem kümmert sich die Klinik Tannheim um Familien, die ein Kind verloren haben. In der „Verwaisten-Reha“ lernen Geschwisterkinder und Eltern, wieder zurück ins Leben zu finden, ohne die Erinnerung an das verstorbene Kind zu verdrängen. Klinik-Geschäftsführer Roland Wehrle freut sich: „Wir sind sehr dankbar für diese tolle Initiative der BDC, die an unsere kleinen Krebs- und Mukoviszidose-Patienten und ihre Familien gedacht hat, und dass Leute, die das Geld eigentlich gut selbst gebrauchen könnten, unsere Arbeit unterstützen.“

Die Spenden aus der Nacht der Musik werden gezielt für ein Musikprojekt der Klinik Tannheim eingesetzt: In einem Workshop für verwaiste Familien schreiben die Teilnehmenden einen eigenen Song, in dem sie ihre Gefühle in der akut schwierigen Zeit zum Ausdruck bringen können. Den nehmen sie auch gleich auf und erhalten davon eine CD.

Darüber hinaus möchte die Klinik Tannheim das therapeutische Angebot für Patientenfamilien mit einer „Zauberharfe“ ergänzen. Dieses auch Veeh-Harfe genannte Instrument ist eine Zither, die ohne Notenkenntnisse und ohne langes Üben gespielt werden kann. Die Familien erhalten einen Bausatz und werden unter heilpädagogischen und musiktherapeutischen Aspekten angeleitet.

Foto: Über 1.000 Euro haben die Konstanzerinnen und Konstanzer bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik Ende März gespendet. Das Geld kommt musiktherapeutischen Projekten der Nachsorgeklinik Tannheim im Schwarzwald zugute. (Foto: Anna Hayer/BDC)

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27. März 2017 – Überwältigende Resonanz der Konstanzer bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik

Überwältigende Resonanz der Konstanzer bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik

Am Sonntag gingen die Tage der Chor- und Orchestermusik 2017, die vom 24. bis 26. März in Konstanz stattfanden, mit dem Festakt zur Verleihung der Zelter- und der Pro Musica-Plaketten zu Ende. Der Bach-Chor und der Gebhardschor aus Konstanz und der CVJM Posaunenchor Neureut (Karlsruhe) erhielten jeweils eine vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete Urkunde und die Plakette für über einhundertjähriges musikalisches Wirken überreicht. Die Zeremonie nahm Staatssekretärin Petra Olschowski von der baden-württembergischen Landesregierung in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Verbänden vor. Mit dem Badischen Jugendchor, dem Badischen Zupforchester, dem Südwestpfälzer Kinderchor und dem Südbadischen Blechbläserensemble gestalteten vier Amateur-Spitzenensembles den Festakt musikalisch und begeisterten das Publikum im Bodenseeforum.

Säle zum Teil überfüllt – Stimmung hervorragend

Ein Highlight war die Nacht der Musik am Samstag zuvor mit 40 Konzerten an zehn Spielstätten für die Konstanzer Bevölkerung. Schon bei der Eröffnung im Festsaal des Inselhotels mussten zahlreiche Zuhörer stehen, mehrere Spielstätten waren so voll, dass zeitweise niemand mehr eingelassen werden konnte. Die große Bandbreite der gebotenen Musik und das hohe Niveau, auf dem die Amateurensembles bei freiem Eintritt sangen und spielten, faszinierte die Besucherinnen und Besucher. Bei Teilnehmenden und Publikum herrschte fröhliche Stimmung. Diese drückte sich auch in den flotten Sprüchen wie „Hier spielt die Musik“ oder „Ich geb dir meine Stimme“ aus, die etliche Musikerinnen und Musiker stolz als gelbe Buttons an ihrer Kleidung zeigten und die vielerorts in der Stadt zu sehen waren.

Mit einer bewegenden Uraufführung des Bodensee-Komponisten Bernd Konrad durch die Südwestdeutsche Philharmonie und den Sinfonischen Chor Konstanz hatten die Tage der Chor- und Orchestermusik am Freitagabend begonnen. Das ausverkaufte Auftaktkonzert verband auch beim anschließenden „Daphnis et Chloé“ von Maurice Ravel Profis und Amateure unter der Leitung von Chefdirigent Ari Rasilainen.

Sehr gut besucht war auch das Offene Singen und Musizieren am Samstagmittag im Sparkassen-Innenhof. Der Einladung von KMD Christian Finke aus Berlin waren weit mehr Singbegeisterte gefolgt als erwartet – die 400 vorbereiteten Liederhefte waren rasch vergriffen. Guten Zuspruch gab es auch beim darauf folgenden ökumenischen Gottesdienst im Münster. Zuvor hatte schon die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Musik im Ringen mit Religion – Aufbruch der Kirchenmusik 1417–1517–2017“ Gesprächsstoff für ein sehr interessiertes Fachpublikum geboten.

Der Funke ist übergesprungen

Insgesamt haben die Veranstaltungen in Konstanz knapp 10.000 Besucherinnen und Besucher erreicht – das hat die Erwartung der Organisatoren von der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC), der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) und der Konzilstadt Konstanz übertroffen. „Die Zusammenarbeit der Verbände und der Stadt war hervorragend und hat viel Spaß gemacht,“ resümiert BDC-Generalsekretär Niklas Dörr und freut sich: „Es ist gelungen, unsere vielfältige Musik und die Freude am Musizieren einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, und der Funke ist erkennbar übergesprungen.“

Die nächsten Tage der Chor- und Orchestermusik finden vom 9. bis 11. März 2018 in Bad Homburg vor der Höhe statt. 

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10. Februar 2017 – Weit über 1.000 Mitwirkende feiern die Amateurmusik: Die Tage der Chor- und Orchestermusik 2017 bringen am letzten März-Wochenende die Konstanzer Innenstadt zum Klingen

Ganz Konstanz klingt

Weit über 1.000 Mitwirkende feiern die Amateurmusik: Die Tage der Chor- und Orchestermusik 2017 bringen am letzten März-Wochenende die Konstanzer Innenstadt zum Klingen.

Einmal im Jahr, immer drei Wochen vor Ostern, veranstalten BDC und BDO, die Dachverbände der Chöre und Orchester in Deutschland, ein Gipfeltreffen des Amateurmusizierens. Schätzungsweise 14 Millionen Bundesbürger machen in ihrer Freizeit Musik – in Gesangvereinen, Blaskapellen, Kirchenchören, Sinfonieorchestern und vielen weiteren Formationen von traditionell bis modern. Dieses breite Spektrum bringen die verschiedenen Veranstaltungen der Tage der Chor- und Orchestermusik auf den Punkt. Die Bevölkerung in Konstanz und dem Bodenseeraum kann sich drei Tage lang unmittelbar davon überzeugen, was Singen im Chor und was Musizieren im Orchester – seit 2014 bzw. 2016 aufgelistet im Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland – bedeuten.

Der Bundespräsident schafft den Anlass

Den Anlass für die Tage der Chor- und Orchstermusik gibt der Bundespräsident. Regelmäßig zeichnet er traditionsreiche Chöre mit der Zelter-Plakette und Orchester mit der Pro Musica-Plakette aus, wenn sie mindestens 100 Jahre lang ununterbrochen gewirkt haben. Die ersten Plaketten eines Jahres werden in einem Festakt überreicht, für den die Tage der Chor- und Orchestermusik den Rahmen bilden. Gleichzeitig demonstrieren sie einem breiten Publikum das hohe Niveau, auf dem die Amateure musizieren.

Ministerpräsident Kretschmann ist Schirmherr

Die Veranstaltung findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt – 2015 im niedersächsichen Celle, 2016 im brandenburgischen Eberswalde und 2017 nun in Konstanz in Baden-Württemberg. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann übernommen.

Angesichts der exponierten Lage im äußersten Süden Deutschlands wollen die Veranstalter den verbindenden Charakter von Musik unterstreichen und bewusst auch eine „Brücke“ über die Landesgrenzen in der Bodenseeregion schlagen: Unter den mehr als 1.000 Mitwirkenden aus 45 Ensembles sind u.a. der Schweizer Jugendchor sowie zwei Orchester mit Schweizer und deutschen Mitgliedern bzw. weiteren aus Liechtenstein und Österreich.

Konzerte, Diskussion und selber Singen: Musik aus vielfältigen Perspektiven

Das Programm umfasst über drei Tage verschiedene Programmbausteine, die den Zugang zur Musik aus ganz unterschiedlichen Richtungen ermöglichen. Den Auftakt geben die Südwestdeutsche Philharmonie und der Sinfonische Chor Konstanz mit einer Uraufführung im neuen Bodenseeforum am Freitagabend, den 24. März 2017. Am Samstagvormittag folgt in der Lutherkirche eine Podiumsdiskussion, die die großen Jubiläen 600 Jahre Konstanzer Konzil und 500 Jahre Reformation zum Anlass nehmen, deren Impulsen für die Kirchenmusik bis hin zur Gegenwart nachzuspüren. Beim Offenen Singen und Musizieren von Liedern, Kanons und Chorälen am Samstagmittag im Sparkassenhof sind neben den Ensembles ausdrücklich auch Passanten und Publikum zum Mitmachen eingeladen. Ebenso „für alle“ ist der ökumenische Festgottesdienst am Samstagnachmittag im Münster, der natürlich einen musikalischen Schwerpunkt hat.

Auf individuellen Konzertrouten durch die Nacht der Musik

Für die Besucher dürfte die danach folgende Nacht der Musik einen ganz besonderen Reiz haben: Zwischen 19 und 23 Uhr am Samstag gibt es jeweils 30-minütige Auftritte der Musiker an zehn verschiedenen Spielorten in der Innenstadt gleichzeitig – über 40 Kurzkonzerte insgesamt! Hier steht die ganze Vielfalt auf dem Programm: von zartem Harfenklang bis zu groovigem Pop, von Bach-Barock bis zu zeitgenössischen Chorkompositionen, von humorvollem Männergesang bis zur Streicherserenade, um nur einige Beispiele zu nennen. Aus den verschiedenen Musikangeboten stellt sich jeder Zuhörer sein Lieblingsprogramm zusammen und wandelt zwischen den Locations auf seiner eigenen Konzertroute hin und her. Alles ist fußläufig erreichbar.

Den Schluss- und Höhepunkt bildet schließlich am Sonntagvormittag der Festakt mit Verleihung der Zelter- und Pro Musica-Plaketten wiederum im Bodenseeforum Konstanz. Die musikalische Ausgestaltung übernehmen hier der Badische Jugendchor, das Badische Zupforchester, das Südbadische Blechbläserensemble sowie der Südwestpfälzer Kinderchor.

Der Eintritt ist frei

Für das Auftaktkonzert der SWP sind Karten zwischen 34 und 54 Euro erhältlich; der Vorverkauf hat bereits begonnen. Zu allen weiteren Veranstaltungen der Tage der Chor- und Orchestermusik ist der Eintritt frei. Die Türen stehen, solange Plätze im jeweiligen Raum verfügbar sind, allen musikinteressierten Besuchern offen. Auch zum Festakt ist der Eintritt für jedermann kostenfrei, aber kartenpflichtig. Hierfür sind Karten ab 6. März im Büro der Konzilstadt Konstanz erhältlich (Marktstätte 1 im Sparkassen-Innenhof, Telefon 07531 / 36 327-21, konzil@konstanz.de).

Detailinformationen zu allen Veranstaltungen sind im Programmbuch zu finden, das an den Veranstaltungsorten ausliegt.


Diese Meldung ist Teil der Pressemappe vom Pressegespräch am 10. Februar 2017 in Konstanz. Alle sechs Texte der Pressemappe plus Deckblatt stehen nachfolgeld, gepackt als zip-Datei (1MB), zum Download bereit.
 

Pressemappe 10. Februar 2017: Tage der Chor- und Orchestermusik 2017 (zip-Datei 1,6MB)
Foto Pressegespräch 10. Februar 2017 Konstanz (zip-Datei 4,3 MB)
Bildzeichen Tage der Chor- und Orchestermusik 2017 (zip-Datei 4,8MB)

3. Januar 2017 – Enge Kooperation von BDC und BDO vereinbart

Enge Kooperation von BDC und BDO vereinbart

Die beiden großen Dachverbände der Amateurmusik in Deutschland wollen künftig enger zusammenarbeiten. Die Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) und der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) haben Mitte Dezember im neuen BDC-Büro in Berlin eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die Aufgabenverteilung zwischen beiden Geschäftsstellen in der Hauptstadt und in Trossingen neu regelt und dabei spürbare Synergiepotenziale erschließt. Ziel ist es, die Wahrnehmung von Chor- und Orchestermusik in Politik und Öffentlichkeit zu verbessern und die Mitgliedsverbände des vokalen und instrumentalen Amateurmusizierens stärker miteinander zu vernetzen.

Ansatzpunkte für die sinnvolle Zusammenarbeit von BDC und BDO sind vielfach ähnliche Tätigkeiten in den beiden Geschäftsstellen wie beispielsweise die Antragsbearbeitung der Zelter- bzw. Pro Musica-Plaketten für traditionsreiche Ensembles. Schon seit vielen Jahren veranstalten die beiden Organisationen zudem die Tage der Chor- und Orchestermusik gemeinsam und diesem Jahr erstmals zusätzlich das Deutsche Musiktreffen 60plus. BDC und BDO verstehen sich als Schwesterverbände, was nicht zuletzt die gleichartig gestalteten Logos belegen. Während die neue Kooperation auf der operativen Ebene zum Jahresbeginn 2017 startet, wird parallel weiter daran gearbeitet, die beiden Dachverbände auch institutionell enger zusammenzuschließen und ohne Zeitdruck eines Tages zu einem gemeinsamen, starken Verband der vokalen und instrumentalen Amateurmusik zu verschmelzen.

In der BDC und der BDO sind insgesamt 18 bundesweit tätige Chor- bzw. Orchesterverbände zusammengeschlossen, die sowohl das weltliche als auch das kirchliche Amateurmusizieren vertreten. Gemeinsam repräsentieren sie rund zwei Millionen aktive Musikerinnen und Musiker in 70.000 den einzelnen Mitgliedsverbänden angeschlossenen Ensembles.

Foto: Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch die Präsidenten von BDC und BDO, Prof. Dr. Hans Jaskulsky (li.) und Ernst Burgbacher (re.); dahinter stehen BDC-Generalsekretär Niklas Dörr (li.) und BDO-Geschäftsführer Lorenz Overbeck (re.). (Foto Jasko Dolezalek)


25. April 2016 – Konstanz ruft zu den Tagen der Chor- und Orchestermusik 2017

Konstanz ruft zu den Tagen der Chor- und Orchestermusik 2017

Im kommenden März ehrt der Bundespräsident verdiente Vokal- und Instrumentalensembles aus ganz Deutschland am Bodensee

Drei Wochen vor Ostern 2017 vereinen und präsentieren die Tage der Chor- und Orchestermusik in Konstanz die ganze Bandbreite musikalischer Ausdruckskraft mit der Singstimme bzw. mit Instrumenten. Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung ist der Festakt zur Verleihung der vom Bundespräsidenten gestifteten Zelter-Plakette und der Pro Musica-Plakette an ausgewählte traditionsreiche Chöre bzw. Orchester. Dies ist die höchste Auszeichnung in der Amateurmusik in Deutschland. Zahlreiche Konzerte, Workshops und ein ökumenischer Festgottesdienst umrahmen diesen Anlass vom 24. bis zum 26. März.

Unter mehreren Bewerberstädten um die Ausrichtung der Tage der Chor- und Orchestermusik 2017 war die Wahl auf Konstanz gefallen, wo es ausgezeichnete Bedingungen für einen solchen „Musikgipfel“ gibt. Gleichzeitig feiert die Stadt das 600. Jubiläum des Konstanzer Konzils. Für Ruth Bader, Geschäftsführerin der Konzilstadt Konstanz, sind die Tage „ein wunderbarer Anlass, wieder die ganze Stadt zum Klingen zu bringen“ – wie schon seinerzeit, als so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft in den mittelalterlichen Gassen zusammenkamen und jeder auch seine Musik mitbrachte.

Die Tage der Chor- und Orchestermusik, das bedeutendste Fest der Amateur-Musiklandschaft, sind eine Veranstaltung der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände, in der die nationalen Dachverbände der vokalen und instrumentalen Amateurmusik gemeinsam agieren.

Diese sichten nun für die einzelnen Programmbausteine der drei Tage in Konstanz geeignete Ensembles, die sich und ihr Können jeweils in 30-minütigen Auftritten demonstrieren möchten – zum Beispiel bei der „Nacht der Musik“ am 25. März 2017. Hier können rund 50 Chöre und Orchester an zahlreichen Spielstätten in der ganzen Stadt das vielfältige Spektrum und die exzellente musikalische Qualität des Amateurmusizierens zeigen. Dabei strahlen die Tage der Chor- und Orchestermusik über Konstanz und die Bodenseeregion hinaus bundesweit aus. Bewerbungen, gern auch aus den Anrainerländern, werden bis zum 31. Juli 2016 in den Geschäftsstellen der BDC (info@chorverbaende.de) und der BDO (info@orchesterverbaende.de) gesammelt. Anschließend stellt eine Kommission der Bundesvereinigung das Programm in Detail zusammen.

Foto: Programmauftakt für die Tage der Chor- und Orchestermusik 2017 – Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) stellte in Konstanz das Veranstaltungskonzept vor und präsentierte die Zelter- und die Pro-Musica-Plakette, die dann durch den Bundespräsidenten verliehen werden. Foto Bertram Maria Keller/BDC


24. März 2015 - Neufassung der Richtlinien zur Verleihung der Zelter-Plakette abgeschlossen

Neufassung der Richtlinien zur Verleihung der Zelter-Plakette abgeschlossen

Neue Richtlinien und Antragsformulare online verfügbar

Seit 1956 ehrt der Bundespräsident Chöre mit mindestens 100-jähriger Tradition aus dem gesamten Bundesgebiet mit der Zelter-Plakette. Insgesamt 11.328 Chöre haben diese höchste Ehrung im vokalen Amateurmusikbereich bisher erhalten. Das Verfahren zur Neufassung der zugrunde liegenden Richtlinien wurde nun unter Einbeziehung aller in Deutschland tätigen Chorverbände zum Abschluss gebracht.

Der ursprüngliche Text wurde dabei modernisiert und an die heutigen Strukturen in der Verbandslandschaft angepasst: So können nun alle Chöre, die einer bundesweit tätigen Chororganisation angehören, den Antrag direkt über diese Organisation stellen. Bisher war dies nur Chören aus den Verbänden der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. sowie des Deutschen Chorverbandes möglich. Jeder bundesweite Chorverband, aus dessen Reihen Anträge gestellt werden, ist nun auch im Empfehlungsausschuss vertreten, der über die Anträge entscheidet. Chöre, die keinem Chorverband angehören, stellen ihre Anträge nach wie vor über das für Kultur zuständige Ministerium ihres Bundeslandes.

Konkretisiert wurden darüber hinaus die zur Antragstellung notwendigen Unterlagen: Neben einem Gründungsnachweis muss ein Chor eine kurze Chronik der mindestens 100-jährigen aktiven Tradition, die vollständige Liste aller Chorleiter und Vorstände und einen Tätigkeitsbericht der jüngeren Vergangenheit vorlegen. Hinzu kommt eine Bescheinigung der eigenen Gemeinde über Verdienste um das heimische Kulturleben sowie gegebenenfalls ein Vereinsregisterauszug. Katholische Chöre, die bereits die Palestrina-Medaille des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes erhalten haben können sich freuen: Mit der Vorlage der Urkunde ist bereits ein Großteil der Nachweise erbracht.

Auch der Verfahrensablauf ist nun genau geregelt: Anträge müssen bis zum 30. Juni des Vorjahres der Verleihung bei den jeweils zuständigen Stellen vorliegen. Sollte der Empfehlungsausschuss und der Bundespräsident der Verleihung zustimmen, so wird die erste Plakette eines Jahrgangs traditionell im Rahmen der Tage der Chor- und Orchestermusik durch den Bundespräsidenten oder seine/n Stellvertreter/in an einen ausgewählten Chor verliehen. Alle anderen Chöre erhalten ihre Plakette und Urkunde nach diesem zentralen Festakt in eigenen Veranstaltungen in ihren Bundesländern.

Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) koordiniert als zuständige Geschäftsstelle den Ablauf des Antragsverfahrens. Alle Anträge sowie die genauen Richtlinien und alle weiteren Informationen rund um die Zelter-Plakette sind über das Büro der BDC sowie auf deren Homepage www.chorverbaende.de verfügbar.

Die Antragstellung auf Verleihung der Zelter-Plakette ist nach wie vor mit keinerlei Gebühren verbunden und wird großzügig von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.


15. März 2015 - Rede des Bundespräsidenten zu den Tagen der Chor- und Orchestermusik in Celle

“Lassen Sie mich ausnahmsweise mit dem Schluss beginnen. Am Ende dieser Veranstaltung, die ja schon so wunderbar begonnen hat, dass man eigentlich gar nicht möchte, dass sie irgendwann aufhört, am Ende dieser Veranstaltung werden wir alle zusammen singen, und zwar das Lied: „Kein schöner Land….“ Ein besseres Stichwort für das, was ich heute sagen will, kann ich mir gar nicht vorstellen. „Kein schöner Land in dieser Zeit / als hier das uns’re weit und breit…“

Ich will jetzt nicht der Frage nachgehen, ob der Komparativ stimmt. Vielleicht gibt es ja irgendwo ein schöneres Land als hier das uns’re. Ich möchte aber ganz entschieden festhalten, dass unser Land ein sehr schönes, ein sehr lebenswertes und liebenswertes Land ist. Und je weiter ich als Bundespräsident herumkomme, und je länger und je mehr ich sehe, was in diesem Land an Gutem und buchstäblich Vorbildlichem geschieht, umso mehr muss ich sagen: Es ist ein sehr schönes Land, in dem wir alle zusammen leben.

Und woran liegt das? Das liegt nicht zuerst, wie es im Lied heißt, an den schönen Tälern und den Linden, dem Eichengrund und dem hohen Himmel, unter dem wir uns finden, Nein, das liegt in erster Linie an Menschen wie Ihnen! Nicht nur, weil sie so gerne und so gut Musik machen und singen. Das auch! Aber vor allem, weil sich in den vielen tausend Chören und Orchestern der Geist des Engagements zeigt, der Geist des ehrenamtlichen Einsatzes für andere und für eine gute und schöne Sache.

Wir singen und musizieren natürlich zuallererst deshalb, weil es uns selber Freude macht, weil es uns erfüllt. Es nimmt uns für einige Stunden aus dem alltäglichen Sorgen und Mühen heraus. Es lässt die Seele immer wieder zu ihrem eigenen Grund kommen, vom „Seelengrund“ haben die deutschen Mystiker nicht von ungefähr gesprochen. Deshalb kann Singen und Musizieren im vollen Sinne des Wortes beseligend sein. Wir spüren wieder etwas von unseren tieferen Schichten, wir haben das Gefühl, auf andere Art als im Alltag bei uns selber ankommen zu können.

Aber wir singen und musizieren nicht allein und nicht nur für uns selber. Wir brauchen das Miteinander, um einen Chor oder ein Orchester zu gründen und lebendig zu halten. Und wie lange hat dieses Miteinander gehalten, wie ist es immer wieder erneuert worden! Über Generationen hinweg, über Kriege, Inflation, Diktaturen mit ihrer vergewaltigenden Indienstnahme unserer musikalischen Traditionen, über wechselnde Staats- und Wirtschaftsordnungen hinweg! Alle hier ausgezeichneten Chöre und Orchester sind ja mindestens hundert Jahre alt – und nicht nur heute und hier in Celle, in den vergangenen Jahrzehnten sind schon viele geehrt worden, die so eine lange Geschichte haben.

Darauf kann unser Land einfach stolz sein. Vielleicht gibt es schönere Länder. Vielleicht. Aber man muss wohl lange suchen, um ein Land zu finden, in dem die Musikkultur mehr gefördert wird. Wir haben in Deutschland nicht nur die Hälfte aller Opernhäuser der Welt: Diese sogenannte musikalische Hochkultur gibt es nur, weil es an der Basis, in den Dörfern und Kleinstädten und in den Stadtvierteln der Großstädte unzählige Orte gibt, wo aktiv musiziert wird. Freude an der Musik, Leidenschaft zum Hören der großen Werke: das wächst meist beim eigenen Musizieren. Ginge das verloren, würde auch das Opern- und Konzertpublikum der großen Häuser schwinden.

Eine lange Tradition ist etwas sehr Schönes – aber eine lange Tradition ist noch keine Garantie dafür, dass es auch in Zukunft so gut weitergeht. An der Zukunft muss immer aktiv und bewusst gebaut werden.

Dazu zwei Gedanken:

Unsere Gesellschaft verändert sich. Unsere deutsche musikalische Tradition, jenes „immaterielle Kulturerbe“, von dem wir gerne sprechen, wird in Zukunft auch vielen anvertraut werden, die aus ganz anderen Kulturen und Traditionen zu uns kommen. Wie wird das Erbe erhalten? Wie wird es sich verändern? Ich finde es deshalb sehr gut und bemerkenswert, dass es in diesen Tagen der Chor- und Orchestermusik in Celle zum Beispiel ein Forum gibt, das sich mit dem Thema „Chorsingen in der Migrationsgesellschaft“ beschäftigt.

In dieser Migrationsgesellschaft wird es von herausragender Bedeutung für die Zukunft des Musiklandes Deutschland sein, ob und wie Migranten einen Zugang finden zu diesem wesentlichen und unverwechselbaren Bestandteil unserer Kultur. Und wie sie sich diese Kultur möglicherweise kreativ und innovativ aneignen und sie mit dem, was sie selber mitbringen, bereichern. Ich finde es sehr gut, dass die Verbände diese Zukunftsaufgabe erkannt haben und sich ihr stellen.

Und ein zweiter Gedanke: Ein großer Teil der musikalischen Kultur unseres Landes wird seit unvordenklichen Zeiten von kirchlichen Chören und Orchestern getragen. Es ist vielleicht kein Zufall, dass der Chor und das Orchester, die ich gleich hier auf der Bühne stellvertretend für alle anderen öffentlich auszeichne, ein katholischer Kirchen- und ein evangelischer Posaunenchor sind. Unzählig viele Menschen in unserem Land sind großer Musik nur deshalb begegnet, weil sie im Gottesdienst einmal eine Mozartmesse oder eine Bachkantate gehört oder vielleicht sogar gesungen haben. Oder auch weil sie bei einem Bläsersatz über einen Paul-Gerhardt-Choral mitmusiziert haben.

Insofern sehe ich es mit Sorge, wenn Kirchenchöre „sterben“, weil es an musikalischem Nachwuchs fehlt oder wenn weitere Kirchenmusikerstellen eingespart werden. Hier droht an vielen Orten – oft an kleineren, und darum zunächst im Ganzen wenig sichtbar – ein Abbruch unersetzlicher kultureller Praxis. Ich weiß, dass man an vielen Stellen – innerhalb und außerhalb der Kirche und mit Hilfe neuer Kooperationen – versucht, diesem Trend entgegenzusteuern. Ich wünsche diesen Bemühungen von ganzem Herzen Erfolg, denn hier geht es um eine lebendige, identitätsstiftende und unverwechselbare Tradition, die auch für die Zukunft wertvoll ist.

Um eine reiche Chor- und Orchesterlandschaft zu erhalten, braucht es mehr als nur Freude am Singen und Musizieren. Deswegen möchte ich heute allen danken, die sich um das kümmern, was man im Konzert zwar nicht hören kann, was aber unbedingt dazugehört, damit es überhaupt zum Konzert kommt. Ich denke an diejenigen, die Programme drucken, Flyer verteilen und Plakate aufhängen, die die Noten verwalten und die Anwesenheitshefte führen, die sich um den Nachwuchs kümmern, die Sponsoren und Unterstützer werben, die Anzeigen sammeln für Programmhefte, die die Räume in Schuss halten, die Mitgliedsbeiträge einsammeln, die die Kasse prüfen, die Auftritte planen, Chorreisen organisieren, Chroniken anlegen und, und, und …

Und nicht zuletzt denke ich an die, die sich in den Vorstand wählen lassen, die Verantwortung übernehmen, auch auf Landes- und Bundesebene. Ohne dieses, sagen wir: vormusikalische Engagement würde kaum ein Ton erklingen, bliebe die Musik stumm. Es herrschte – wie sagt man? – Schweigen im Walde.

Ein schönes Land, in dem so vieles freiwillig und ehrenamtlich geschieht! Ein schönes Land, in dem so viel, so gern und so schön gesungen und musiziert wird! Ein schönes Land, zu dem Sie alle einen so wichtigen und guten Beitrag leisten!”

Berlin, 15.03.2015 - Es gilt das gesprochene Wort.

Quelle: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2015/03/150315-Celle.html;jsessionid=65474560FDC091BD3BD581415AAFA12E.2_cid293


20. Mai 2014 - Neuer Kapitän für das Flaggschiff der Chorwettbewerbe

Neuer Kapitän für das Flaggschiff der Chorwettbewerbe

Jürgen Budday ist neuer Künstlerischer Leiter in Marktoberdorf

Mit Jürgen Budday übernimmt einer der profiliertesten und angesehensten deutschen Chorexperten zum 1. Juni 2014 die künstlerische Leitung des Internationalen Kammerchor-Wettbewerbs Marktoberdorf. Der Veranstalter des Wettbewerbs, die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC), berief Budday als Nachfolger von Wettbewerbsgründer Dolf Rabus, der im vergangenen Winter nach langer Krankheit und fast 25-jährigem Wirken in Marktoberdorf verstarb.

Jürgen Budday ist ein unermüdlicher Streiter für die Chormusik. Zentrum seines eigenen musikalischen Wirkens ist das Kloster Maulbronn. Neben der Gründung und Leitung des international renommierten Maulbronner Kammerchores, entwickelte Budday die Maulbronner Klosterkonzerte im UNESCO-Weltkulturdenkmal als Künstlerischer Leiter (bis 2013) zu einem Klassik-Festival mit internationalem Renommee. Die Arbeit Buddays wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht. So ist er u.a. Träger des Bundesverdienstkreuzes und wurde durch den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg zum Professor ernannt. Der BDC-Mitgliedsverband Verband Deutscher KonzertChöre (VDKC) verlieh Jürgen Budday im Jahr 2013 den Georg-Friedrich Händel-Ring (Eine ausführliche Vita und weitere Informationen zum Wirken Jürgen Buddays sind auf www.jbudday.de zu finden).

Für die Aufgaben in Marktoberdorf bringt Jürgen Budday die besten Voraussetzungen mit: Als Vorsitzender des Expertengremiums „Beirat Chor“ des Deutschen Musikrats ist er mit der Vorbereitung des bedeutendsten Chorwettbewerbs auf nationaler Ebene, dem Deutschen Chorwettbewerb (ab 26. Mai 2014 in Weimar), betraut. Hier übernimmt Budday ebenso den Vorsitz der Jury. Mit seinem Maulbronner Kammerchor war er 2009 Preisträger in Marktoberdorf. Aufgrund dieses Erfahrungsschatzes lag es nahe, ihm die künstlerische Leitung des Flaggschiffes der Chorwettbewerbe auf internationaler Ebene lag anzutragen. Budday selbst freut sich auf die neue Herausforderung im Allgäu: „Ich fühle mich dem Internationalen Kammerchor-Wettbewerb in Marktoberdorf seit Beginn an sehr verbunden. Dolf Rabus gelang damit die einzigartige Synthese zwischen musikalischer Höchstleistung, perfekter Organisation und regionaler Verwurzelung und Identifikation. Es ist mir eine Ehre und Ansporn, diese Arbeit fortzuführen. Mein Ziel ist, die Strahlkraft dieses Festivals zu erhalten und den Wettbewerb auf hohem Niveau weiter zu entwickeln. Ich sehe meinem neuen Wirkungsort und der Zusammenarbeit mit dem Wettbewerbs-Team und der BDC mit freudiger Erwartung und Bereitschaft entgegen".

Bei der BDC ist man äußerst glücklich, dass es möglich war, Jürgen Budday für den eigenen Wettbewerb zu gewinnen. Präsident Prof. Dr. Hans Jaskulsky ist sich sicher, „einen exzellenten Nachfolger für Dolf Rabus gefunden zu haben. Musikalische Qualität war und ist für Jürgen Budday schon immer die höchste Maxime, dies gilt auch für Marktoberdorf. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg und die neuen Akzente, die Jürgen Budday setzen wird. Ein Umbruch ist immer auch die Chance zu einem Aufbruch – und die wollen wir ergreifen.“

Der Vertrag mit Jürgen Budday hat zunächst eine Laufzeit bis zum Wettbewerb im Jahr 2019. Ihm zur Seite steht ein bewährtes Team mit Wettbewerbs-Geschäftsführer Sebastian Pflüger an der Spitze, das Budday die Einarbeitung in Marktoberdorf erleichtern wird. Viel zu tun gibt es in jedem Fall für den neuen Kapitän, denn die Ausschreibung für den nächsten Wettbewerb (2015) läuft bereits.

Alle Informationen zum Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf sowie zur Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. sind auf www.modfestivals.org bzw. www.chorverbaende.de zu finden.


13. Mai 2014 - Celle ist Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik 2015

Celle ist Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik 2015

Bundespräsident ehrt verdiente Chöre und Orchester

Celle wird im kommenden Jahr zum Treffpunkt für Amateurmusiker und Musikliebhaber aus dem gesamten Bundesgebiet. Das bedeutendste Fest der nicht-professionellen Musiklandschaft, die Tage der Chor- und Orchestermusik, vereint vom 13. bis 15. März 2015 den Reichtum des vokalen und instrumentalen Musizierens in der niedersächsischen Residenzstadt.

Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung ist der Festakt zur Verleihung der vom Bundespräsidenten gestifteten Auszeichnungen für traditionsreiche Ensembles, der Zelter- und der Pro-Musica-Plakette. Umrahmt wird die Zeremonie von zahlreichen Konzerten, Workshops und einem ökumenischen Festgottesdienst. Die exzellente musikalische Qualität des Amateurmusizierens steht in Celle ebenso im Mittelpunkt wie die Vielfalt des Musizierens in der Region und ganz Deutschland.

In Celle ist man glücklich, Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik sein zu dürfen. Bei Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende stieß das Kulturereignis von Anfang auf offene Ohren. Entsprechend blickt er den Tagen mit Spannung entgegen: „Ich freue mich, dass sich dieses hervorragende Musik- und Klangerlebnis in Celle ein Stelldichein gibt. Alle Menschen dieser Stadt, ob groß, ob klein, ob jung, ob alt sind zum Mitmachen und Mithören aufgerufen. So können wir gemeinsam ein breites Publikum davon überzeugen: Musik gehört zum Leben! Ich hoffe und wünsche, dass alle unsere Musikliebhaberinnen und -liebhaber das Ihre zum Gelingen des Festivals beitragen und Celle sich damit in die Reihe der erfolgreichen Ausrichterstädte einreiht!“. 

Der Geschäftsführer des für die Organisation verantwortlichen Dachverbandes der deutschen Amateurchorverbände (Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V.), Simon Pickel, freut sich, dass mit Celle eine Ausrichterstadt gewonnen werden konnte, „deren Charme sich Musiker wie Besucher nicht entziehen können. Die kurzen Wege und die hervorragenden Konzertorte bieten ideale Rahmenbedingungen für ein solches Ereignis, das von den Verantwortlichen vor Ort großartig unterstützt wird. Dank der vielfältigen und hochkarätigen Musiklandschaft in der Umgebung und ganz Niedersachsen können wir für das Programm aus dem Vollen schöpfen.“

Die Tage der Chor- und Orchestermusik sind eine Veranstaltung des Zusammenschlusses der nationalen Dachverbände der vokalen und instrumentalen Amateurmusik, der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände. Organisiert wird die Veranstaltung im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit der Kulturverwaltung und dem Oberbürgermeisteramt der Stadt Celle. Kooperationspartner ist der Niedersächsische Chorverband

Weitere Informationen zu den Tagen der Chor- und Orchestermusik sowie zur Zelter- und Pro-Musica-Plakette sind auf www.chorverbaende.de bzw. www.orchesterverbaende.de zu finden.


10. September 2013 - Erste Chormusik-App in Deutschland

Erste Chormusik-App in Deutschland
– von Chormusik-Fans für Chormusik-Fans

Bundesverband stellt interaktive Anwendung für Smartphones und Tablets vor

Seit sich Smartphones und Tablets rasend schnell verbreiten, kommen eine Vielzahl kleiner Anwendungen, die sogenannten Apps, auf dem Markt, die den Nutzer in allen Lebenslagen unterstützen sollen. Doch noch gab es für die über 2 Millionen Chorsängerinnen und –sänger in Deutschland sowie für die unzähligen Menschen, die an Chormusik interessiert sind, keine passende App. Nun stellt der Dachverband der Chöre, die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC), mit ITCHOIR die erste offizielle Chor-App für Deutschland vor, die für alle Chorfreunde in der Republik umfangreiche Informationen bereithält und zum interaktiven Mitmachen einlädt.

Weltweiter Kalender für Chormusik-Events

Um ITCHOIR auch in Deutschland allen Chormusik-Fans zugänglich zu machen, kooperiert die BDC mit dem italienischen Produzenten der App, der ITCHOIR bereits seit einiger Zeit in anderen Ländern erfolgreich betreibt. BDC-Generalsekretär Simon Pickel sieht darin für die Chormusik-Freunde in Deutschland zwei große Vorteile: "Zum einen erhält man mit ITCHOIR ein System, das bereits etabliert ist und praxisnah erprobt und weiterentwickelt wurde, zum anderen können alle Benutzer von ITCHOIR auf eine weltweite Datenbank zurückgreifen und auch ihre eigenen Veranstaltungen mit Fans auf der ganzen Welt teilen. Die Chorszene im "Mutterland der Chormusik" ist damit auch im IT-Zeitalter angekommen."

Umfassende Information und Interaktivität

ITCHOIR ist in zwei Versionen zum Download erhältlich: ITCHOIR Info ist ein interaktiver Kalender, der den Nutzer auf alle Veranstaltungen rund um Chormusik in Deutschland zugreifen lässt, seien es Konzerte, Festivals oder Workshops. Neben der weltweiten Standard-Suche listet die App über die Standortbestimmung des Smartphones oder Tablets automatisch sämtliche Veranstaltungen auf, die zeitnah im Umkreis von 200 km stattfinden, Routenplaner natürlich inbegriffen. Neben der Möglichkeit zur umfassenden Information kann der Nutzer von ITCHOIR Info auch die Veranstaltungen interaktiv auf Facebook und Co. Mit Freunden teilen, sich Video- und Audioaufnahmen auf YouTube ansehen, mit den Veranstaltern in Kontakt treten, Karten bestellen, sich für Workshops und Kongresse anmelden, in Echtzeit Konzerte kommentieren und vieles mehr.

ITCHOIR Pro ist für Chöre, Dirigenten, Organisatoren von Festivals, Kongressen und Workshops sowie andere Veranstalter ein hilfreiches Tool, um ihre Veranstaltungen bei Chormusikfans im näheren und weiteren Umkreis bekannt zu machen und dafür zu werben. Über ITCHOIR Pro lassen sich alle wichtigen Informationen über das eigene Event mühelos verbreiten, sowohl für Nutzer von ITCHOIR als auch über Social Media Platformen wie Facebook und Twitter. Dabei lassen sich neben den üblichen Angaben über Künstler, Programme, Adressen und Ticketpreise auch Multimedia-Dateien bereitstellen, sowie weiterführende Seiten verlinken. Über die Feedback-Funktion erhalten Veranstalter wertvolle Kommentare von Besuchern. Natürlich verfügt ITCHOIR Pro über alle Funktionen der Grundversion.

Für iOS und Android erhältlich – Vorstellung auf Chormesse

ITCHOIR Info und Pro stehen ab sofort über die Homepage des Bundesverbandes (www.chorverbaende.de) sowie in den jeweiligen App-Shops (AppStore und Google Play) zum Download zur Verfügung. Für Android kostet die Info-Version 2,00 Euro (iOS: 2,69 Euro), die umfangreichere Pro-Variante ist für 5,00 Euro (iOS: 7,99 Euro) erhältlich. Die Chor-App wird im Rahmen der Chormesse chor.com vom 12.-15. September am Stand der BDC in den Westfalenhallen Dortmund (Stand 7) der Öffentlichkeit vorgestellt und alle Interessierten können sich über die vielfältigen Funktionen persönlich informieren.

Weitere Informationen zu ITCHOIR sowie der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. erhalten Sie auf www.chorverbaende.de und www.itchoir.it.


21. Juni 2013 - Gemeinsame Angebote zur Chorleiterausbildung

Gemeinsame Angebote zur Chorleiterausbildung

Dachverband der Chorverbände kooperiert mit Bundesakademie Wolfenbüttel

Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) kooperiert auch in Zukunft mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel auf dem Gebiet der Chorleiterausbildung. Der Präsident des Dachverbandes der vokalen Amateurmusik in Deutschland, Prof. Dr. Hans Jaskulsky und die Direktorin der Bundesakademie, Prof. Dr. Vanessa-Isabell Reinwand-Weiss unterzeichneten einen Kooperationsvertrag, der die exzellente fachliche und pädagogische Qualität der Aus- und Weiterbildung von Chorleitern im Rahmen der Angebote der Bundesakademie auch in Zukunft sicherstellt. Die Kooperation betrifft sowohl die Lehrgänge der allgemeinen Chorleitung als auch der Jazz- und Popchorleitung (jeweils Stufe B), die angesichts einer zunehmenden Spezialisierung der Chorlandschaft stetig an Bedeutung gewinnt. Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände ist hierbei nicht nur als Multiplikator tätig, sondern bringt die Kompetenzen der im Dachverband vereinigten Verbände auch bei der Auswahl der Dozenten sowie im Prüfungs- und Zertifizierungsverfahren mit ein. BDC-Präsident Jaskulsky ist froh, mit der Bundesakademie Wolfenbüttel auf einen „verlässlichen und auf dem Gebiet der musikalischen Bildung profilierten Partner zurückgreifen zu können, der für eine hochwertige Qualität der Ausbildung steht, welche für die Erhaltung und Fortentwicklung der Chortradition in Deutschland unerlässlich ist.“ Frau Reinwand-Weiss betont: „Es freut mich, dass wir mit der BDC einen kompetenten Ansprechpartner und Türöffner zur reichen Chorlandschaft haben und im Informationsaustausch optimal auf die Bedürfnisse der Chorleiterinnen und Chorleiter eingehen können.“ 

Die nächste Qualifizierungsreihe Jazz- & Popchorleitung Stufe B startet Ende August 2013 mit der ersten von insgesamt sechs Phasen. Die aktuelle Ausbildung Chorleitung Stufe B wird noch bis Ende 2014 andauern, ein Neubeginn ist für 2015 geplant. Informationen hierzu erhalten Sie bei der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel sowie der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. auf www.chorverbaende.de


21. März 2013 - CHORbüro unterstützt Kinderhospiz

Marktoberdorfer CHORbüro unterstützt Kinderhospiz St. Nikolaus

Benefizaktion für Einrichtung im Allgäu brachte EUR 1.500,-

Die Tage der Chor- und Orchestermusik 2013 in Ulm und Neu-Ulm standen ganz im Zeichen von Kindern und Jugendlichen. Die verschiedenen Veranstaltungen haben gezeigt, welche herausragende Arbeit hier möglich ist und wie viel Freude junge Menschen beim  gemeinsamen Musizieren haben, welche tiefen Emotionen Musik auslöst und welche positiven Effekte für die Entwicklung sich daraus ergeben.

Gleichzeitig waren sich die Organisatoren bewusst, dass es Kinder gibt, denen diese Möglichkeiten nicht offen stehen. Aus diesem Grund standen bei allen Konzerten der Tage der Chor- und Orchestermusik Spendenhäuschen des Kinderhospiz‘ St. Nikolaus in Bad Grönenbach. Dieses Hospiz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Süddeutschland und bietet unheilbar kranken Kindern, deren Eltern und Geschwistern eine intensive

Betreuung und die Möglichkeit des Abschiednehmens in einer schönen und würdigen Umgebung. In der Arbeit des Kinderhospiz‘ spielt auch Musiktherapie eine wichtige Rolle.

Nun konnte Simon Pickel, der Generalsekretär der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC), dem Kinderhospiz St. Nikolaus einen Scheck über EUR 1.500,- überreichen und zeigte sich beeindruckt vom enormen Engagement der Mitarbeiter und der liebevollen Atmosphäre im Hospiz. Auch der Internationale Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf, der in Trägerschaft der BDC ausgetragen wird, will die Arbeit des Kinderhospiz‘ während des nächsten Festivals im Mai unterstützen.

Im Kinderhospiz St. Nikolaus im Allgäu können sich Eltern und Geschwister der kranken Kinder während des gesamten Aufenthalts mit einbringen und den Austausch mit anderen Familien suchen. Um diese für die Kinder und die Angehörigen wichtige Möglichkeit zu erhalten, ist das Kinderhospiz St. Nikolaus auf großzügige Unterstützung angewiesen.

Spenden sind jederzeit unter den folgenden Bankverbindungen möglich:

Kinderhospiz im Allgäu e.V.
Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim
Konto-Nr. 10 229 706, BLZ 731 500 00
VR-Bank Memmingen
Konto-Nr. 133 78 90, BLZ 731 900 00

Weitere Informationen zum Kinderhospiz St. Nikolaus Bad Grönenbach finden Sie unter

www.kinderhospiz-nikolaus.de

Weitere Informationen zur Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. finden Sie unter

www.chorverbaende.de


14. März 2013 - Eine Sternstunde für die Amateurmusik

Eine Sternstunde für die Amateurmusik

Tage der Chor- und Orchestermusik in Ulm und Neu-Ulm ziehen Tausende in ihren Bann

Am vergangenen Sonntag sind die diesjährigen Tage der Chor- und Orchestermusik mit einem fulminanten Festakt im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm zu Ende gegangen. Drei Tage lang erfüllten knapp 900 Musiker mit 35 Ensembles beide Seiten der Donau mit ihren Klängen und ließen das bedeutendste Fest der Amateurmusik in Deutschland zu einem unvergesslichen Ereignis werden. Organisiert wurde die Veranstaltung von den beiden Dachverbänden der vokalen und instrumentalen Amateurmusik, der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) und der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO).

Das vom Landesjugendchor Baden-Württemberg und vom Landes-Jugendjazzorchester Bayern gestaltete Konzert am Freitag Abend im Congress Centrum Ulm bot einen würdigen und stimmungsvollen Auftakt in das Wochenende. Anspruchsvolle Chormusik traf hier auf BigBand-Musik vom Feinsten.

Beim Ökumenischen Festgottesdienst am Samstag trotzten ca. 1000 Besucher den eisigen 4 Grad Raumtemperatur im Ulmer Münster und ließen sich von den exzellenten musikalischen Darbietungen der Stuttgarter Kantorei, des Motettenchores der Münsterkantorei Ulm, des Blechbläser-Ensembles Garda Brass, des Ensembles Roggenstein sowie von Friedemann Johannes Wieland an der Münsterorgel innerlich erwärmen. Insbesondere das vielfach preisgekrönte Ensemble der Musikschule Fürstenfeldbruck zauberte mit seinen Mandolinen eine ganz besondere Atmosphäre in den gewaltigen Kirchenbau.

Ein voller Erfolg war die neu eingeführte Nacht der Schulmusik mit dem vorausgehenden Forum Schulmusik zum Thema „Vokalklassen“ am Samstag. Im Vortrag der Musikpädagogen Grit Steiner und Christoph Wagner kam zum Ausdruck, welche vielfältigen Möglichkeiten sich bieten, um den Musikunterricht für Schüler jeden Alters durch die Einrichtung von Singeklassen mit gezielter und altersgerechter gesangspädagogischer Förderung abwechslungsreich und nachhaltig zu gestalten. Im vollbesetzten Ulmer Kornhaus zeigten dann am Abend fünf Schulensembles aus der Region herausragende Leistungen und traten den Beweis an, welches künstlerische Potential in Schülerinnen und Schülern steckt. Eine intensive Förderung ist dafür unabdingbar und hier konnten die Tage der Chor- und Orchestermusik Zeichen setzen. Eine Publikation zum Thema Vokalklassen ist in Vorbereitung.

Nicht zuletzt Dank des milden Vorfrühlingswetters belebten ebenfalls in der Nacht von Samstag auf Sonntag tausende Besucher die Innenstädte von Ulm und Neu-Ulm, um die vielfältigen Angebote der Nacht der Musik wahrzunehmen. Das Publikum konnte dabei 25 Konzerte an 10 ungewöhnlichen, teils intimen Veranstaltungsorten erleben und von den mystischen Klängen der „Windsbacher Psalmen“ des Ensembles miXtur in der Nikolauskapelle zum Wolfratshauser Kinderchor im Lichthof des Ulmer Museums und weiter zur Jodlergruppe Hindelang in der Musikschule Neu-Ulm wandeln. Daniel Zacher sorgte mit seinem Akkordeon in einem historischen Straßenbahnwagen ebenso für beste Unterhaltung, wie das Vokalquartett Mission Possible und das Salonensemble Csardasparadies im Café im Kornhauskeller. Im Foyer des Kornhauses fand die Nacht der Musik schließlich ihren Abschluss, zur Musik der Jazzcombo Too Saxy tanzten viele Besucher und Musiker bis in die frühen Morgenstunden.

Formaler Höhepunkt des Wochenendes war der Festakt zur Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plaketten im Edwin-Scharff-Haus Neu-Ulm am Sonntag Vormittag. Alle verfügbaren Karten waren bereits im Vorfeld reserviert worden und so bot sich den Musikern, den Plaketten-Empfängern sowie den Rednern eine festliche Atmosphäre. Kulturstaatsminister Bernd Neumann ließ sich kurzfristig entschuldigen, doch Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk sowie Neumanns Amtschefin Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel erwiesen sich als charmante Vertreter und gestalteten gemeinsam mit BDC-Präsident Prof. Dr. Hans Jaskulsky und BDO-Vizepräsident Fritz Hörter eine sympathische und würdige Verleihungszeremonie. Aus den Händen von Merk und Berggreen-Merkel erhielten die Sängerabteilung des TSV 1889 e.V. Bad Überkingen und die Stadtkapelle Leipheim e.V. stellvertretend für 67 weitere Chöre und 40 weitere Instrumentalensembles die ersten Plaketten und Urkunden des Jahres. Auch musikalisch zeigte sich die Welt der Amateurmusik von ihrer besten Seite: mit dem überwältigenden Münchener Jazzchor VoicesInTime und den weltberühmten Ulmer Ensembles Sinfonietta Ulm, Ulmer Spatzen und Junge Bläserphilharmonie Ulm setzten die Tage der Chor- und Orchestermusik hier Maßstäbe. Von den beiden fachkundigen BR-Klassik Moderatoren Annekatrin Schnur und Clemens Nicol wurde das Publikum schließlich in den nach drei Tagen Sonnenschein pünktlich einsetzenden Regen entlassen.

Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände zeigte sich als für die Vorbereitung verantwortlicher Verband beeindruckt von der einmaligen musikalischen Qualität der diesjährigen Veranstaltung sowie von der Resonanz in Bevölkerung und Medien. Weit über 5000 Besucher kamen zu den verschiedenen Konzerten in Ulm und Neu-Ulm und die Tage der Chor- und Orchestermusik stießen in der regionalen und überregionalen Presse, in Funk und Fernsehen auf ein begeistertes Echo. BDC-Präsident Prof. Dr. Hans Jaskulsky bedankte sich bei den großartigen Gastgebern an der Donau und betonte, dass „wir es keinen Moment bereut haben, uns für Ulm und Neu-Ulm entschieden zu haben.“ Projektleiter und BDC-Generalsekretär Simon Pickel strich die herausragende Zusammenarbeit mit den Kulturämtern beider Städte heraus und sprach von einer „Sternstunde für die Amateurmusik in Deutschland, bei der wir allen Menschen zeigen konnten, wie vielfältig das vokale und instrumentale Musizieren hierzulande ist. Uns war es ein Anliegen, die Schulmusik in den Mittelpunkt zu stellen und zu zeigen, auf welch außerordentlich hohem Niveau Jugendliche Musik machen können, wenn sie entsprechend gefördert und gefordert werden. Dies ist uns gelungen.“

Freuen kann sich auch das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach. Bei der Benefizaktion der Tage der Chor- und Orchestermusik wurden insgesamt EUR 1.500 gespendet, die nun der Einrichtung im Allgäu zugute kommen. Im Kinderhospiz St. Nikolaus werden unheilbar kranke Kinder aber auch deren Familien in ihren schwersten Stunden liebevoll betreut. Den Organisatoren war es ein wichtiges Anliegen, gerade an Tagen, an denen das Musizieren mit Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt steht, das Wirken des Kinderhospiz‘ zu unterstützen (Spendenkonto: VR-Bank Memmingen, Kto. 133 78 90, BLZ 731 900 00).

Die nächsten Tage der Chor- und Orchestermusik werden im Jahr 2014 in Zwickau stattfinden und von der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände federführend vorbereitet.

Ein besonderer Dank geht an alle Förderer und Partner, welche die Durchführung der Tage der Chor- und Orchestermusik ermöglicht haben. Insbesondere zählen hierzu der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesland Baden-Württemberg, der Freistaat Bayern, der Landkreis Neu-Ulm und die Städte Ulm und Neu-Ulm.


27. Februar 2013 - Drei neue Chordirektoren

Drei neue Chordirektoren

Chorleiter für ihre herausragende Arbeit geehrt

In den letzten Wochen konnten drei Chorleiter mit dem Titel "Chordirektor BDC", der höchsten Auszeichnung für Dirigenten im deutschen Amateurchorwesen, ausgezeichnet werden: die neuen Titelträger sind Theo Römer aus Rees, Dominikus Burghardt aus Ratingen und Uwe Ungerer aus Mainstockheim.

Alle drei Chorleiter konnten in einem Prüfungsverfahren nachweisen, dass sie über lange Jahre herausragende Chorarbeit geleistet haben, dabei viele Menschen auf kreative und nachhaltige Weise für das Singen begeistern konnten und durch innovative Konzepte und qualitativ hochwertige Konzerte eine Leuchtturm-Funktion in der Chorwelt in Deutschland ausüben. Der Titel "Chordirektor BDC" steht damit für höchste Exzellenz in der Chorarbeit.

Dass die Verleihung des Titels "Chordirektor BDC" für die ausgezechneten Chorleiter ein besonderes Ereignis in ihrer Karriere ist, zeigt insbesondere der Festakt für Uwe Ungerer am 15. Februar 2013, bei dem nicht weniger als sechs verschiedene von Ungerer geleitete Chöre in der vollbesetzten Turnhalle in Mainstockheim auftraten. BDC-Generalsekretär Simon Pickel übergab Ungerer die Urkunde, der als erster Unterfranke nach Gustav Gunsenheimer den Titel verliehen bekam und damit in einer Reihe mit einem der bedeutendsten Chorkomponisten der Gegenwart steht.

Anlässlich des Ratinger Kulturtags 2013 wurde Dominikus Burghardt am 17. Februar im Stadttheater Ratingen die Urkunde durch VDKC-Ehrenpräsident Heribert Allen und den Präsidenten des VDKC-Landesverbandes NRW, Elmar Bergmann überreicht. Bergmann würdigte dabei die anspruchsvolle künstlerische Arbeit, die Dominikus Burghardt seit 2001mit dem Ratinger Kammerchor verbindet. Er bezeichnete das Wirken des Chorleiters als einen "Edelstein im Kulturleben von Ratingen" und als ein kulturelles Markenzeichen weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Allen machte deutlich, dass diese Ehrung für einen Chorleiter gleichzeitig auch dem Chor und denen gilt, die für diesen handeln.

Den Titel "Chordirektor BDC" verleiht der Dachverband der vokalen Amateurmusik, die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V., seit 1969 und bisher wurden damit über 610 Chorleiter für ihre Leistungen ausgezeichnet.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren und ein Archiv der bisher ausgezeichneten Chorleiter finden Sie unter www.chorverbaende.de


11. Dezember 2012 - 67 Chöre und 41 Orchester für höchste Auszeichnung der Amateurmusik empfohlen

67 Chöre und 41 Orchester für höchste Auszeichnung der Amateurmusik empfohlen

Dachverbände ermutigen insbesondere kirchliche Chöre und Orchester zur Geschichtsforschung

Im Jahr 2013 werden voraussichtlich 67 Chöre und 41 Orchester die Zelter- bzw. Pro-Musica-Plaketten verliehen bekommen und damit von Bundespräsident Joachim Gauck für ihr mindestens 100-jähriges musikalisches Wirken und ihre Verdienste um die Vielfalt der Chor- bzw. Orchesterlandschaft in Deutschland ausgezeichnet. Die Zahlen gaben die Dachverbände der vokalen und instrumentalen Laienmusik BDC und BDO bekannt, nachdem der Empfehlungsausschuss mit Vertretern der Chor- bzw. Orchesterverbände sowie des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Ständigen Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) über die eingegangenen Anträge entschieden und die Ensembles dem Bundespräsidenten zur Verleihung empfohlen hatte. Dabei musste lediglich je ein Antrag pro Verband abgelehnt werden, ein Chor und vier Orchester wurden auf spätere Jahre zurückgestellt.

Beide Verbände zeigten sich überrascht, dass der für 2014 aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 erwartete Rückgang der Antragszahlen sich bereits in diesem Jahr bemerkbar machte. Insbesondere die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände verzeichnete eine drastische Reduzierung von 123 Anträgen für 2012 auf nur noch 70 für das kommende Jahr.

Simon Pickel, Generalsekretär der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände, ermutigt daher alle traditionsreichen Chöre in Deutschland, ihre Geschichte genauer zu erforschen: „Viele Chöre wissen gar nicht, wie alt sie genau sind und dass sie die Zelter-Plakette bereits beantragen könnten. Insbesondere im Bereich der Kirchenchöre schlummert hier ein großes Potential, denn viele der insgesamt 37.000 kirchlichen Chöre haben eine Geschichte, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt.“ Alle Chöre können sich auf den Internetseiten der Bundesverbände (www.chorverbaende.de bzw. www.orchesterverbaende.de) und deren Geschäftsstellen über die genauen Voraussetzungen und das Antragsverfahren informieren.

Die Zelter- und Pro-Musica-Plaketten werden am 10. März 2013 um 11 Uhr im Rahmen der Tage der Chor- und Orchestermusik im Edwin-Scharff-Haus Neu-Ulm durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann MdB übergeben. Stellvertretend für die Chöre wird die Sängerabteilung des TSV 1889 Bad Überkingen die Medallie entgegennehmen, bei den Orchestern kommt diese Ehre der Stadtkapelle Leipheim zu. Der Festakt ist öffentlich und der Eintritt wie zu allen Veranstaltungen der Tage der Chor- und Orchestermusik frei.

Informationen zu den Tagen der Chor- und Orchstermusik 2013 sind unter www.tagedermusik.de zu finden.

Eine Auflistung der für die Zelter- bzw. Pro-Musica-Plaketten im Jahr 2013 empfohlenen Chöre und Orchester ist über die Geschäftsstelle der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände erhältlich.


26. November 2012 - Tage der Chor- und Orchestermusik 2013

Zwei Städte, zwei Bundesländer, drei Tage voller Musik

Marktoberdorfer CHORbüro organisiert Tage der Chor- und Orchestermusik 2013

Vom 8. bis 10. März 2013 trifft sich die bundesweite Amateur- und Laienmusikszene in den „Zwillingsstädten“ Ulm und Neu-Ulm, um mit den Tagen der Chor- und Orchestermusik der alljährlichen Verleihung der vom Bundespräsidenten gestifteten Zelter- und Pro-Musica-Plaketten einen musikalisch-festlichen Rahmen zu geben.

Bundesweit höchste Auszeichnung

Die Zelter- und Pro-Musica-Plakette stellen die höchste nationale Auszeichnung für nicht-professionelle Vokal- bzw. Instrumentalensembles dar und werden an Chöre und Orchester vergeben, die nachweisen können, über einen Zeitraum von mindestens einhundert Jahren musikalisch aktiv gewesen zu sein und sich während dieser Zeit „Verdienste [...] um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben“, wie es in den offiziellen Richtlinien heißt. Gewürdigt werden soll insbesondere auch das Bürgerschaftliche Engangement, welches im Amateurmusikbereich von mehreren Millionen Menschen jedes Jahr aufs Neue größtenteils ehrenamtlich geleistet wird.

Traditionell werden die Plaketten am Sonntag Laetare vom Bundespräsidenten in einem öffentlichen Festakt verliehen, der am gesamten Wochenende von einem umfangreichen und vielfältigen musikalischen Programm, den Tagen der Chor- und Orchestermusik, umrahmt wird. Für das Jahr 2013 konnten zum ersten Mal in der langen Geschichte gleich zwei Städte als Ausrichter der dreitägigen Gesamtveranstaltung gewonnen werden. Zudem liegen das baden-württembergische Ulm und das bayerische Neu-Ulm in zwei verschiedenen Bundesländern, obwohl die Innenstädte nur durch die Donau getrennt sind. Eine zweifache Premiere also für die in Fachkreisen als „TCOM“ bekannte Veranstaltung.

Musikalische Leckerbissen

Gleich im Auftaktkonzert am 8. März sind beide ausrichtenden Bundesländer in Form von zwei Landesauswahlensembles beteiligt: Das Landes-Jugendjazzorchester Bayern und der Landesjugendchor Baden-Württemberg gestalten im Congress Centrum Ulm ein abwechslungsreiches Programm auf höchstem musikalischem Niveau. Der Samstag bietet neben einem ökumenischen Festgottesdienst im gewaltigen Ulmer Münster mit der traditionellen „Nacht der Musik“ ein facettenreiches Programm, das Ensembles aus der gesamten Bandbreite der Vokal- und Instrumentalmusik zu Wort bzw. Ton kommen lässt. Für musikalische Highlights sorgen hier unter anderem der via nova chor München, die Stuttgarter Kantorei oder auch das Orchester der Hochschule Ulm.

Themenschwerpunkt Schulmusik

Einen besonderen thematischen Schwerpunkt bildet im Jahr 2013 die Schulmusik: Am Samstagnachmittag widmet sich das „Forum Schulmusik“ in zwei Keynote-Vorträgen von Musikexperten sowie einer anschließenden Podiumsdiskussion der Frage, welchen Beitrag das neuartige Konzept der Vokalklassen im heutigen Musikunterricht an den neuen Schulformen zu leisten vermag. Am selben Abend gibt die „Nacht der Schulmusik“ im Ulmer Kornhaus vielen Schulensembles aus der Region die Möglichkeit, ihre musikalische Begeisterung und ihr großes Können einem Publikum aus der gesamten Bundesrepublik zu zeigen. 

Höhepunkt des Musikwochenendes ist schließlich der Festakt zur Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plakette am Sonntagvormittag im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm. In Vertretung von Bundespräsident Joachim Gauck wird der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann MdB, jeweils einem Chor und Orchester die Plaketten überreichen. Für eine würdige musikalische Umrahmung sorgen die Ulmer Spatzen, die Junge Bläserphilharmonie Ulm, der Don Camillo Chor aus München sowie die Sinfonietta Ulm.

Organisation durch Dachverband der vokalen Amateurmusik

Organisiert werden die Tage der Chor- und Orchestermusik 2013 vom CHORbüro der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. in Marktoberdorf. Der Dachverband der vokalen Amateurmusik in Deutschland sorgt von seinem Sitz im Ostallgäu aus in enger Zusammenarbeit mit den Kulturämtern der Städte Ulm und Neu-Ulm für einen reibungslosen Ablauf der Gesamtveranstaltung und für ein unvergessliches musikalisches Erlebnis für alle Musikinteressierten, die aus der gesamten Bundesrepublik im März 2013 nach Ulm & Neu-Ulm anreisen.

Um die Vielfalt und hohe Qualität der Amateur- und Laienmusik in Deutschland für möglichst Viele erlebbar zu machen, ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei.

Weitere Informationen sind auf der Homepage der Tage der Chor- und Orchestermusik unter www.tagedermusik.de zu finden.

Eine Übersicht der Hotelangebote sowie weitere touristische Informationen bietet die Ulm | Neu-Ulm Touristik unter www.tourismus.ulm.de


7. November 2012 - Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände hat neues Präsidium

Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände hat neues Präsidium

Jaskulsky als Präsident bestätigt - Finke neuer Vizepräsident

Der Dachverband der vokalen Amateurmusik in Deutschland hat seine Führung neu gewählt. Im Rahmen der Präsidiumssitzung am vergangenen Wochenende in Marktoberdorf wurde Prof. Dr. Hans  Jaskulsky (Bochum) in seiner Funktion als Präsident einstimmig bestätigt. Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) setzt mit dem bundesweit renommierten Chorfachmann und Universitätsmusikdirektor der Ruhr-Uni Bochum für die nächsten drei Jahre auf Kontinuität. Jaskulsky bekräftigte, dass es auch in seiner kommenden Amtsperiode Hauptaufgabe der Bundesvereinigung  sein werde, als „zentrales Verbindungsglied zwischen Politik und Chorwelt“ zu agieren. Durch einen kontinuierlichen Informationsfluss und intensiven Austausch solle hier größtmögliche Transparenz geschaffen werden.

Jaskulsky wird zukünftig der Präsident des Chorverbandes in der Evangelischen Kirche in Deutschland, KMD Christian Finke (Berlin), als Vizepräsident zur Seite stehen, der neu in dieses Amt gewählt wurde, nachdem der Direktor der Marktoberdorfer Pfingstfestivals, Dolf Rabus, hierfür nicht mehr zur Verfügung stand. Mit der Wahl Finkes würdigt das Führungsgremium der BDC die hohe Bedeutung der Kirchenchorverbände für die deutsche Amateurchorlandschaft. Seit Ende Oktober ist Finke Mitglied des Präsidiums des Deutschen Musikrats und bekleidet nun auch in der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände ein Führungsamt. Präsident Jaskulsky bedankte sich ausdrücklich bei Finkes Amtsvorgänger Rabus für die geleistete Arbeit und dessen unermüdlichen Einsatz für die Chormusik in Deutschland.

Vor Jaskulsky und Finke liegen viele Aufgaben: neben der politischen Arbeit steht bereits im März 2013 mit den Tagen der Chor- und Orchestermusik das nächste Großereignis an. Die bundesweite Vokal- und Instrumentalmusikszene trifft sich in Ulm und Neu-Ulm, wo die Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plaketten erstmals in zwei Städten und Bundesländern stattfindet. Einen weiteren Schwerpunkt wird die Einrichtung eines Bundesjugendchores unter dem Dach des Deutschen Musikrats bilden, wofür die Kompetenzen aller Chorfachverbände in Deutschland gebündelt werden sollen.


23. Oktober 2012 - Laienmusik zukünftig wieder im Präsidium des Deutschen Musikrats vertreten

Laienmusik zukünftig wieder im Präsidium des Deutschen Musikrats vertreten

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats hat am vergangenen Samstag KMD Christian Finke aus Berlin in das Führungsgremium des Dachverban- des der Musik in Deutschland gewählt. Der gemeinsame Kandidat der Bundesvereinigung Deutscher Chor- und Orchesterverbände konnte sich dabei gegen zwei weitere Kandidaten durchsetzen und wird zukünftig die Interessen der vokalen und instrumentalen Amateur- und Laienmusik im Präsidium des Deutschen Musikrats (DMR) vertreten und gleichzeitig der Kirchenmusik eine starke Stimme verleihen.

Der Wahlvorgang war nötig geworden, nachdem Hans-Willi Hefekäuser, Präsident des Verbandes Deutscher KonzertChöre (VDKC), im vergangenen Jahr seinen Rückzug aus der Leitungsebene des DMR bekannt gegeben hatte. Um die Vertretung der Amateur- und Laienmusik auch weiterhin zu gewährleisten, wurde KMD Christian Finke aus Berlin von Staatssekretär Ernst Burgbacher, derzeit amtierender Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Chor-und Orchesterverbände, im Namen der beiden nationalen Dachverbände der Vokal- und Instrumentalmusik für die Nachfolge von Hefekäuser vorgeschlagen.

Finke ist als Präsident des Chorverbandes in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK) Vertreter der protestantischen Kirchenchöre im Präsidium der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) und in der Chormusikszene sowohl national als auch international hervorragend vernetzt. Neben seinen Ämtern auf Bundesebene ist Finke als Präsident des Chorverbandes der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) sowie als Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats Berlin stark in die Arbeit im regionalen Bereich eingebunden. 

Simon Pickel, Generalsekretär der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC), hebt besonders hervor, dass „die schätzungsweise 7 Millionen Menschen, die in Deutschland Amateur- und Laienmusik ausüben, auch zukünftig gehört werden, wenn richtungsweisende Entscheidungen für ihre alltägliche, größtenteils ehrenamtlich und unter größtem persönlichen Engagement geleistete Arbeit getroffen werden. Die beiden Kirchenmusikverbände stellen nicht nur in der BDC, sondern in ganz Deutschland die zahlenmäßig größte Chorvereinigung. Umso wichtiger ist es, dass auch sie einen angemessenen Einfluss im Spitzenverband der deutschen Musiklandschaft erhalten. Wir freuen uns, dass die Mitgliederversammlung des DMR dieser Auffassung gefolgt ist.“ 


28. September 2012 - Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände

60 Jahre Arbeit für die Chorlandschaft in Deutschland

Aus der Arbeitsgemeinschaft wird die Bundesvereinigung

Die bundesweite Dachorganisation der Amateurchorverbände hat sich anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens einen neuen Namen gegeben: die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände wird ab sofort als Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) die gemeinsamen Interessen der Chorverbände in Deutschland gegenüber der Politik, den Medien und der Öffentlichkeit vertreten.

Mit der Umbenennung wurde der Auftrag, Dienstleister und Sprachrohr für die Chormusik auf nationaler Ebene zu sein, welcher der BDC vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gegeben wurde, nun auch im Namen verankert. Ebenso wurde mit diesem Schritt eine Angleichung an die Schwesterorganisation im instrumentalen Bereich, die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände, vorgenommen, mit der die BDC auch zukünftig im Wirken für die gesamte Amateur- und Laienmusik auf Bundesebene eng zusammenarbeiten wird.

Festakt in Berlin

Im Rahmen eines Festakts zum 60-jährigen Jubiläum der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände waren an diesem Mittwoch Vertreter der Bundespolitik sowie zahlreicher Verbände des Kulturlebens Gast der BDC in Berlin.

In den Räumlichkeiten des Berliner Büros der GEMA würdigte die Vertreterin des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Ministerialdirektorin Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel, die unersetzbare Arbeit der BDC und ihrer fünf Mitgliedsverbände für die Chormusik und die Kulturlandschaft in Deutschland. Sie bezeichnete darüber hinaus den Schritt der Umbenennung des Dachverbandes als „neuen Start zu einer noch engeren Verbindung zwischen Politik und Musik“.

Der Präsident der BDC, Prof. Dr. Hans Jaskulsky, strich in seiner Rede die Vielfalt der Amateurchorszene in Deutschland heraus, welche umfassend in der Bundesvereinigung vertreten ist. Die Arbeit, welche die BDC-Mitgliedsverbände leisteten, um diese Vielfalt zu bewahren aber insbesondere auch, deren Bemühen um die Entstehung und Verbreitung zeitgenössischer Chormusik, sei unersetzlich. Jaskulsky betonte darüber hinaus die Notwendigkeit eines gemeinsamen Strebens aller Chorverbände in Deutschland nach einer nachhaltigen Gestaltung der Zukunft der Chormusik in deren „Mutterland“ Deutschland.

Unter den Gästen der Jubiläumsveranstaltung der BDC war mit Enjott Schneider einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart vertreten. Ebenso ließen sich der Vorstandsvorsitzende der GEMA, Dr. Harald Heker, Ernst Burgbacher, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sowie zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages über die Arbeit der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände informieren. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Lilienfelder Cantorei unter der Leitung von Klaus-Martin Bresgott.

Neue Website als Serviceplattform

Die Website der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (www.chorverbaende.de) wurde im Rahmen des Jubiläums neu gestaltet und soll eine Plattform für die Information und Vernetzung von Chorverbänden, Chören, Sängerinnen und Sängern sowie der interessierten Öffentlichkeit bieten.