Historie
Die Geschichte der ZELTER-Plakette reicht in die zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts zurück. Der für die Belange der Laienmusik aufgeschlossene Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Boelitz, stiftete durch Runderlass im Jahre 1922 drei künstlerisch gestaltete Gedenkblätter als staatliche Anerkennung für Laienchöre aus Anlass ihres 50-, 75- und 100jährigen Bestehens. Wenige Jahre später traten an die Stelle der Gedenkblätter Plaketten in Bronze, Silber und Gold. Diese Zelter-Plaketten wurden bis zum Beginn des Jahres 1942 verliehen. Aber schon 1940 hieß es, daß nur die bereits eingereichten Anträge zur Verleihung der Zelter-Plakette berücksichtigt würden; alle anderen solle man bis nach Kriegsende zurückstellen.
Beim Wiederaufbau nach dem Krieg ergriff der Deutsche Sängerbund (heute: Deutscher Chorverband) die Initiative, die ZELTER-Plakette als staatliche Anerkennung für langjährige Bemühungen und besondere Leistungen auf dem Gebiet des Chorgesanges wieder ins Leben zu rufen. Diese Anregung wurde von staatlicher Stelle aufgenommen.
Am 7. August 1956 unterzeichnete Bundespräsident Theodor Heuss den Erlass, in dem die ZELTER-Plakette erneut gestiftet wurde. Mit dem gleichen Datum wurden die Richtlinien veröffentlicht, in denen die Einzelheiten für die Verleihung festgelegt sind.
Verleihungen seit 1957
In den Jahren von 1957 bis 2010 wurden insgesamt 10.955 Zelter-Plaketten verliehen, darunter 64 an Chöre im Ausland.
(Tabellenangaben: Jahr - Ort des zentralen Festaktes - Anzahl der im Gesamtjahr geehrten Chöre)
1957 Köln 852
1958 Bremen 313
1959 Ulm 208
1960 Frankfurt am Main199
1961 Augsburg 212
1962 Goslar 265
1963 Kaiserslautern 238
1964 Essen 227
1965 Kassel 176
1966 Bonn 138
1967 Koblenz 133
1968 Brilon 150
1969 Neuss 157
1970 Würzburg 112
1971 Remscheid 119
1972 Karlsruhe 150
1973 Mainz 186
1974 Hannover 191
1975 Trossingen 227
1976 Bremen 179
1977 Passau 170
1978 Saarbrücken 205
1979 Lübeck 212
1980 Solingen 210
1981 Berlin 235
1982 Freiburg 209
1983 Arnsberg 244
1984 Braunschweig 199
1985 Erlangen 235
1986 Darmstadt 191
1987 Hamburg 208
1988 Baden-Baden 233
1989 Köln 232
1990 Trier 208
1991 Bremerhaven 191
1992 Kleve 222
1993 Leipzig 246
1994 Tübingen 200
1995 Rostock 197
1996 Siegen 183
1997 Garmisch-Partenkirchen 234
1998 Gera 209
1999 Frankfurt/Oder 169
2000 Trossingen 182
2001 Wolfenbüttel 157
2002 Bingen 142
2003 Halle/Saale 158
2004 Fulda 180
2005 Marktoberdorf 167
2006 Eisenach 133
2007 Saarbrücken 136
2008 Bruchsal 162
2009 Osnabrück 133
2010 Lippstadt 131
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